Einem Bericht auf Golem zufolge, zieht der Verbund hinter Giropay, bestehend aus Sparkassen, Postbank und der Volksbanken und Raiffeisenbanken, gegen Sofortüberweisung vor Gericht. Hintergrund der Klage soll sein, dass Sofortüberweisung unlauteren Wettbewerb betreibe und Bestandskunden zur Preisgabe der sensiblen Daten wie PIN und TAN anstiften.
Dies würde vor allem auch die Sicherheit des Onlinebankings einschränken, so die Banken. Der Streitwert vor dem LG Köln liegt bei 300.000 Euro, kein kleines Unterfangen also.
Ich sehe bei der Klage wenig Chancen, denn Sofortüberweisung hat schon früher vorgesorgt und neben einer Zertifizierung durch den TÜV als auch eine Versicherung für Schadensfälle abgeschlossen. So ist auf der Internetseite unter Sicherheit zu entnehmen:
Bei dem Dienst sofortüberweisung.de ist es bisher zu keinen Missbräuchen gegenüber Endverbrauchern gekommen (TÜV-zertifiziertes Online-Zahlungssystem). Vorsorglich weisen wir dennoch darauf hin, dass es Banken und Sparkassen gibt, die davon ausgehen, dass die Nutzung des Dienstes sofortüberweisung.de wegen der Verwendung Ihrer PIN und TAN zu einer Haftungsverlagerung bei etwaigen Missbrauchsfällen durch Dritte führt. Dies kann dazu führen, dass im Missbrauchsfall Ihre Bank sich weigert, den Schaden zu übernehmen und im Ergebnis Sie den Schaden zu tragen haben.
Vorsorglich hat daher der Betreiber des Dienstes sofortüberweisung.de eine Versicherung abgeschlossen, die in Höhe von bis EUR 5.000,– je Schadensfall bei PIN- und TAN- Missbrauch die Payment Network AG für Haftungsfälle rückversichert.
Ich kenne Sofortüberweisung noch aus den Kinderschuhen, damals hat sich kaum einer darum gekümmert, mittlerweile liest man es immer öfters. Ich vertraue solchen Zahlproxies allerdings nicht, sondern nutze wenn dann direkt Giropay oder die gute alte Überweisung.
Wer am Anfang des Jahres nach einer durchzechten Silvesternacht sich mit letzter Kraft zum nächsten Geldautomaten gehievt hat, dürfte dort bitter enttäuscht worden sein, denn dank eines Softwarefehlers wurde die Karte nicht erkannt bzw. als fehlerhaft vom Geldautomaten zurückgewiesen.
Was ist passiert?
Nein es liegt nicht an den 2 Promille, sondern an einem Chip auf der Karte, der scheinbar auf das neue Jahr nicht vorbereitet ist, bzw. einen Fehler birgt. Anfangs betraf es scheinbar nur die Post- und Commerzbank, mittlerweile sprechen wir von einer Größenordnung von 30 Millionen Karten aller Institute inkl. Sparkassen. Betroffen sind allerdings nur Karten die einen Geldkarten Chip haben. Dieser EMV Chip ist offenbar fehlerhaft. In diesen Chips arbeiten Mikroprozessoren, die das Plastikteil gegen Missbrauch schützen sollen.
Ein Sicherheitsrisiko soll nach Auskunft des ZKA zu keinem Zeitpunkt bestanden haben. Wie auch, das Ergebnis ist ja derzeit dass niemand mehr Geld abheben kann, da die PIN nicht verifiziert werden kann. Sicherer geht’s nicht, allerdings nützt das wenig, wenn dringend Geld benötigt wird.
Die Banken arbeiten derzeit mit Hochdruck zusammen mit dem Hersteller um eine Lösung zu finden. Nach neuesten Informationen, sollen die ersten Bankautomaten seit Montag Abend wieder funktionieren, dies erreichte man durch eine Anpassung der Konfiguration. Schwieriger soll es bei den Kartenlesern in Geschäften und vor allem im Ausland werden. Für Reiselustige empfiehlt man sogar wieder Reiseschecks, die eigentlich schon kurz vor dem Aussterben waren. So zeigt es sich wieder, dass Papier in manchen Punkten einfach besser als elektronische Plastikkarten ist.
Wie bereits geschrieben habe ich den Server hier auf LightTPD umgestellt. Dabei müssen die rewrite Regeln umgeschrieben werden, da Wordpress nur standardmäßig für Apache fertige Regeln mitbringt. Für die Nachwelt stelle ich diese hier gern zur Verfügung:
url.rewrite = (
"^/(wp-.+).*/?" => "$0",
"^/(sitemap.xml)" => "$0",
"^/(xmlrpc.php)" => "$0",
"^/(.+)/?$" => "/index.php/$1"
)
Diese Regeln funktionieren nur für das auf diesem Blog angewendete Format: /Jahr/Monat/Tag/Postname.
Author:
NetAndroid
Jul
23
Unsere geschätzte *würg* Familienministerin hat sich durch ein Interview mit der Rheinischen Post mal wieder einwandfrei selbst bloßgestellt, dass sie überhaupt keine Ahnung vom Internet hat, solange dieses nicht in gedruckter Form vor ihr auf dem Tisch liegt.
Man sollte ihre Bürodamen eine e-Mail schicken, die sollen mal auf Wikipedia nachlesen was die Netikette ist, diese ausdrucken und Frau von der Laieyen vorlegen. Dann wüsste sie, dass es den von ihr heute geforderten Verhaltenskodex schon lange gibt.
Zusammen mit Nutzern und Betreibern soll dieser nun entwickelt werden. Damit soll dann auch das Stopp Schild in Chats wie IRC, ICQ und anderen Diensten Einzug halten, wenn man etwas böses zu einem anderen sagt.
Und weil es so schön ist, löst der neue Stopp-Schild-Chat-Verhaltenskodex auch gleich noch das Mobbingproblem unter Jugendlichen, denn nach ihrer Auffassung wird ja auch im Schultag das Anti-Mobbing durch Vertrauenslehrer und Streitschlichter eingefordert.
Immerhin hat die Stopp-Schildministerin nun zurückgerudert und die über 130 000 Petenten nicht mehr als Kinderporno Befürworter verteufelt, sondern das Engagement begrüßt und nimmt diese nun politisch und menschlich ernst.
Na ob man darauf stolz sein will, von ihr ernst genommen zu werden ?
Author:
NetAndroid
Jun
16
Am kommenden Donnerstag, den 18. Juni, wird im Bundestag die zweite und dritte Lesung zum “Gesetz zur “Bekämpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen” stattfinden. Wie bereits bei der ersten Lesung am 6. Mai wird die Piratenpartei auch hier wieder sehr genau hinhören und die Debatte kritisch beobachten. Christian Koch, Vorsitzender der Piratenpartei Niedersachsen erklärt dazu: “Die Diskussionen in den letzten Tagen ließen uns ein wenig Hoffnung, dass dieses Zensur-Gesetz den Bundestag doch nicht passiert, sondern dahin kommt, wo es hingehört: In den Papierkorb. Wir können es nicht oft genug wiederholen, und hoffen, dass nun endlich auch CDU/CSU und die SPD es verstehen: Dieses Gesetz dient nur dazu, eine Zensur in Deutschland zu etablieren. Es schützt kein Kind vor sexuellem Missbrauch und unterbindet nicht die Verteilung von kinderpornografischem Material.” Daran ändern auch die von der Familienministerin immer neu erfundenen Märchen nichts, die schließlich auch durch die kleine Anfrage der FDP endgültig entkräftet wurden. Selbst die Bundesländer versagen schon ihre Zustimmung im Bundesrat. “Frau von der Leyen sollte endlich zu allen Bürgern in Deutschland und auch sich selbst ehrlich sein, sich entschuldigen und das Gesetzesvorhaben aufgeben. Dies ist der einzige Weg mit dem Sie ihre Glaubwürdigkeit nicht vollends verliert und dem Ansehen ihrer Partei und ihrem eigenen nicht noch mehr Schaden zufügt als bereits geschehen.” so Koch weiter. Es ist absehbar, dass selbst bei einem Scheitern des Gesetzes auf Bundesebene, die Pläne zur Zensureinführung noch nicht vom Tisch sind. Denn nun hat sich auch die SPD auf ihrem Bundesparteitag am vergangenen Wochenende endgültig blenden und einbinden lassen, und wird das Gesetz nicht grundsätzlich ablehnen. Es wird also weiter mit allen Mitteln versucht werden, eine Zensur über den Bundestag oder das europäische Parlament zu etablieren. Letzteres haben die Innenminister der 27 EU-Staaten gerade erst vergangene Woche erneut bekräftigt. Es gilt also für uns alle, die die Grundrechte achten und wahren, aufzupassen und aktiv zu werden, um diese Zensurmaßnahmen zu verhindern. Der Kampf für den Erhalt unserer demokratischen Maxime ist noch nicht vorbei. Koch abschließend: “Wir empfehlen allen Politikern, am Donnerstag im Bundestag gegen die Einführung dieses Gesetzes ihre Stimme zu erheben und es zu verhindern. Wir fordern, dass im Sinne der Bürger, der angehörten Experten und der Petenten gestimmt wird – gegen die Einführung der Zensur in Deutschland!”
— Diese Pressemitteilung finden Sie im Internet unter:
http://piratenpartei.de/node/770
Pressekontakt: Jens Seipenbusch
presse@piratenpartei.de
Tel.:0175 348 2668
Piratenpartei Deutschland
Postfach 02 46 69
10128 Berlin
Die Piratenpartei Deutschland (PIRATEN) beschäftigt sich mit den entscheidenden Themen des 21. Jahrhunderts. Das Recht auf Privatsphäre, eine gläserne Verwaltung, eine Modernisierung des Urheberrechtes, freies Wissen und freie Kommunikation sind di