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Nov
13

DPD – echte Konkurrenz für DHL Express

By ReBeLL  //  Die Welt und ich, Servicewüste  //  1 Comment

DPDKonkurrenz lauert bekanntlich an vielen Ecken, so auch im Logistikbereich: Nachdem wir an anderer Stelle schon etwas über die vollkommen bescheuerte von hoher Kompetenz zeugende Arbeitsweise von DHL Express gelernt haben, übertrifft DPD diese noch um welten.

Dabei lässt DPD es sich nicht nehmen, dem Empfänger einer Sendung noch Dinge bei zu bringen, die er bisher nicht wusste. Es ist schon interessant was heutzutage alles möglich ist: Da ist ein aus Stein gebautes Gebäude, in dem man sich zu dem Zeitpunkt auch noch aufhält, auf einmal vorübergehend scheinbar nicht mehr da. Einfach weg. Mit samt Namensschildern und Hausnummer. Die ganze Straße muss weg gewesen sein, denn scheinbar war auch kein Nachbar da, bei dem man hätte ein Paket abgeben können.

Zumindest ist das der Schluss den ich daraus ziehe, das eine Adresse an die am gleichen Tag die Deutsche Post bzw. DHL problemlos etwas zustellen konnte laut DPD schlicht falsch ist. Selbst Herpes Hermes hat es letzte Woche geschafft ein Paket zuzustellen, nur DPD tat sich schwer.

Schauen wir mal ob der Schleppknecht Zusteller von DPD es beim zweiten Versuch schafft das Paket zuzustellen … und ob er mir dann zufällig auch noch erklären kann, warum die Adresse gut eine Woche später dann doch nicht falsch ist. Das der Zusteller einfach nur keine Lust das Paket beim Empfänger abzuliefern ist natürlich auch eine Möglichkeit vollkommen abwegig.

Dez
9

Cleenbox wäscht die letzte Maschine Wäsche

By pyloor  //  Die Welt und ich  //  1 Comment

logoCleenBox – ich denke nicht jeder wird das Unternehmen kennen. Die Idee dahinter fand ich mehr als interessant und habe das Angebot auch schon selbst genutzt. Es ist quasi eine Reinigung per Post. Man bekommt eine blaue Transportkiste in die man die zu reinigenden Wäschestücke einfüllt, mit einem Rücksendeaufkleber versieht und bei der nächsten Postfiliale aufgibt.

Die Post karrt alles nach Konstanz in ein Gewerbegebiet in dem die Boxen angenommen werden und in einer chemischen Reinigung deren Inhalt gereinigt wird. Nach Waschen, Trocknen und Bügeln wird alles hygienisch verpackt und wieder an den Absender zurück gesandt. Damit kein Wäschestück durcheinander gerät hat das Unternehmen scheinbar eine ausgeklügelte Software am Start die mittels kleiner Sensoren die in die Wasche eingenäht und nach dem Sortieren wieder entfernt werden, die Trennung nach jedem Kunden vornimmt. So bekommt jeder wieder was er geschickt hat.

Der Preis war nie wirklich günstig, aber für den Service war er angemessen. Leider muss sich das System nicht rentiert haben, ansonsten habe ich keine Erklärung dafür warum CleenBox folgenden Text an seine Kunden gesendet hat:

Liebe Kundin, Lieber Kunde,
leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass der Service von cleenbox zum 10. Dezember 2010 wegen Geschäftsaufgabe eingestellt wird. Somit kündigen wir auch Ihren Vertrag zu diesem Datum gemäß unseren AGB. Wir möchten uns bei Ihnen für Ihre Treue bedanken.

Sie haben diese Woche die Möglichkeit nochmal eine Box mit Wäsche an uns zu versenden. Wir bearbeiten noch alle Boxen, die bis zum 10.12.2010 in Konstanz eintreffen. Boxen, die danach bei uns eintreffen, müssen wir leider unbearbeitet mit dem Vermerk “Annahme verweigert” wieder zurückschicken lassen.
Für alle Kunden mit Restguthaben gilt folgende Vorgehensweise: Wir warten generell den 15.12.2010 ab, danach beginnt unsere Buchhaltung mit der Rücküberweisung. Da dies ein manueller Prozess ist, bitte wir Sie um Geduld. Sie bekommen auf jeden Fall Ihr Geld zurück.

Für Kunden mit offenen Forderungen unsererseit gilt folgende Vorgehensweise: Wir warten generell den 20.12.2010 ab, danach übergeben wir alle offenen Forderungen an ein Inkasso-Büro. Bitte beachten Sie, dass in diesem Fall zusätzlichen Kosten auf Sie zukommen werden. Wenn Sie nicht wissen, ob Sie uns noch Geld schulden, können Sie Ihren aktuellen Kontostand auf unserer Website ansehen:
Website:
http://www.cleenbox.de
Ihr Login-Name ist: xxxx
Sollten Sie Ihr Passwort nicht mehr kennen, können Sie hier ein neues anfordern:
http://www.cleenbox.de/index.php?pg=rpassword&affid=1

Mit freundlichen Grüßen aus Konstanz
Die Geschäftsführung der
cleenbox GmbH

Das Unternehmen selbst hat aus meiner Sicht zu wenig für sich geworben. Nur durch Zufall habe ich es entdeckt und auch ausprobiert. Warum selber um die Wäsche kümmern wenn es hier professionell und klinisch rein erledigt wird? Ich denke aber in Deutschland wird es wenig Anklang gefunden haben, hier ist noch zu viel Mutti unterwegs die für’s Söhnchen die Maschine anwirft, Unterhosen bügelt und Hosen glattstreift.

Nov
5

SG Werbemittel unter neuer Leitung

By pyloor  //  Piraten  //  1 Comment

RP-Folder-200809-thumbNachdem der ehemalige Leiter der AG Werbemittel @Wolfgang_P nach einer hervorragenden Leistung das Zepter aus der Hand an Simon Landenberger (Simon90L) weitergereicht hat, warf ich mich gestern voller Spannung in die erste Telefonkonferenz der neuen alten SG Werbemittel. Obwohl der Termin parallel zur Bundesvorstandssitzung nicht optimal gewählt war, was man leider an den Lags auf dem hessischen Telko deutlich merkte, kam nach anfänglichen Startschwierigkeiten doch schnell gute Stimmung auf.

Der neue SG Werbemittel Leiter, ist bisher in der Leitung solcher Sitzungen ziemlich unbeleckt, was einen gewissen Charme vermittelt hat. Dennoch hatte er nach wenigen Minuten das Heft dann schnell in der Hand und unkte immer wieder mit dem Wort “BigBoss” als welchen er sich selbst bezeichnete. Im ernsten Teil der Sitzung wurde über das Fortgehen der Servicegruppe philosophiert und eine neue Ausrichtung offeriert, die ich zwar nicht gänzlich verkehrt aber für die SG Werbemittel nicht unbedingt angemessen finde.

Zum einen wurde das Wort dezentral verwendet, die beiden Lager der SG Werbemittel befinden sich allerdings in Oberbayern. Hier hätte ich es begrüßt wenn ein Lager noch im nördlicheren Teil von Bayern vorzufinden wäre, da dieses dann auch mal eben mit dem Auto zu erreichen ist. Der Gedankengang von gerade ist allerdings dann hinfällig wenn man bedenkt, dass sich die SG Werbemittel nun als “Spreader of the pirate words” sieht. Das Vorhaben dazu: Jede Gliederung, jeder Stammtisch soll immer mit Flyern versorgt sein. An sich keine schlechte Idee, wenn auch logistisch wagemutig. Nicht nur, dass jeder der Stammtische daheim ein Eck braucht um Flyer vorzuhalten, nein – sie sollen auch dementsprechend beliefert werden. Gehe ich von 40 Stammtischen aus, so hat man schnell mal 240 € Paketversandkosten (pro Paket ~ 6€). Ich finde das den falschen Ansatz und auch nicht die Aufgabe der SG Werbemittel.

Für mich ist deren Aufgabe das Material zu beschaffen, die Verteilung kann man aber ohne weiteres an die Bezirke weitergeben, da diese näher an den Stammtischen dran sind. Ein Versand kann damit entfallen und eine dezentrale Kleinlagerhaltung entsteht. In den beiden großen Lagern der SG Werbemittel liegen die Flyer in großen Stückzahlen, in den Kleinlagern der Bezirke liegen die Stückzahlen für den Nachschub an den Stammtischen und für Aktionen. Das erspart aus meiner Sicht Aufwand und vor allem Geld für Paketversendungen.

Ich habe mich aber gestern mit meiner Kritik zurückgehalten da ich nicht gleich in der ersten Sitzung selbige äußern wollte. Der neue Leiter soll seine Erfahrungen selbst machen und entscheiden wie das für die Zukunft alles abgewickelt werden soll.

Abschließend noch ein Jobaufruf: Jeder an einem bayrischen Stammtisch sei aufgerufen sich bei der SG Werbemittel zu melden um für seinen Stammtisch Ansprechpartner zu werden. Wer die direkte Adresse von Simon nicht hat darf sich gerne bei mir unter LGS@piratenpartei-bayern.de melden, ich leite es gerne weiter.

Update:
Die  AG Werbemittel hat auch eine eigene Emailadresse unter: agwerbemittel@piratenpartei-bayern.de

Aug
21

Landesverband als Leistungsverband – Meine Kandidatur

By pyloor  //  Piraten  //  2 Comments

Ahoi Piraten,

endlich habe ich die Zeit gefunden meine Kandidatur zum Generalsekretär des 5. Landesvorstandes in Bayern hier bekannt zu geben. Ich war die letzten Wochen hinsichtlich der Planung und Organisation der Christopher Street Day Aktion “Arsch hoch” beschäftigt. Im Wiki steht diese Entscheidung zu meiner Kandidatur schon länger, bei Maha im Klaubautercast (der leider noch nicht veröffentlicht wurde) habe ich bereits darüber gesprochen, nun sollen meine Ziele als Generalsekretär im Landesverband Bayern ebenfalls hier veröffentlich werden.

Ich habe weiterhin im Piratenwiki auf einer separaten Seite mich einem Kandidatenfragebogen beantwortet. Gerne stehe ich aber jederzeit für weitere Fragen zur Verfügung.

1. Wer bin ich?

Ich denke die meisten kennen mich, denn ich bin bei den Piraten nicht unbekannt. Dennoch für alle die mich nicht kennen: Ich heiße D. S., bin XX Jahre alt und seit kurzem leitender kaufmännischer Angestellter. Ich bin nicht verpartnert, lebe aber mit meinem Freund in einer festen Beziehung.

1.1 Warum eigne ich mich zum Generalsekretär?

Ich kandidiere für kein Amt zu dem ich mir nicht sicher bin, dass ich die geforderten Aufgaben auch umsetzen kann. Ich war bereits im ersten Vorstand des Bezirksverbandes Mittelfranken Generalsekretär und habe zusammen mit meinen Vorstandskollegen und mittelfränkischen Piraten an der Front im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2009 gekämpft. Während dieser Zeit war ich für viele Piraten Ansprechpartner und Verknüpfungsstelle. Außerdem habe ich, auch in Stresssituationen, Talent in der Organisation, bin improvisationsfähig und ausdauernd. Mein Faible und auch eine Schwäche ist der Formalismus und die manchmal zu penible Genauigkeit in der Bürokratie. Allerdings halte ich mir immer vor Augen, dass ich dadurch andere nicht in Ihrer Tätigkeit ausbremse sondern versuche alles so abzuwickeln, dass es hinterher nachvollziehbar und schlüssig ist – dies halte ich für notwendige Elemente für innerparteiliche Transparenz.

Erfahrung in Büroorganisation bringe ich reichlich mit. Als Unternehmer war ich 10 Jahre im eigenen Unternehmen war ich tagtäglich mit den Aufgaben des Alltags konfrontiert und habe diese auch bewältigt, denn ansonsten hätte ich keine derartige Unternehmenslaufbahn hinter mir. Das Meiste habe ich mir auto-didaktisch beigebracht, einen weiteren Teil lieferten meine beruflichen Ausbildungen. Zum einen bin ich gelernter Schreiner mit Fachrichtung Holztechnik, zum zweiten bin ich Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. Damit habe ich durch meine handwerkliche Ausbildung einerseits pragmatisches Denken und Handeln gelernt, durch den Fachinformatiker sind mir aber auch rein theoretische, strategische und vorausschauende Eigenschaften zu teil geworden.

2 Direkte Ziele als Generalsekretär

Bevor ich nun auf meine einzelnen Ziele für den kommenden Landesvorstand eingehe, betone ich dass das derzeit Vorstellungen von mir als Einzelperson sind. Ich werde die nachfolgenden Punkte in meine Agenda mit aufnehmen um diese bei den Piraten vorzustellen und sofern die notwendige Zustimmung der Basis vorhanden ist auch umsetzen. Für mich ist auch während meiner Amtszeit das Feedback der Basis sehr wichtig, da ich vor einer endgültigen Entscheidung gerne so viele Meinungen wie nur möglich für mich mitnehme um mir damit auch ein umfassendes Bild von der Situation und deren verschiedene Sichtweisen machen zu können. Entscheidungen fallen bei mir zwar etwas langsamer aber dafür überlege ich mir vorher sehr genau das Für und Wider. Meinungsbildende Tools wie Liquid Feedback, Mailinglisten, Foren oder auch das persönliche Gespräch sind mir dabei wichtig.

2.1 Motto zur Kandidatur

“Landesverband als Leistungsverband” – Das Motto habe ich unter einem für mich einfachem Gedankengang entwickelt: Aus meiner Sicht sind sowohl die Bezirke als auch die Kreis-/Ortsverbände die Strukturen die am nächsten zum Bürger stehen. Für die kommende Bundestagswahl ist es bereits jetzt notwendig in unserer Verwaltung Verjüngungskuren als auch Entschlackungsmaßnahmen vorzunehmen damit die Bezirke und darunterliegenden Gliederungen flink und frisch für den Wahlkampf bereit stehen. Verwaltungskram wird im Wahlkampf auf die Bezirke und Kreise so oder so zukommen, da Anmeldungen und viele andere Dinge vor Ort zu erledigen sind. Daher sehe ich es als Notwendigkeit, dass der Landesverband als “Supporter” im Background zur Verfügung steht um Arbeiten, die ohne Probleme auch auf Landesebene durchgeführt werden können und damit zu einer Entlastung der Bezirke führen, übernimmt. Der Landesverband soll somit aus seiner rein verwaltenden Rolle zur organisierenden und serviceleistenden Organisationseinheit aufgewertet werden. Dieser Gedanke kann auch ohne weiteres für Giveaways etc. verwendet werden, da es wirtschaftlich sinnvoller ist auf Landesebene Giveaway Artikel, wie es derzeit über die AG Werbemittel geschieht, in großen Stückzahlen zu beschaffen (und gleichzeitig Preisvorteile zu nutzen) und dann auf die Bezirke aufzuteilen. Um dies umzusetzen soll in einem jeden Bezirk ein Pirat oder sogar mehrere Piraten als Ansprechpartner zur Verfügung stehen um so die Bezirke mit frischen Materialien versorgen zu können.

2.2 Landesverband als Leistungsverband

Während ich unter 2.1 eher im Groben zu meinem Motto geschrieben habe, gehe ich nun anhand konkreter Beispiele in den Ring.

2.2.1 Entlastung der Bezirke (Verwaltung)

Aus meiner Sicht ist die Umlegung der Verwaltung vom Landesverband zu den Bezirken für den kommenden Bundestagswahlkampf aus Gesichtspunkten der Wirtschaftlichkeit als auch der Organisation selbst unvorteilhaft. Durch die Umlegung entsteht anstatt einem Verwaltungssaufwand, der 7-fache. Neben dem Aufwand entstehen zudem weiter Kosten für Kontoführung bei den entsprechenden Kreditinsituten. Um dies künftig zu vereinfachen möchte ich mich in Zusammenarbeit mit den Generalsekretären als auch Schatzmeistern zusammen setzen um Lösungswege zu finden wie die Verwaltung so gestaltet werden kann, dass genügend Freiraum für die Umsetzung von politisch notwendigen Aktionen wie Infoständen etc. entsteht sowie auch eine Kostenersparnis erreichen. Neumitglieder zB. können ohne weiteres durch eine entsprechende Automatisierung verarbeitet werden, so dass unnötiges Tippen von Mitgliedsdaten entfällt. Der angenehme Nebeneffekt: Tipp- sowie Copy & Pastefehler werden ebenfalls ausgemerzt. Wichtig in diesem Bereich ist mir allerdings, dass die Bezirke nun nicht das Gefühl haben es wird ihnen die Arbeit weggenommen oder per Top-Down Vorgehensweise entzogen. Es können aber durchaus Arbeiten die in allen Bezirken identisch sind, konsolidiert und damit auch zentralisiert werden. Als Endziel sehe ich dadurch flinke Bezirke die für den Wahlkampf gestärkt sind um wiederrum als “Supporter” für die Kreise zur Verfügung zu stehen. Da die Umstellung der Verwaltung sowie die Erarbeitung von Lösungswegen einiges an Zeit in Anspruch nehmen wird, sehe ich es bereits jetzt als notwendig an damit zu beginnen. Jede Änderung benötigt auch ihre Einarbeitungszeit bis alles flüssig läuft.

2.2.3 Fachgruppe Recht / Entlastung des Vorstandes

Ich habe gerade in Hinblick auf die rechtliche Auseinandersetzung um den Kreisverband Nürnberg festgestellt, dass der Vorstand sich zu viel mit juristischen Fragen beschäftigt. Ferner ist es aus meiner Sicht unklug sich nur auf eine Meinung eines Vorstandsmitgliedes das erweiterte Rechtskenntnisse hat zu verlassen. Aus diesem Grunde will ich eine Fachgruppe Recht auf Landesebene etablieren, die dann auf Zuruf des Vorstandes die Erörterung von rechtlichen Fragestellungen übernimmt. Bevor eine solche Fachgruppe eingerichtet wird, sollte allerdings bei der AG Recht auf Bundesebene angefragt werden in wie weit diese in Anspruch genommen werden kann. Sollte dies uneingeschränkt möglich sein, sehe ich die Einrichtung einer Fachgruppe auf Landesebene nicht zwingend. An meinem Vorhaben den Vorstand von rechtlichen Fragen zu entlasten und rein mit politischen und organisatorischen Fragen in Anspruch zu nehmen ändert dies allerdings nichts.

2.2.4 Mitgliederaquise, Neupiraten

Bei der Mitgliederaquise liegen mir vor allem die neuen Mitglieder am Herzen. Ich kann mich noch gut an meine Zeit erinnern als ich Mitglied der Partei wurde. Der Mitgliedausweis war zum selber basteln, dass man Mitglied ist, wurde mir von anderen Piraten gesagt, im Sinne von: “Du hast ja Deinen Antrag weggeschickt, damit bist Du Pirat”. Hm, irgendwie kommt da kein richtiges Piratengefühl auf. Als dann die neuen Mitgliedsausweise im Scheckkartenformat ausgeteilt wurden, kann ich mich noch gut an Situationen erinnern als fast jeder seinen Ausweis zückte. Für viele ist der Mitgliedsausweis die physische Bestätigung “dazu zu gehören”. Für unsere neuen Mitglieder soll daher dieses Gefühl schneller vermittelt werden als es mir damals ging. Ein erster Ansatz ist, dass die Begrüßungsemails schöner gestaltet werden. Text Emails sind zwar unter IT’lern mehr beliebt, den “normalen” offline Bürger sprechen wir damit aber nicht an. Auch wäre eine Überlegung die neuen Piraten mit einem kleinen Begrüßungspaket zu empfangen und auch in einem schön formulierten Schreiben auf eine kleine Spende aufmerksam zu machen. So können wir auch neben bei noch den ein oder anderen Euro für uns aquirieren.

2.2.5 Verwaltungspiraten / Teambildung und -festigung

Der Generalsekretär und der Schatzmeister besetzen zwei wichtige und notwendige Posten in unserer Partei. Um so wichtiger ist es bei diesen Posten dass eine Zusammenarbeit übergreifend der Ämter stattfindet, da beide unmittelbar miteinander zu tun haben: Der Generalsekretär verwaltet die Mitglieder, der Schatzmeister ist für Buchungen und Geldmittel zuständig. Bei den Schatzmeistern habe ich die Teambildung durch Arthur und den damit verbundenen Schatzmeistertreffen sehr begrüßt; warum aber nur Schatzmeister und nicht Generalsekretäre? Und genau hier sehe ich einen Ansatzpunkt sowie die Notwendigkeit die Verwaltungspiraten näher zusammen zu bringen. Ich werde mich daher dafür einsetzen dass in Zukunft gemeinsame Treffen stattfinden an denen sich beide Seiten austauschen können und somit auch eine bessere Arbeitsverteilung entsteht. Ich sehe es nicht unbedingt als notwendig an, dass ein Schatzmeister, der viel zu tun hat, sich auch um die Spendenbescheinigungen kümmern muss, diese kann zB ein Generalsekretär vorbereiten und unterschriftsfertig dem Schatzmeister übergeben, dieser unterzeichnet und der Generalsekretär kümmert sich dann um den Versand. Somit wird der Schatzmeister entlastet, es bleibt keine Arbeit liegen. Diese Aufteilung ist aber nur dann möglich wenn beide Seiten sich zusammensetzen und Engpässe deutlich werden. Einen weiteren Punkt sehe ich in der Wahrnehmung hinsichtlich der Verteilung auf die Bezirke. Es sind nicht alle Bezirke gleich stark aufgestellt und nicht jeder Verwaltungspirat kann gleich viel Zeit investieren, daher muss eine Möglichkeit geschaffen werden, dass Engpässe nicht zu Lasten der Mitglieder gehen. Ich erinnere mich hier zB an die vielen negativen Kommentare weil zur vergangenen Bundestagswahl die Erfassung der Mitglieder entsprechend lange gedauert hat. Wir müssen uns für die nächste Bundestagswahl daher besser rüsten, damit der gewünschte Zulauf auch zeitnah und ohne Überlastung des Einzelnen erledigt werden kann.

Während meiner Amtszeit sehe ich mich allerdings nicht als Teamleader der nur Anweisungen an die Bezirksgeneralsekretäre gibt, sondern als Mitglied des Teams. Ich werde zwar einen erweiterten Verantwortungsbereich haben, das allerdings bin ich der Meinung dass eine Top-Down Regierung bei den Piraten der falsche Weg ist. Gemeinsam einen Weg erarbeiten um voran zu kommen ist daher mein Ziel.

Damit bin ich mit meiner Vorstellung zur Kandidatur für den Vorstand fertig und schließe daher mit den Worten: Mein Name ist Dominique und ich bin Pirat!

Jun
19

Clouds und persönliche Daten

By pyloor  //  Technik  //  No Comments

Thilo Weichert, einer der einflussreichsten Datenschützer kritisiert, dass bestehende Cloudangebote fast durchgehend nicht mit dem geltenden Datenschutzrecht vereinbar wären. Fazit: Keine personenbezogenen Daten in den “Wolken”

Clouds werden immer beliebter, nach dem Amazon mit seiner EC2 den Vorstoß dafür gemacht hat. Der Vorteil bei solchen Wolken ist dass durch den Zusammenschluss mehrerer Rechner zu einer einheitlichen abstrahierten Infrastruktur welche über das Netzwerk entweder große Datenspeicher, Programmpakete oder Programmierumgebungen bereit stellen. Durch die Virtualisierung, welche die Basis der Wolke bildet, wird ausserdem ermöglicht dass Webservices vollautomatisch erzeugt und gewartet werden können; eine Verringerung der Mensch-Maschine-Interaktion stellt sich zunehmend ein. Cloud Computing hat einen weiteren Vorteil: Alle Kapazitäten werden dynamisch bereit gestellt, sprich CPU Leistung, RAM und Plattenplatz. Die Illusion der unendlichen Ressourcen die man nach belieben nutzen kann, wird damit ein Stückchen greifbarer.

Doch wie verhalten sich Clouds bei personenbezogenen und damit schützenswerten Daten?

Tatsächlich ist eine Cloud für den Benutzer nicht weiter definiert. Das einzige was er weiss ist, dass viele Rechner durch Virtualisierung zusammen geschlossen wurden und ihm quasi eine beinahe unendlich große nutzbare Rechenleistung zur Verfügung stellen. Wer auf der Cloud zudem sich bewegt, wo die Rechner physikalisch betrieben werden, bleibt dem Benutzer verwehrt. Er begibt sich mit dem ersten Schritt auf die Wolke auch in einen Nebel wenn es um die technischen Details geht.

Am Beispiel von Amazon verhält es sich nun so, dass die Server in unterschiedlichen Ländern betrieben werden, laut der Amazon Webseite stehen diese Server in: Virginia, California, Irland und Singapur. Kein Server davon steht in Deutschland und wäre damit auch deutschen Gesetzen unterworfen.

Und genau da liegt der Knackpunkt. Vor allem in den USA aber auch in anderen Staaten ist es möglicherweise den Ermittlungsbehörden erlaubt auf solche Clouds zu zugreifen. Wenn nun dort personenbezogene Daten oder gar Buchhaltungsinformationen eines Unternehmens lagern, mag man sich nicht ausmalen was mit den Daten passiert – nein man bekommt es noch nicht einmal mit.

Die Preise für solche Wolken liegen dennoch im Centbereich und sind für einige lastintensive wie auch netzwerkintensive Anwendungen durchaus interessant. Mein Tipp: Schütze Deine Daten durch Verschlüsselung. Gerade die Algorithmen Blowfish und AES haben sich durch besondere “Haltbarkeit” bewährt und werden auch von Banken eingesetzt. Abschließend sei erwähnt, dass man auf solchen Clouds generell nur unwichtige Daten oder Testdaten verarbeiten sollte, solange der Anbieter a) nicht in Deutschland ist und b) ein entsprechendes Vertrauensverhältnis vorweisen kann, dass die Daten auf den Systemen auch wirklich sicher sind.

Mrz
16

Apple und die Wegwerfgesellschaft

By pyloor  //  Die Welt und ich  //  No Comments

Die heutige Gesellschaft wird öfters auch “Wegwerfgesellschaft” bezeichnet – meines Erachtens zu recht. Denn wer trägt heute noch seinen defekten Aldi-Billigfernseher zum Schrauber um die Ecke um diesen reparieren zu lassen? – Niemand, abgesehen davon ist das auch fast unmöglich, ich kann mich noch an meine Zeit erinnern als ich solche Geräte repariert habe, es war ein Spiesrutenlauf sonders gleichen um überhaupt die notwendigen Ersatzteile zu bekommen.

Apple unterstützt diese Mentalität in dem defekte Akkus von iPads nicht ausgetauscht werden, sondern gleich das ganze Gerät. Was mit dem alten Teil passiert, steht derzeit noch in den Sternen, vermutlich wird man bald reparierte Geräte von Apple in einem Store finden, die es dann als B-Ware günstiger gibt. Mit einigen anderen Geräten wird das bereits praktiziert.

Der Austausch eines defekten Akkus Geräts kostet schlappe 99 USD zzgl. einer Versandkostenpauschale von 6,95 USD. Apple erhält das alte Gerät zurück, bietet natürlich auch einen Service am Rande zur Migration der Daten an und kann dieses erneut vergünstigt weiter verkaufen. So macht man an einem Gerät gleich 3 x Gewinn.

Ich frage mich ernsthaft warum manche Obstanhänger nicht kapieren wie man da abgezogen wird. Das iPad ist für mich nicht mehr als ein Gerät das beim Kauf schon zur Entsorgung vorgesehen ist, von Freiheit in der Softwarewahl kann keine Rede sein, wenn man sich ansieht wie Apple in seinem Appstore diktiert welche Software zur Verfügung steht.

Mrz
9

Fotolia und die Bilder

By pyloor  //  Die Welt und ich  //  No Comments

Zugegeben als Pirat mag ich solche Dienste überhaupt nicht. Leider bieten aber die CC Services, auf denen man die Bilder meist kostenfrei unter einer Creative Commons Lizenz erhält allerdings nicht das Gesuchte. So auch in unserem Fall. Auf der Suche nach einem neuen Headerbild für den Admindienst Ihr-Linuxadmin blieb mir leider nichts anderes übrig als doch den Bilderservice zu bedienen.

Die Kosten sind doch recht happig, so kommt 1 Credit mit 1,20€ daher, wenn man 21 Credits im Paket kauft, zahlt man nur 24€, das ist immerhin eine Ersparnis von 6 Cent / Credit (also lächerlich). Nachdem man dann sich durch Verträge, Lizenzbedingungen und anderen Wust geschlagen, den Betrag für die Credits dann auch per Vorkasse (Kreditkarte, PayPal oder Click&CryBuy) beglichen hat, erhält man die gewünschte Grafik dann entweder als Anzeige, Email oder Downloadlink.

Fazit:
Wenn einem nichts anderes übrig bleibt und man qualitativ hochwertige Grafiken braucht, sind solche Dienste sicherlich eine Anlaufstelle, wenn auch nicht die Erste. Ich empfehle dennoch jeden vorher bei Creative Commons Quellen zu suchen und auf keinen Fall einfach Bilder aus Google zu beziehen, denn der Abmahner wartet schon hinter der nächsten Ecke. (Als Beispiel einfach mal nach Marions Kochbuch suchen). Ich hoffe dass uns die neue Grafik nun viele neue Kunden für unsere günstigen SSL Zertifikate ab 14,44 € beschert :)

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