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		<title>St&#228;rkerer Datenschutz bei Twitter</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Jun 2010 08:42:55 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#8220;Twitter verpflichtet sich zu besserem Datenschutz&#8221;, titelten die S&#252;ddeutsche und Heise k&#252;rzlich. Ein Titel, der meiner Meinung nach nicht stimmt. Hier w&#252;rde sich als Titel wohl eher &#8220;Twitter wurde zu besserem Datenschutz verdonnert&#8221; eignen, denn Twitter wurde von der Federal Trade Commission -immerhin eine US Beh&#246;rde- zu sch&#228;rferen Sicherheitsma&#223;nahmen verdonnert. &#8220;Wenn ein Unternehmen seinen Nutzern [...]]]></description>
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<p>&#8220;Twitter verpflichtet sich zu besserem Datenschutz&#8221;, titelten die <a href="http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1006092" target="_blank">S&#252;ddeutsche</a> und <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Twitter-verpflichtet-sich-zu-besserem-Datenschutz-1028933.html" target="_blank">Heise</a> k&#252;rzlich. Ein Titel, der meiner Meinung nach nicht stimmt. Hier w&#252;rde sich als Titel wohl eher &#8220;Twitter wurde zu besserem Datenschutz verdonnert&#8221; eignen, denn Twitter wurde von der Federal Trade Commission -immerhin eine US Beh&#246;rde- zu sch&#228;rferen Sicherheitsma&#223;nahmen verdonnert. &#8220;Wenn ein Unternehmen seinen Nutzern verspricht, dass ihre pers&#246;nlichen  Daten sicher sind, dann muss es dieses Versprechen auch einhalten&#8221;, <a href="http://www.ftc.gov/opa/2010/06/twitter.shtm" target="_blank">so David Vladeck</a>, der die Verbraucherschutzbeh&#246;rde vertritt.</p>
<p>Insbesondere die zu simplen Administrator Passw&#246;rter von Twitter wurden von der Beh&#246;rde bem&#228;ngelt, durch welche es nach Festellung der Beh&#246;rde gelungen war, Anfang 2009 die Kontrolle &#252;ber die komplette  Webseite zu &#252;bernehmen.</p>
<p>Der eindringling, der sich Zugriff zu <a href="https://twitter.com/barackobama" target="_blank">Obama&#8217;s Twitter</a> Account verschafft  hatte, ist in einer Donnerstag endenden Verhandlung zu einer  Bew&#228;hrungsstrafe verurteilt worden. Er gab an, pers&#246;nliche Daten &#252;ber  Mitarbeiter von Twitter gesammelt zu haben und daraus auf deren  Passw&#246;rter geschlossen zu haben &#8211; erfolgreich, in einem Fall.</p>
<p>Die Beh&#246;rde will die Umsetzung zu der Sie Twitter verdonnert hat &#252;berwachen, wobei Twitter <a href="http://blog.twitter.com/2010/06/ftc-announcement.html" target="_blank">betont</a>, die meisten Dinge bereits schon vorher umgesetzt zu haben.</p>

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		<title>Zensus 2011</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 23:35:55 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Klammheimlich wurde 2009 das Zenusgesetz verabschiedet, so dass die wenigsten davon wissen. 2011 steht eine neue Volksz&#228;hlung an. Bei dieser Volksz&#228;hlung wird allerdings nicht wie erwartet jeder vorgeladen und gez&#228;hlt, sondern es werden die Daten verschiedener Datenbanken zusammen gef&#252;hrt. Genau dabei liegt aber die Gefahr, allein Daten miteinander zu verkn&#252;pfen sollte die Datensch&#252;tzer auf den [...]]]></description>
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<p>Klammheimlich wurde 2009 das Zenusgesetz verabschiedet, so dass die wenigsten davon wissen. 2011 steht eine neue Volksz&#228;hlung an. Bei dieser Volksz&#228;hlung wird allerdings nicht wie erwartet jeder vorgeladen und gez&#228;hlt, sondern es werden die Daten verschiedener Datenbanken zusammen gef&#252;hrt. Genau dabei liegt aber die Gefahr, allein Daten miteinander zu verkn&#252;pfen sollte die Datensch&#252;tzer auf den Parkett rufen. In Deutschland wird das registergest&#252;tzte Zenusverfahren durchgef&#252;hrt werden, dabei werden die Daten aus den Melderegistern sowie der Bundesagentur f&#252;r Arbeit erhoben. Zus&#228;tzlich sollen allerdings Stichproben von einzelnen B&#252;rgern mit der traditionellen Methode (Fragebogen) in denen auch Daten wie Ausbildung etc. abgefragt werden.</p>
<p>Rein rechtlich kann gegen den Zensus ebenfalls was unternommen werden und es geht auch bereits voran: Die B&#252;rgerrechtsorganisation FoeBuD hat am gestrigen Dienstag, 12.00 Uhr begonnen Unterschriften f&#252;r die Unterst&#252;tzung einer Verfassungsbeschwerde zu sammeln.</p>
<p>Nach wenigen Stunden waren es bereits &#252;ber 1500 Zeichner, Tendenz steigend.</p>
<p>Unter zensus11.de kann jeder bis 12.Juli 2010 mitzeichnen und sich gegen den Zensus aussprechen.</p>
<p>Auch die Piratenpartei besch&#228;ftigt sich mit dem Zensus und hat bereits im Wiki erfasst, wie ein Zensusdatensatz zur &#220;bermittlung aussehen wird. Weitere Infos unter <a href="http://wiki.piratenpartei.de/Zensusdatensatz">http://wiki.piratenpartei.de/Zensusdatensatz</a></p>

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		<title>Clouds und pers&#246;nliche Daten</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 05:37:26 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Thilo Weichert, einer der einflussreichsten Datensch&#252;tzer kritisiert, dass bestehende Cloudangebote fast durchgehend nicht mit dem geltenden Datenschutzrecht vereinbar w&#228;ren. Fazit: Keine personenbezogenen Daten in den “Wolken” Clouds werden immer beliebter, nach dem Amazon mit seiner EC2 den Vorsto&#223; daf&#252;r gemacht hat. Der Vorteil bei solchen Wolken ist dass durch den Zusammenschluss mehrerer Rechner zu einer [...]]]></description>
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<p>Thilo Weichert, einer der einflussreichsten Datensch&#252;tzer kritisiert, dass bestehende Cloudangebote fast durchgehend nicht mit dem geltenden Datenschutzrecht vereinbar w&#228;ren. Fazit: Keine personenbezogenen Daten in den “Wolken”</p>
<p>Clouds werden immer beliebter, nach dem Amazon mit seiner EC2 den Vorsto&#223; daf&#252;r gemacht hat. Der Vorteil bei solchen Wolken ist dass durch den Zusammenschluss mehrerer Rechner zu einer einheitlichen abstrahierten Infrastruktur welche &#252;ber das Netzwerk entweder gro&#223;e Datenspeicher, Programmpakete oder Programmierumgebungen bereit stellen. Durch die Virtualisierung, welche die Basis der Wolke bildet, wird ausserdem erm&#246;glicht dass Webservices vollautomatisch erzeugt und gewartet werden k&#246;nnen; eine Verringerung der Mensch-Maschine-Interaktion stellt sich zunehmend ein. Cloud Computing hat einen weiteren Vorteil: Alle Kapazit&#228;ten werden dynamisch bereit gestellt, sprich CPU Leistung, RAM und Plattenplatz. Die Illusion der unendlichen Ressourcen die man nach belieben nutzen kann, wird damit ein St&#252;ckchen greifbarer.</p>
<p>Doch wie verhalten sich Clouds bei personenbezogenen und damit sch&#252;tzenswerten Daten?</p>
<p>Tats&#228;chlich ist eine Cloud f&#252;r den Benutzer nicht weiter definiert. Das einzige was er weiss ist, dass viele Rechner durch Virtualisierung zusammen geschlossen wurden und ihm quasi eine beinahe unendlich gro&#223;e nutzbare Rechenleistung zur Verf&#252;gung stellen. Wer auf der Cloud zudem sich bewegt, wo die Rechner physikalisch betrieben werden, bleibt dem Benutzer verwehrt. Er begibt sich mit dem ersten Schritt auf die Wolke auch in einen Nebel wenn es um die technischen Details geht.</p>
<p>Am Beispiel von Amazon verh&#228;lt es sich nun so, dass die Server in unterschiedlichen L&#228;ndern betrieben werden, laut der Amazon Webseite stehen diese Server in: Virginia, California, Irland und Singapur. Kein Server davon steht in Deutschland und w&#228;re damit auch deutschen Gesetzen unterworfen.</p>
<p>Und genau da liegt der Knackpunkt. Vor allem in den USA aber auch in anderen Staaten ist es m&#246;glicherweise den Ermittlungsbeh&#246;rden erlaubt auf solche Clouds zu zugreifen. Wenn nun dort personenbezogene Daten oder gar Buchhaltungsinformationen eines Unternehmens lagern, mag man sich nicht ausmalen was mit den Daten passiert – nein man bekommt es noch nicht einmal mit.</p>
<p>Die Preise f&#252;r solche Wolken liegen dennoch im Centbereich und sind f&#252;r einige lastintensive wie auch netzwerkintensive Anwendungen durchaus interessant. Mein Tipp: Sch&#252;tze Deine Daten durch Verschl&#252;sselung. Gerade die Algorithmen Blowfish und AES haben sich durch besondere “Haltbarkeit” bew&#228;hrt und werden auch von Banken eingesetzt. Abschlie&#223;end sei erw&#228;hnt, dass man auf solchen Clouds generell nur unwichtige Daten oder Testdaten verarbeiten sollte, solange der Anbieter a) nicht in Deutschland ist und b) ein entsprechendes Vertrauensverh&#228;ltnis vorweisen kann, dass die Daten auf den Systemen auch wirklich sicher sind.</p>

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		<title>Parteisch&#228;digung deutlich gemacht…</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 01:52:36 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[… am Beispiel Sarrazin. Jeder der in der letzten Zeit die Medien um den umstrittenen Exsenator Thilo Sarrazin verfolgt hat, wird die Frage nach Parteisch&#228;digung anhand seiner &#196;usserungen &#252;ber Kopftuchm&#228;dchen und anderen Entgleisungen mit Ja beantwortet haben. Als Piratenparteimitglied hat man diese Frage nicht nur bejaht sondern das Ja gleich &#252;ber alle Berge und T&#228;ler [...]]]></description>
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<p>… am Beispiel Sarrazin. Jeder der in der letzten Zeit die Medien um den umstrittenen Exsenator Thilo Sarrazin verfolgt hat, wird die Frage nach Parteisch&#228;digung anhand seiner &#196;usserungen &#252;ber Kopftuchm&#228;dchen und anderen Entgleisungen mit Ja beantwortet haben. Als Piratenparteimitglied hat man diese Frage nicht nur bejaht sondern das Ja gleich &#252;ber alle Berge und T&#228;ler geschrien.</p>
<p>Warum das so ist?   <br />Nun, wie ich neulich auch getwittert habe, die einen haben Sarrazin, die anderen Aaron K&#246;nig – jeder hat so sein P&#228;ckchen zu tragen. Bei beiden wurden &#196;usserungen festgestellt die nicht mit der Parteiseele &#252;bereinstimmten, beide wurden mit den drohenden Buchstaben PAV bedroht, im Fall Sarrazin kam es sogar zur Verhandlung, bei den Piraten wurde ein Klageantrag kurzerhand per Wiki erstellt, dass dieser allerdings a) substantiiert genug und b) ordentlich dem Schiedsgericht zugegangen ist sei dahin gestellt.</p>
<p>Die Landesschiedskommision der SPD hat nun ein Urteil gef&#228;llt und ich finde, dass man sich dieses genau durchlesen sollte, vielleicht denkt der ein oder andere Pirat noch einmal nach, bevor er nach Parteiausschluss schreit.</p>
<p>Im Urteil der Schiedskommission wurde best&#228;tigt, dass Rassismus innerhalb der SPD nicht geduldet werde, Sarrazins &#196;u&#223;erungen aber die Voraussetzungen daf&#252;r nicht erf&#252;llen w&#252;rde, da er im Falle der Kopftuchm&#228;dchen sich rein auf Araber und T&#252;rken bezogen h&#228;tte, die eine “produktive Funktion f&#252;r den Obst- und Gem&#252;sehandel” h&#228;tten und zudem st&#228;ndig “neue Kopftuchm&#228;dchen” produzieren w&#252;rden. Die Definition des Rassismus erfordert es dar&#252;ber hinaus, dass alle Migrantengruppen gleicherma&#223;en abgewertet werden; Sarrazin hob aber hervor, dass Vietnamesen und Osteurop&#228;er integrationswillig seien, br&#228;chten &#252;berdurchschnittliche Erfolge in zweiter Generation zu Tage. Bei Juden stellte er sogar einen 30 Punkte h&#246;heren Intelligenzquotienten dar.</p>
<p>Er hatte es in seiner damaligen Aussage also lediglich auf Araber und T&#252;rken abgesehen.</p>
<p>Das Schiedsgericht kritisierte weiter, dass Sarrazin auf den ersten Blick gegen das Menschenbild des Grundsatzprogramms versto&#223;e: Seine &#196;u&#223;erungen zeugten “von einem sehr pessimistischen Menschenbild”, er gebe n&#228;mlich 20 % der Bev&#246;lkerung verloren und sei der Meinung, diese m&#252;ssten sich “auswachsen”. Die Schiedskommission beanstandete im Gegenzug die &#196;u&#223;erungen Sarrazins nicht, dass alle zugezogenen Ausl&#228;nder auch die deutsche Sprache beherrschen m&#252;ssten. In der Entscheidung ist zu lesen: “Die Praxis anderer anerkannter Rechtsstaaten, wie etwa der Vereinigten Staaten, die ein anderes System des Zuzugs praktizieren, sollte auch innerhalb der SPD offen diskutiert werden k&#246;nnen.”</p>
<p>Und wo ist nun die Parallele zur Piratenpartei?</p>
<p>Das ist einfach: Wie ich schon fr&#252;her geschrieben habe, erlebe ich immer wieder, dass sobald ein Parteimitglied gleich welchem Organ es angeh&#246;rt, eine &#196;u&#223;erung oder Handlung macht, die der Parteibasis widerf&#228;hrt, direkt nach Parteiausschluss, Rauswurf und drastischen juristischen Ma&#223;nahmen gebr&#252;llt(!) wird. Dabei wird vor allem das Wort: Parteischaden, als universelle Waffe verwendet um ein Argument f&#252;r den Rauswurf zu haben. Doch was ist letztlich Parteischaden? &#220;ber diese Begrifflichkeit sollten sich viele erst einmal bewusst werden. Gerade das Beispiel Sarrazin zeigt, das selbst solche krassen &#196;u&#223;erungen die er vom Stapel gelassen hat, eben nicht als Parteisch&#228;digung gewertet wurden und damit den Rauswurf aus der SPD bef&#252;rwortet h&#228;tten.</p>
<p>Was ist also Parteischaden?</p>
<p>Um Parteischaden festzustellen, muss man sich auf die Suche nach dem Schaden machen. Als Beispiel k&#246;nnte ich mir nun vorstellen, dass es zu einer Handlung kommt die schwerwiegend gegen die Parteidogmen der Piratenpartei versto&#223;en; die Presse dies aufnimmt und uns durch den Dreck zieht.   <br />Und mit Presse meine ich nicht solche G&#252;lleblogs wie Fix!MBR (auf Link extra verzichtet), sondern auf Presse (Spiegel, FAZ, …).    <br />Ferner ist eine Sch&#228;digung eingetreten, wenn massenhaft aufgrund der geschehenen Handlung Mitglieder austreten und auch bei Versuchen hier noch g&#252;tliche Gespr&#228;che zu f&#252;hren, diese auch nicht wieder eintreten. Unter massenhaft verstehe ich im &#220;brigen mehr als 10 ;). Ein weiteres deutliches Signal kann sein, wenn die Landesverb&#228;nde sich geschlossen von dieser Handlung distanzieren, es also zu einer Abstandshaltung durch Verb&#228;nde und Gliederungen kommt.</p>
<p>Jeder, dem nun eine Handlung oder Aussage in Zukunft missf&#228;llt m&#246;ge bitte vorher sich die Frage im Geiste stellen: Wo ist der Parteischaden und wie weise ich diesen nach?</p>
<p>Erst wenn diese Frage einwandfrei beantwortet werden kann, man die Beweise daf&#252;r gesichert und eine Klageschrift auch substantiiert w&#228;re, sollte zum Wort Parteiausschluss und Parteischaden greifen, alles andere ist reine Demagogie, die uns vermutlich mehr schadet als die eigentliche Handlung – Warum das so ist werde ich in meinem baldigen Blogeintrag “Ursache und Wirkung in der Piratenpartei” noch einmal genauer klarstellen.</p>

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		<title>Weserspucker P&#246;belknechte</title>
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<p>Dieser Begriff fiel mir just in dem Augenblick ein, als ich &#252;ber Twitter nachfolgendes Bild in meiner Timeline wahrnahm:</p>
<p><a href="http://schwarz-weiss.cc/wp-content/uploads/2010/03/dIGGQmbc6TaR1SDa.jpg"><img style="border-right-width: 0px; display: block; float: none; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; border-left-width: 0px; margin-right: auto" title="dIGGQmbc6TaR1SDa" border="0" alt="dIGGQmbc6TaR1SDa" src="http://schwarz-weiss.cc/wp-content/uploads/2010/03/dIGGQmbc6TaR1SDa_thumb.jpg" width="520" height="393" /></a></p>
<p>Das in dem Artikel geschriebene ist der geistige Erguss eines kleinen P&#246;belknechts der scheinbar nicht nur schlecht informiert sondern auch noch derartig politisch ungebildet ist, dass ein solcher Beitrag verfasst wurde. Der Chefredakteur der Zeitung kann einem richtig leid tun, wenn er zu seinen Mannen einen solchen Autoren z&#228;hlen muss. Ich habe mir nun schnell eine Email zur Hand genommen und folgende Zeilchen verfasst:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrter Herr Lohmann,      <br />sehr geehrter Herr G&#246;tte,       <br />sehr geehrte Damen und Herren, </p>
<p>soeben habe ich Ihren in meinen Augen ketzerischen Artikel &#252;ber die Piratenpartei Deutschland in ihrem Blatt &quot;Wesersprucker&quot; wahrgenommen. Es ist schockierend, dass ein solcher Artikel &#252;berhaupt &#252;ber die Pr&#252;fungen durch die Redaktion hinaus, es geschafft hat in den Druck zu gelangen. </p>
<p>Die in dem Artikel vorgebrachten &#196;u&#223;erungen stellen f&#252;r mich zum einen eine massive Beleidigung dar, da Sie die Piratenpartei in Verbindung mit P&#228;dophilie und P&#228;derasten in einem Satz nennen, zudem stelle ich aber auch die Verletzung des rechtsstaatlichen Gebots der Unschuldsvermutung f&#252;r unser Parteimitglied J&#246;rg Tauss fest. Von den abwertenden Andeutungen gegen&#252;ber internetaffiner Menschen, m&#246;chte ich hier gar nicht weiter sprechen, da es ihnen aus meiner Sicht nicht geschadet h&#228;tte, vorher noch einmal in die B&#252;cher zum Leitfaden f&#252;r Qualit&#228;tsjournalismus zu &quot;glotzen&quot;, dem es scheinbar ihrem Autoren sowie der Redaktion geh&#246;rig fehlt. </p>
<p>Zu den Beleidigungen sei angemerkt, dass Sie sich damit l&#252;ckenlos in die Reihen der Ex-Familienministerin von der Leyen oder Herrn von und zu Guttenberg einreihen, der all jenen unterstellt hat, dass selbige p&#228;dophil sein k&#246;nnten, die lediglich in der Lage seien ihren PC derart zu bedienen, dass eine Umgehung der DNS Sperren f&#252;r kinderpornographische Inhalte m&#246;glich ist. Es ist weiterhin bedauerlich, dass hier nicht auf Qualit&#228;t in der Recherche wert gelegt wurde, sondern reine Polemik das &quot;Geschreibsel&quot; bestimmt hat. Ob dies ein gutes Licht auf ihr &quot;Blatt&quot; wirft sei dahin gestellt; schon jetzt sehe ich aber den Namen darin begr&#252;ndet, dass Sie scheinbar vorgeben was mit diesem Papier am besten zu tun ist: einfach darauf zu spucken und in die Weser oder vergleichbares Abwasser zu werfen. </p>
<p>Hinsichtlich der Missachtung der Unschuldsvermutung zu unserem Parteimitglied J&#246;rg Tauss, verliere ich wenigstens die Worte, dass solange er nicht rechtskr&#228;ftig verurteilt ist, eine mediale Verurteilung, wie diese bereits geschehen ist, verachtungsw&#252;rdig ist. Ich hoffe, dass sofern Sie selbst einmal in Verlegenheit hinsichtlich eines Vergehens gelangen, ihnen nicht selbiges widerf&#228;hrt. </p>
<p>Mit freundlichem Gru&#223; </p>
<p>Dominique Schramm      <br />Parteimitglied</p>
</blockquote>
<p>Mal sehen ob auf diese Email eine Erwiderung eingeht, gerne werde ich dazu wieder berichten.</p>

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		<title>Vorratsdatenspeicherung gekippt &#8211; Ohrfeige f&#252;r Gesetzgeber</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 09:47:22 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Deutschland hielt den Atem an. Heute um 10.00 Uhr war die Verk&#252;ndung des Urteils des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe zu der umstrittenen Vorratsdatenspeicherung. Die Vorgaben selbst kommen dabei von der EU, die eine Speicherung zu Strafverfolgungszwecken erlassen hat, wie diese umgesetzt wird obliegt aber wieder den L&#228;ndern selbst. Deutschland hat hier durch die Regelungen in den [...]]]></description>
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<p>Deutschland hielt den Atem an. Heute um 10.00 Uhr war die Verk&#252;ndung des Urteils des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe zu der umstrittenen Vorratsdatenspeicherung. Die Vorgaben selbst kommen dabei von der EU, die eine Speicherung zu Strafverfolgungszwecken erlassen hat, wie diese umgesetzt wird obliegt aber wieder den L&#228;ndern selbst. Deutschland hat hier durch die Regelungen in den §§113a,b TKG allerdings zu viel zur Speicherung veranlasst.</p>
<p>Das Bundesverfassungsgericht hat in seiner Urteilsverk&#252;ndigung festgestellt, dass</p>
<blockquote><p>1. Die Gesetze in der derzeitigen Form verfassungswidrig und damit nichtig sind</p>
<p>2. Die bisher gespeicherten Daten s&#228;mtlich zu l&#246;schen sind</p></blockquote>
<p>Damit ist die Vorratsdatenspeicherung gekippt, die Daten m&#252;ssen gel&#246;scht werden und die Aktivisten die jahrelang gegen dieses Vorhaben gek&#228;mpft haben, ernten einen dicken Sieg am Punktekonto. Auch ich habe mich an der Verfassungsbeschwerde als einer von &#252;ber 34000 Beschwerdef&#252;hrern beteiligt. Besonderer Dank gilt aber vor allem dem Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung die bis zur Selbstaufgabe tag t&#228;glich mit Infost&#228;nden und vielen Aktionen gegen dieses Vorhaben gek&#228;mpft haben.</p>
<p>Dennoch, um die Euphorie ein wenig zu bremsen, wird eine Form der Speicherung von Verbindungsdaten auf uns zukommen. Das Bundesverfassungsgericht hat zwar die bereits verabschiedeten Gesetze, mit dem st&#228;rksten Mittel, n&#228;mlich der Nichtigkeitserkl&#228;rung, gekippt, einer generellen Nichtigkeit der Richtlinie die aus Br&#252;ssel stammt, folgt das Gericht nicht. So muss jetzt unter den strengen Vorgaben, die das Gericht gegeben hat, eine neue Version der Vorratsdatenspeicherung aufgelegt werden, die dann aber ausschlie&#223;lich im Rahmen der Strafverfolgung zu nutzen ist. Das bedeutet, dass bei Er&#246;ffnung eines Ermittlungsverfahrens wegen eines schweren Verbrechens durchaus die Speicherung stattfinden kann und aus meiner Sicht auch soll, eine verdachtsunabh&#228;ngige Speicherung ist und bleibt aber unzul&#228;ssig.</p>
<p>Zur Speicherung von Verbindungsdaten bei Verbrechen habe ich pers&#246;nlich nichts, aber auch da, und diese Vorgaben machte auch das Bundesverfassungsgericht, haben Regularien zu gelten, die einen besonderen Umgang mit diesen Daten beschreiben. Auch wenn die Vorratsdatenspeicherung nun erst einmal vom Tisch ist, so werden wir Piraten und auch der AK Vorrat dennoch weiterhin die Sache im Blick haben, damit nun nicht unter dem Deckmantel der Terrorbek&#228;mpfung nicht doch wieder eine &#228;hnliche Art der gekippten Vorratsdatenspeicherung eingef&#252;hrt werden wird.</p>

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		<title>Kommunikation in der Piratenpartei</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 13:53:57 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wer am Ende des Beitrages angelangt ist und sich diesen ersten Satz noch einmal durchliest, wird mir beipflichten, dass dieser Beitrag &#252;ber die Kommunikation innerhalb der Piratenpartei eher kritischer Natur ist, als dass er lobend geschrieben wurde. Hintergrund ist nicht ein Versuch der Bew&#228;ltigung von Unstimmigkeiten, die ich durch j&#252;ngste Entwicklungen mit meiner Partei habe, [...]]]></description>
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<p>Wer am Ende des Beitrages angelangt ist und sich diesen ersten Satz noch einmal durchliest, wird mir beipflichten, dass dieser Beitrag &#252;ber die Kommunikation innerhalb der Piratenpartei eher kritischer Natur ist, als dass er lobend geschrieben wurde. Hintergrund ist nicht ein Versuch der Bew&#228;ltigung von Unstimmigkeiten, die ich durch j&#252;ngste Entwicklungen mit meiner Partei habe, sondern vielmehr der klare Fingerzeig auf Umst&#228;nde die mir als Pirat aufgefallen.</p>
<p>Bevor ich mich nun in die Kritik st&#252;rze, will ich mir die Zeit nehmen, die verschiedenen Kommunikationskan&#228;le der Piraten einmal zusammen zu fassen. Es sei angemerkt, wer aktiver Pirat ist, weiss wie schwierig das ist.</p>
<p><strong>     <br />Existierende Kommunikationskan&#228;le</strong></p>
<p><strong>1) Mailinglisten</strong></p>
<p>Mailinglisten sind der heilige Gral der Piraten. Es gibt viel zu viele davon. Jede AG, jede Gemeinschaft zur Ver&#246;ffentlichung eines offenen Briefes und selbst jedes Orgateam er&#246;ffnet als erste “Amtshandlung” eine Mailingliste. W&#252;rde man alle Mailinglisten der Piraten abonnieren wollen, w&#252;rde man sich einer Flut von gesch&#228;tzten 200 000 Mails am Tag aussetzen, die man dann aber auch alle entsprechend zu lesen hat, denn es ist immerhin das Hauptkommunikationsmittel der Piraten auf dem alles – und ich meine wirklich alles – besprochen wird.    <br />Doch woher kommt dieser Mailinglistenfetisch, denn anders kann ich es nicht bezeichnen, wenn man sich an ein Kommunikationsmedium derart heftet? Nun ich bin der Meinung, dass der Hang zu den Mailinglisten vor allem in unserer Herkunft der Mitglieder begr&#252;ndet ist. Sehr viele Piraten, auch ich nehme mich davon nicht aus, haben ihren Ursprung in der IT Welt. Gerade im unixoiden Umfeld sind Mailinglisten, bzw. die monochrome textbasierte Variante der Kommunikation vorzufinden. Dies kann ich allein damit erkl&#228;ren, dass ich selbst als Systemadministrator auf unz&#228;hligen Linux- und Sicherheitsmailinglisten angemeldet bin. Ein Forum mit Oberfl&#228;che kommt in diesem Bereich einfach nicht zu tragen, da die Hardcore Admins mit ihrem geliebten Mutt bzw. irssi f&#252;r IRC Chats eben noch im textbasierten Umfeld h&#228;ngen, dort auch gar nicht wegwollen und damit andere ebenfalls dazu anhalten ihre Kommunikation auf gerade solche Kommunikationsmedien zu verlagern. Zugegeben es gibt Ausnahmen, auch wenn diese selten sind.</p>
<p>Ich bin mir aber – und vermutlich formieren sich schon einige die nun zum Gegenschlag gegen einen Mailinglisten&#228;chter ausholen – sicher, dass Mailinglisten eben genau nicht als Kommunikationsmittel, welches wir als <strong>Partei</strong> f&#252;r politische Arbeit ben&#246;tigen geeignet sind, sondern vielmehr als fl&#252;chtiges organisierendes und verteilendes informatives Medium genutzt werden sollen. Konkret meine ich damit, dass Mailinglisten lediglich zur Planung von Aktionen, ob nun auch z.B. das WLAN wirklich funktioniert, bzw. zur Ank&#252;ndigung eines Nicht-Flashmobs in Unterhosen an Flugh&#228;fen genutzt werden sollen, Themenkomplexe wie Bedingungsloses Grundeinkommen oder sozialere Marktwirtschaft haben aber allein schon aufgrund ihrer Tragweite den Anspruch auf Diskussion mittels eines geeigneteren Mediums.</p>
<p>Ein weiterer Minuspunkt der den Mailinglisten vorgemerkt ist, ist die Art der Diskussion. Aufgrund der Distanz eines Absenders und Schimpfboldes auf einer Mailingliste zu dem Empf&#228;ngerkreis mit Publikum aber auch dem direkten Empf&#228;nger in einer heissen Wutdiskussion, erlaubt es diesem einen Diskussionsstil zu f&#252;hren, der in einem normalen Gespr&#228;ch von Bierglas zu Bierglas nicht m&#246;glich w&#228;re. Ich habe des &#246;fteren pers&#246;nliche Attacken als auch Beschimpfungen der niedersten Kategorie auf solchen Listen wahrnehmen m&#252;ssen. Dadurch dass Mailinglisten nicht moderiert werden, zumindest habe ich bisher noch keine Moderation wahrgenommen, haben Diffamierungen und &#228;hnlich gelagertes hier eine B&#252;hne die von einigen Unholden gerne genutzt werden. Ich spreche mich nun aber nicht f&#252;r die Zensur bzw. Moderation auf Mailinglisten aus, gebe aber zu bedenken, dass diese Listen a) f&#252;r jedermann lesbar sind, b) eine Mitst&#246;rerhaftung auch f&#252;r die Partei entstehen kann und c) wir damit den Beweis der mangelnden Diskussionskultur liefern, auch wenn dieser durch einzelne, die mit derartigen w&#252;sten Emails auf sich aufmerksam machen, den eigentlichen Beweis f&#252;r die ganze Partei liefern.</p>
<p><strong>2) Newsserver</strong></p>
<p>Seit kurzem wird in einem Projekt namens “Syncom” (ich komme sp&#228;ter noch drauf zu sprechen) ebenfalls zu den Mailinglisten ein Newsserver angeboten. Letztlich ist dies nichts anderes als das einigen sicherlich noch bekannte Usenet und dabei spreche ich nun nicht von UseNext Zug&#228;ngen, um Bin&#228;rdateien zu beziehen. Ansonsten spiegelt der Newsserver selbiges wie die Mailinglisten wieder, nur dass er &#252;ber einen anderen Client bedient wird, sowie auch besondere Regelungen in der Vorhaltezeit von Nachrichten hat, ohne auf die technischen Details weiter eingehen zu wollen. Es verh&#228;lt sich also in diesem Punkt wie bei den Mailinglisten.</p>
<p><strong>3) Forum</strong></p>
<p>Jeder der sich jetzt schon freut, dass ich auf den k&#252;rzlich geschehenen Forumtransfer eingehe, wird zum jetzigen Zeitpunkt bitter entt&#228;uscht werden, da ich dazu derzeit mich &#246;ffentlich bis zur vollst&#228;ndigen Kl&#228;rung aller Umst&#228;nde nicht &#228;ussern werde. Es kann mich bei R&#252;ckfragen zur Sache selbst jeder gerne direkt kontaktieren.</p>
<p>Das Forum der Piraten wird unabh&#228;ngig von den Mailinglisten betrieben. Damit haben wir somit eine Trennung zwischen den Diskutanten auf Mailinglisten und Forum. Dieser Graben wird auch von den jeweiligen Seiten aufrecht erhalten, da die Anh&#228;nger des heiligen Grals von diesem nicht weichen, die Forenj&#252;nger ebenfalls von ihrem Maulwurfsh&#252;gel nicht abr&#252;cken. Ich kann damit mit Recht behaupten, dass wir Themen durch die Unabh&#228;ngigkeit beider Kommunikationsmedien doppelt diskutieren, die Ergebnisse aber nicht gegeneinander abgleichen sondern im schlimmsten Fall zweierlei Meinungen entstehen, die sicherlich diskutiert wurden, allerdings ohne die Argumente des anderen Lagers mit einzubeziehen.    <br />Die Vorteile eines Forums liegen dabei klar auf der Hand: W&#228;hrend man f&#252;r eine Mailingliste eine Emailadresse mit unbegrenztem Postfach (ich erinnere an die 200 000 Mails / Tag) ben&#246;tigt, sowie eine intensive Beziehung zu allen Funktionen seines Mailprogramms, ist ein Forum frei von diesem H&#252;rden und bietet daher die Einfachheit der Diskussion an. Anmelden, einloggen und Beitr&#228;ge schreiben. Auch die Lesbarkeit an sich ist ein wichtiger Punkt, bei Mailinglisten darf man noch jede Email einzeln lesen und muss sich vorangegangene Emails auch merken um der Diskussion folgen zu k&#246;nnen, die dann durch falsches oder zerrissenes Zitieren ad absurdum gef&#252;hrt wird, im Gegensatz zu einem Forum bei dem ich mir die Beitr&#228;ge en bloc zusammenh&#228;ngend durchlesen kann.     <br />Allerdings haben auch Foren ihre Kehrseite: Die Trolle w&#252;ten auch hier gleicherma&#223;en wie in den Mailinglisten. Der einzige Vorteil ist dabei dass man Benutzer deren Hauptaufgabe das Sammeln von &lt;°(((&gt;&lt; (Heringen) ist, durch Deaktivierung ihrer Accounts etwas abk&#252;hlen kann, auch wenn die K&#252;hlphase nur bis zur n&#228;chsten Sockenpuppe reicht.     <br />Ein weiterer Punkt der nicht ausser Acht gelassen werden sollte ist die Archivfunktion eines Forums, denn ein Forum ist von seiner Grundstruktur darauf ausgelegt, dass alle Beitr&#228;ge erhalten bleiben, diese indexierbar und nachlesbar sind. F&#252;r so manchen Diskutanten kann dies schnell ungem&#252;tlich werden, wenn alte Beitr&#228;ge herausgefischt und vorgehalten werden.</p>
<p><strong>4) Syncom</strong></p>
<p>Das Projekt Syncom, welches ich gerne einmal bildlich beschreiben w&#252;rde, obgleich ich Sprache und Abwasserkanalisation ungern in einen Satz presse:</p>
<p><em>Bezeichnet man die Mailinglisten, Newsserver und das Forum jeweils als Abwassersyphon f&#252;r Diskussionen, so ist Syncom die Vereinigung selbiger ohne Kl&#228;ranlagenfunktion obwohl diese dem System angedacht war und ist.</em></p>
<p>Um diese Aussage von mir nun verstehen zu k&#246;nnen, liefere ich ein paar Hintergrundinformationen zum Projekt Syncom. Die Idee des Projekts halte ich nicht f&#252;r grunds&#228;tzlich verkehrt, allerdings bin ich der Auffassung dass die Projektidee nicht gegen die Mentalit&#228;t der Piraten innerhalb der Partei gelinkt wurde. Das Syncom Projekt hat als erstes den Ansatz, dass alle drei Medien – Newsserver, Mailinglisten und Forum – miteinander verbunden werden, um eine einheitliche und gemeinschaftliche Diskussion zu zulassen. Gerade f&#252;r Diskutanten die nicht mit dem Emailprogramm Tag und Nacht arbeiten und sich eine penible Organisationsstruktur zur Verwaltung der ganzen Mailinglisten angeeignet haben, damit eher das Forum nutzen, mag dies ein gro&#223;er Schritt zur Vereinfachung an der Teilnahme von Diskussionen sein. Zus&#228;tzlich werden wir allen Lagern, sowohl den Mailinglistenanh&#228;ngern, Forenj&#252;ngern und Usenetgro&#223;eltern gerecht und bieten eine gemeinsame Basis um zu diskutieren.    <br />Bis hier hin folge ich gerne der Idee, doch nun wird es schwierig. Ein Problem der Piraten ist, dass auf Mailinglisten und anderen Kommunikationsmedien viel diskutiert wird, die Ergebnisse und auch die Essenz aus den Diskussionen dann aber auf den Mailinglisten gerne versiegen. Ich erkl&#228;re dies gerne bildlich damit, dass ein Entwickler alle Energie in die Entwicklung einer Anwendung steckt, f&#252;r die Dokumentation meist aber nur eine schmucklose Textdatei mit technisch-kyrillischen Anweisungen herhalten muss. Die Piraten halten dies &#228;hnlich, diskutiert wird viel, Ergebnisse im Wiki sind dann eher d&#252;nn besiedelt.</p>
<p><strong>5) Wiki</strong></p>
<p>Das Wiki, eigentlich ebenfalls mit einem Satz beschreibbar: </p>
<p><em>Eine von Vogonisten gef&#252;llte Datencloake ohne Struktur und &#220;bersicht.</em></p>
<p>Auch hier liefere ich gerne die Erkl&#228;rung dazu. Als erstes sind die Vogonisten hier nicht mit den Vogonen aus dem Film “Per Anhalter durch die Galaxis” zu vergleichen, sondern dies ist eine Wortsch&#246;pfung eines rhetorisch begabten Piraten. Er hat den Begriff Vogonismus erschaffen um damit auszudr&#252;cken, was im Wiki Alltag geworden ist: Informationen werden durch &#220;berf&#252;lle und mangelnde Organisation, obgleich diese &#246;ffentlich und f&#252;r jeden auffindbar eingepflegt, dennoch versteckt sind. Wer einmal im Wiki eine Information, die er dringend ben&#246;tigt, gesucht hat, wird mir best&#228;tigen k&#246;nnen, dass er mindestens einmal daran gescheitert ist. Dabei ist gerade das Wiki ein sehr wichtiges Element unserer Partei, da es das zentral-kollektive Gehirn der Piraten darstellt. Alles Wissen und jegliche Informationen sind im Wiki zu finden – ausser sie wurden auf einer Mailingliste diskutiert und niemand hat es eingetragen. Aber auch das zeigt, wie wichtig das Wiki ist. Und gerade weil es so wichtig ist, darf eine Strukturierung sowie auch Aufbereitung der Daten im Wiki unter keinen Umst&#228;nden fehlen. Die notwendigen Erweiterungen auf technischer Ebene sind vorhanden, doch kann diese noch lange nicht jeder bedienen. Damit wir aber Informationen nicht im Rohformat aufnehmen m&#252;ssen ist es unabdingbar mit &#220;bersichten, grafischen Elementen und Ansichten zu arbeiten die eine leichte Auffassung der Informationen erm&#246;glichen.</p>
<p>Ein gutes Beispiel ist die von Markus aka Anthem entwickelte Antragsfabrik. Damit wird es erstmalig m&#246;glich die Satzungs- und Programm&#228;nderungsantr&#228;ge &#252;bersichtlich aufbereitet aufzunehmen, zu durchdenken und dann entsprechend eine Meinung durch Zustimmung, Enthaltung oder Ablehnung zu geben. Und genau solche Ansichten w&#252;nsche ich mir an weiteren Stellen im Wiki.</p>
<p><strong>6) Twitter</strong></p>
<p>Ja auch ich nutze unter @NetAndroid_BY einen Twitteraccount – und das sogar aktiv. Dennoch halte ich Twitter lediglich als Ank&#252;ndigungsmedium f&#252;r geeignet. Mehr nicht. Im Endeffekt ist Twitter auch nichts anderes als SMS, nur mit 140 statt 160 Zeichen. Zudem sehe ich in Twitter auch die Gefahr, dass die Kommunikation miteinander in Mitleidenschaft gezogen wird, denn seit SMS und Twitter erlebe ich es immer wieder dass es einigen in direkten Gespr&#228;chen doch merklich schwer f&#228;llt einen Satz mit mehr als zwei Kommas und einer Apposition zu bilden, geschweige den meinen geliebten Schachtels&#228;tzen zu folgen.</p>
<p>Die Piraten nutzen Twitter sehr stark, seitdem ich bei den Piraten bin, weiss ich selbst erst wie man den Dienst richtig nutzt. Alle hei&#223;en Infos laufen dar&#252;ber und l&#246;sen oft hitzige 140 Zeichen Wortgefechte aus. Da das Medium selbst zur Diskussion g&#228;nzlich ungeeignet ist, wie schon viele aktive User gemerkt haben, kommt der Dienst hier ganz gut davon, da ich es als Ank&#252;ndigungsmedium durchaus sch&#228;tze – mehr aber auch nicht.</p>
<p><strong>7) IRC / Jabber</strong></p>
<p>Ich selbst nutze kein IRC, von daher kann ich dazu wenig sagen. Allerdings nutze ich aktiv Jabber, da es f&#252;r mich freundlicher daherkommt, als die IRC Dienste. Auch hier haben wir letztlich nichts anderes als textbasierende Diskussionen, die fern jeder emotionalen und gestikativen Ebene sind. Auch hier haben wir die &#252;blichen Netzgestalten die auf Fischfang ihre Angeln ausgeworfen haben. Ich reihe daher diesen Punkt neben die Mailinglisten mit ein, ausser dass es in IRC Kan&#228;len sogenannte OPs (Operatoren) gibt, die bei massiven &#220;bertretungen eine Form der Moderation anwenden um wieder Ruhe in die Menge zu bekommen. Es gibt aber auch unmoderierte Kan&#228;le auf denen dann der Troll toben darf.</p>
<p><strong> <img src='http://schwarz-weiss.cc/wp-content/plugins/smilies-themer/tango/face-cool.png' alt='8)' class='wp-smiley' /> Telefonkonferenzen / Mumblesitzungen</strong></p>
<p>Nachdem wir uns nun ausf&#252;hrlich den textbasierten Kommunikationsmedien gewidmet haben, folgen nun die Medien die mit gesprochener Sprache genutzt werden: Telefon- oder Mumblekonferenzen. Auch hier haben wir als Unterschied zwischen beiden Arten der Konferenzen eine rein technische Unterscheidung, die man ganz einfach auf fernm&#252;ndliche Konferenzen herunter brechen kann. Hier ist der gemeine Pirat nun gefordert durch Wortwahl und gesprochene Sprache aufzutreten. In einer Telefonkonferenz kann man eben nicht mehr wie auf einer Mailingliste entsprechend niederem Schreibstil f&#252;r Aufruhr sorgen, sondern bekommt bei Nichtgefallen seines Gegen&#252;bers direkt Paroli. Trolle wird man in solchen Sitzungen kaum bis gar nicht finden. Solche Konferenzen halte ich f&#252;r das erste taugliche Medium um auch Politik “machen” zu k&#246;nnen.    <br />Nur durch die lebendige Diskussion, durch Schlagabtausch und Argumentationsf&#252;hrung entsteht hinterher ein Ergebnis das sich sehen lassen kann und es ist auf jeden Fall effektiver als textbasierte Medien.Nat&#252;rlich sind, diese Erfahrung habe ich selbst gemacht, Konferenzen dieser Art viel anstrengender. In der Diskussion muss ich a) Argumente vorbringen, b) diese auch begr&#252;nden k&#246;nnen und c) Argumente eines Gegners aufs Korn nehmen k&#246;nnen um ihn von meiner Meinung &#252;berzeugen zu k&#246;nnen, nachdem ich ihm gezeigt habe, dass seine Argumente wertlos sind. Ich betrachte solche Konferenzen ein wenig wie Kampfsport ohne Gewalt anzuwenden. Vor allem bringen diese Konferenzen den Piraten mehr als Mailinglisten oder &#228;hnliches, denn der politische Gegner wird nicht erst eine Mailingliste er&#246;ffnen, wenn er uns im politischen Alltag an die W&#228;sche will.</p>
<p><strong>9) Stammtische / Reale Treffen</strong></p>
<p>Stammtische, Versammlungen, Treffen vor Ort sind die <strong>einzige </strong>und zugleich <strong>beste </strong>Art und Weise Politik zu machen. Wir Piraten m&#252;ssen lernen dass gerade Politik durch gesprochene Sprache in Debatten vor Ort stattfindet und nicht &#252;ber Mailinglisten ausgefochten wird. Man stelle sich nur einmal einen Plenarsaal vor, in dem zwar Abgeordnete sitzen, die Debatten aber &#252;ber die beliebten technischen Tools durchgefochten werden und keiner eine lebhafte Rede vorn am Pult h&#228;lt. Ist das Politik? Nein! Wir m&#252;ssen noch viel mehr Versammlungen, Treffen und Vor-Ort Gespr&#228;che abhalten als bisher, auch wenn es den Kellerkindern, von denen ich mich nicht ausnehme, schwerf&#228;llt unter dem Geschrei der V&#246;gel, der Frischluft und gleisenden Sonnenlicht durch die Stra&#223;en zum Treffpunkt zu huschen. Als Einschub dazu, es ist bezeichnend dass die Gesch&#228;ftsstelle der Piraten in Mittelfranken im “Keller” liegt.</p>
<p><strong>da war aber noch…</strong></p>
<p>Ja ich bin mir sicher, dass ich noch einiges vergessen habe, die Liste oben hat auch keinen Anspruch auf Vollst&#228;ndigkeit, sondern zeigt vielmehr, dass die Liste doch schon viel zu lang ist. Wer soll diese ganze Informationsflut beherrschen, geschweige denn lesen? Das schafft nur jemand, der sich 24 Stunden mit den Piratenkan&#228;len besch&#228;ftigt und so jemanden wird es, das behaupte ich nun einmal frech, nicht geben.</p>
<p><strong>Und die L&#246;sung?</strong></p>
<p>Wie ich bereits beim Syncom Projekt habe durchblicken lassen, hat der derzeitige Vorstand Bestrebungen das Projekt auch g&#228;nzlich umzusetzen. Nach Aufassung einiger Satzungsanh&#228;nger, die die Regeln zu 100% klar auslegen, darf der Vorstand uns Piraten auch das Kommunikationsmedium vorgeben, das heisst aber noch lange nicht, dass wir uns das auch gefallen lassen. Das Vorhaben mit Syncom und der Begrenzung der Vorhaltezeit von Diskussionen als Druckmittel zu nutzen um mehr Ergebnisse ins Wiki einfliessen zu lassen, klingt erst einmal vern&#252;nftig, da der Vorstand dazu gew&#228;hlt wurde, die Parteistruktur so zu gestalten, dass diese effektiv f&#252;r die ganze Partei ist. Solange aber nicht es als Selbstverst&#228;ndnis eines jeden Piraten geworden ist, zur Erhaltung und weiteren Nutzung seiner gewonnen Informationen, diese auch ins Wiki zu stellen, wird der Zwang nicht f&#246;rderlich sein sondern wird sicherlich einige Lager hervorbringen, die sich dagegen aufb&#228;umen – und das aus meiner Sicht auch zurecht. Eine Vernichtung von Diskussionen durch automatische L&#246;schung halte ich grunds&#228;tzlich f&#252;r falsch, sondern der Vorstand sollte das Bewusstsein der Piraten vor allem darin st&#228;rken, dass er ihnen klar macht, dass es unabdingbar ist, dass &#252;ber gewonnene Erkenntnisse das Ganze im Wiki, f&#252;r andere auch nutzbar, eingetragen wird. Als Piraten haben wir n&#228;mlich im Wahlkampf uns f&#252;r verteiltes Wissen, das jedem zug&#228;nglich ist, eingesetzt. Eine beendete Diskussion die nicht im Wiki landet ist kein geteiltes Wissen in dem Sinne, sondern lediglich Wissen innerhalb einer Gruppe der Diskutanten auf der Mailingliste bzw. dem Medium auf dem es diskutiert wurde. Damit es letztlich Wissen wird, dass uns Allen zur Verf&#252;gung steht muss es ins Wiki eingetragen werden, damit wir darin eine Datenbasis an Informationen aufbauen k&#246;nnen. Nur dann k&#246;nnen wir im n&#228;chsten Schritt uns einen &#220;berblick aller Daten und im Folgeschritt Wissen aneignen. Hierzu verwende ich gerne zur Veranschaulichung eine Wissenspyramide.</p>
<p><a href="http://schwarz-weiss.cc/wp-content/uploads/2010/02/Wissenspyramide.gif"><img style="border-right-width: 0px; display: block; float: none; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; border-left-width: 0px; margin-right: auto" title="Wissenspyramide" border="0" alt="Wissenspyramide" src="http://schwarz-weiss.cc/wp-content/uploads/2010/02/Wissenspyramide_thumb.gif" width="500" height="347" /></a></p>
<p>Genau genommen fehlt dieser Pyramide aber noch eine Schicht, in der befinden wir uns n&#228;mlich gerade: Unterhalb der Daten, denn wir wissen noch nicht einmal was wir alles an “Daten” haben. Oder findet sich hier in den Reihen jemand der die Frage nach den Daten beantworten kann? So trete er hervor. </p>
<p>Ich habe mir, da man das sicherlich von mir auch erwartet, wenn ich schon einen solchen Beitrag verfasse, Gedanken gemacht wie man die Kommunikation innerhalb der Piraten verbessern kann.</p>
<p><strong>1) Pirat</strong></p>
<p>Als erstes steht ein jeder Pirat auf der Liste. Solange wir uns nicht klar werden, dass unsere Kommunikation, so wie sie derzeit l&#228;uft eher den Niragara Wasserf&#228;llen gleicht, die wir nicht unter Kontrolle haben, ist an Kommunikationsstrukturierung noch gar nicht zu denken. Daher sollten wir im Vorfeld uns zusammen setzen und die derzeitige Problematik erkennen, denn nur wenn wir die Fehler erkannt haben, k&#246;nnen wir diese auch beheben. Wir werden sicherlich nicht alle 12000 Piraten die es derzeit sind, an einen Tisch bekommen um dar&#252;ber zu diskutieren, aber eine gr&#246;&#223;ere Gruppe die sich dazu ernsthaft Gedanken macht und auch das Selbstverst&#228;ndnis eines jeden Piraten sch&#228;rft muss es doch sein.</p>
<p><strong>2) Mailinglisten</strong></p>
<p>Den Mailinglisten w&#252;rde ich als erstes jeglichen Anspruch auf Diskussionsmedium entziehen und diese zu einem reinen Ank&#252;ndigungsmedium verst&#252;mmeln. &#220;ber diese Listen laufen nur Ank&#252;ndigungen und kleinere organisatorische Absprachen um eine Aktion oder Vorhaben zu planen.</p>
<p><strong>3) Forum</strong></p>
<p>Das ist das einzige Medium dem ich eine Diskussionserlaubnis zubilligen w&#252;rde und das obwohl ich auch der heiligen Kuh “Mailingliste” verfallen bin. In einem Forum kann ich aufgrund der besseren Darstellung viel einfacher diskutieren als auf Mailinglisten. Wir erm&#246;glichen zudem auch nicht so begabten Internetnutzern die M&#246;glichkeit der Teilnahme an der Dikussion ohne sie auszuschlie&#223;en.</p>
<p><strong>3.1) Syncom</strong></p>
<p>Zugegeben durch das Projekt Syncom kann man nun die Sucht einiger nach Diskussion &#252;ber eine Mailingliste, dadurch dass alles auch &#252;ber ein Forum abrufbar ist, stillen, da alles miteinander verbunden ist. Ich r&#228;ume das insoweit ein. Allerdings sehe ich darin eine andere Gefahr. Zum einen werden nicht alle Mailinglisten angeschlossen sein, da dies die Entscheidung einer jeden Mailingliste selbst ist, zum zweiten halte ich es f&#252;r bedenklich wenn auf einer Kreismailingliste die im Syncom angeschlossen und im tiefen Bayern sitzt, pl&#246;tzlich jemand aus Mecklenburg-Vorpommern meint gute Ratschl&#228;ge f&#252;r b&#252;rgernahe Politik geben zu m&#252;ssen. Ohne auf die Lokalit&#228;ten (diese dienen hier nur als F&#252;llworte) einzugehen, sehe ich das Problem darin, dass jemand aus der anderen Ecke Deutschlands doch gar nicht beurteilen kann, wie es in einem fernen Ort mit b&#252;rgernaher Politik (um beim Beispiel zu bleiben) aussieht. Auch sehe ich ein Problem darin, dass dadurch dass auf den Mailinglisten ein rauer und ungehobelter Ton einzelner herrscht, dies schnell zu Rangeleien quer Partei f&#252;hren kann, denn es ist durch die Forenoberfl&#228;che f&#252;r jeden einsehbar. Auch sehe ich mit einem Klick was aktuell diskutiert wird, wo ein Thema mal wieder mit hohen Wellen schl&#228;gt. Trolle k&#246;nnen direkt mit einsteigen und die Phosphorfakeln in die Pulverf&#228;sser dr&#252;cken. Ohne moderativen Eingriff wird dies zum Pulverfass f&#252;r die ganze Partei; eine hochexplosive Diskussionsmischung.</p>
<p><strong>4) Telkos / Mumble / RL Treffen mit Hausaufgaben</strong></p>
<p>DAS ist das Kommunikationsmedium auf das wir uns fokusieren sollten, dabei besonders wichtig sind die Hausaufgaben. Wenn ich mir die verschiedenen Arbeitsgruppen ansehe, dann finden dort viele Diskussionen statt, welche auch den ganzen Tag laufen, allerdings sind die Ergebnisse nicht so effizient entstanden wie man es gestalten k&#246;nnte. Meine Vorstellung von effizientem Arbeiten ist, dass man ein Treffen, egal ob Telko oder real vor Ort, abh&#228;lt, sich eines Themas annimmt, die Diskussion f&#252;hrt und nach Ende des Treffens auch eine Hausaufgabe mit nimmt, die man bis zum n&#228;chsten Treffen auch zu erf&#252;llen hat. Der Vorteil liegt auf der Hand, man hangelt sich nicht von Treffen zu Treffen, sondern muss sich auch ausserhalb der Veranstaltungen mit dem Thema besch&#228;ftigen, 5 Minuten vorher schnell drei Gedanken dazu reichen eben nicht um voran zu kommen! Die Frequenz solcher Versammlungen sehe ich nun nicht t&#228;glich, sondern es k&#246;nnen ruhig eine oder zwei Wochen dazwischen liegen, denn wie geschrieben durch die Hausaufgabe muss man sich auch zwischen den Treffen damit besch&#228;ftigen. Allein damit wird es gar nicht m&#246;glich sein, dass man in zig Arbeitsgruppen mitarbeitet, da das Arbeitspensum derart imens w&#228;re, dass man es gar nicht mehr schaffen kann. Qualit&#228;t statt Quantit&#228;t ist hier das Credo f&#252;r effektives Arbeiten.</p>
<p><strong>5) Ergebnisse ins Wiki</strong></p>
<p>Jeder Schritt der erarbeitet wurde, muss ins Wiki einfliessen und dort a) dokumentiert und b) ver&#246;ffentlicht werden. Nicht der Transparenz Willen, sondern dem Willen des verteilten Wissens, des zug&#228;nglichen Wissens. Es kann nicht sein, dass wir hier Informationen anderen vorenthalten, nur damit eine Arbeitsgruppe hier einen Tusch arrangieren kann, weil genau sie die L&#246;sung im Hinterzimmer in 4 Monaten ausgebr&#252;tet hat, h&#228;tten andere davon Kenntnis erlangen k&#246;nnen, h&#228;tte es nur zwei Monate gedauert. Ich bin mir sicher, dass wir viele kluge K&#246;pfe in unserer Partei haben, doch wie werden diese aktiviert? Durch eine Arbeitsgruppe beginnt die Aktivierung aber gerade durch abrufbare Ergebnisse erm&#246;glichen wir noch uns unbekannten Hellgeistern mit einzusteigen und uns auf vielleicht totalen Unsinn hinzuweisen.</p>
<p><strong>Abschluss</strong></p>
<p>Der Blogbeitrag ist nun etwas ausgeartet und wurde l&#228;nger als ich es erwartet habe. Dabei hat der Beitrag selbst noch gar nicht den Anspruch auf Vollst&#228;ndigkeit. Es gibt sicherlich noch einige Punkte die disktuiert werden m&#252;ssen und von Lesern auch anders betrachtet werden. Wer es bis hier hin geschafft hat, dem danke ich f&#252;r die Aufmerksamkeit und schliesse mit den Worten</p>
<p><em>Mein Name ist Dominique und ich bin PIRAT</em></p>

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		<title>Schnell von Board gegangen</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 02:36:34 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Genau diese Gedanken ereilten mich, als der selbsternannte Forenretter &#8220;BorisK&#8221; in einem kurzen und knappen Beitrag im Forum der Piratenpartei mitteilte, dass er als Mod nicht mehr zur Verf&#252;gung st&#252;nde. Als Grund f&#252;r sein Ausscheiden nannte er einen Blogbeitrag. Dort lesen wir: Ich denke das ich Stolz sein kann auf das was ich erreicht habe, [...]]]></description>
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<p>Genau diese Gedanken ereilten mich, als der selbsternannte Forenretter &#8220;<a href="http://web.borisk.de/2010/02/20/borisk-der-piraten-moderator/" target="_blank">BorisK</a>&#8221; in einem kurzen und knappen Beitrag im Forum der Piratenpartei mitteilte, dass er als Mod nicht mehr zur Verf&#252;gung st&#252;nde. Als Grund f&#252;r sein Ausscheiden nannte er einen Blogbeitrag. Dort lesen wir:</p>
<blockquote><p>Ich denke das ich Stolz sein kann auf das was ich erreicht habe, ich habe  mit geholfen das untragbare Leute nicht mehr im Team sind, das einige  User wieder entsperrt werden, und und und.. Ich m&#246;chte hier gar nicht  erz&#228;hlen was ich alles gemacht habe.</p></blockquote>
<p>Wenn ich diese Zeilen lese dann spucke ich Gift und Galle, denn der gleiche Mod war in einem anderen Thema noch als Bef&#252;rworter der Todesstrafe zu lesen:</p>
<blockquote><p>Aber ich finde die Todesstrafe bei manchen Straftaten okay wie z.B. Mord  oder Misshandlung von Kindern.<br />
Quelle: <a href="http://forum.piratenpartei.de/viewtopic.php?f=2&amp;t=14719" target="_blank">http://forum.piratenpartei.de/viewtopic.php?f=2&amp;t=14719</a><br />
(Wer glaubt den Beitrag editieren zu k&#246;nnen, kann dies tun, ich habe eine Sicherheitskopie davon)</p></blockquote>
<p>Auch sein Denunziantentum innerhalb des Moderatorenteams gegen alle und jeden l&#228;sst er nat&#252;rlich weg. Denn wenn es darum ging den Globalmod Arvid zu bashen war Borisk immer vorne mit dabei, der sich sogar nicht zu schade war in anderen externen Foren, in denen Arvid angeblich ebenfalls beteiligt gewesen sein soll, zu suchen und dortige Beitr&#228;ge heraus zu fischen, die er ihm nat&#252;rlich auch wieder vorgehalten hat.</p>
<p>Aus diesem Grund erkenne ich ihm jeglichen Ruhm hinsichtlich seiner Taten im Bundesforum der Piraten ab, denn jemand der in Deutschland und als Pirat sowie &#8220;Verantwortlicher f&#252;r die Regio. Germersheim&#8221; der Piratenpartei die Todesstrafe bef&#252;rwortet, geh&#246;rt abgeschafft. Wie gut, dass er dies nun selbst getan hat.</p>

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		<title>Nacktscanner, U-Bahnen und Kinderpornos</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Jan 2010 04:29:33 +0000</pubDate>
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<p>Derzeit in aller Munde: Die Nacktscanner. Die Nachrichten sind voll davon. Jeder regt sich &#252;ber dieses Thema auf, eine Schlagzeile jagt die andere.</p>
<p>Die Briten sind nun auf eine ganz skurile Idee gekommen, wie man den Apparaten den Garaus machen k&#246;nnte: Nacktscanner versto&#223;en bei Minderj&#228;hrigen gegen herrschendes Recht. Sogar die Regierung r&#228;umt hier rechtliche Probleme ein.   <br />Ist das nun die Wende der Diskussionen auch in Deutschland? Wann wandern die ersten britischen &#196;rzte in den Knast, weil sie mit Ultraschall- und R&#246;ntgenger&#228;ten Kinder untersuchen und davon Aufnahmen anfertigen?</p>
<p>Nebenbei: Bei Golem habe ich aus dem dortigen Beitrag herausgelesen, dass es eine M&#246;glichkeit gibt, die Bilder zu speichern. Der Bediener des Ger&#228;tes bekommt eine modifizierte Version zu Gesicht, in der der Intimbereich unscharf gemacht ist, das Ger&#228;t selbst hat aber eine RAW Version des Bildes. Gerade f&#252;r Prominente die sich literweise Silicon in alle m&#246;glichen K&#246;rperregionen, neben Botox einspritzen lassen, d&#252;rften einen riesen Bogen um die Ger&#228;te machen, denn dort wird alles unverbl&#252;mt angezeigt. Man stelle sich nun vor, diese Bilder geraten in die falschen H&#228;nde. Ein Festmahl f&#252;r die Klatschpresse! Exklusive Nacktscanner Bilder des Promis XYZ, ganz unverbl&#252;mt.</p>
<p>Sieht man vielleicht sogar Implantate im Scanner? Und vor allem: Bergen die Tetraherz-Strahlen gesundheitliche Risiken?</p>
<p>Alles in Allem frage ich mich, warum bisher noch niemand auf die Idee gekommen ist, dass f&#252;r Terror Flugzeuge vielleicht schon gar nicht mehr interessant sind, sondern vielmehr morgen 4 mit gro&#223;en M&#228;nteln gekleidete Herren in die U-Bahn einsteigen und darunter neben der Kleidung noch einen bombastischen G&#252;rtel tragen. Wo sind da die Nacktscanner die uns vor Terror sch&#252;tzen? Richtig – weit weg. Und ich hoffe auch das dies weiterhin so bleibt, bevor noch jemand auf die Idee kommt das um zu setzen. Videokameras haben wir ja schon zum “Schutze” des B&#252;rgers in den U-Bahnen h&#228;ngen, doch wenn mir w&#228;hrend der 4 min&#252;tigen Fahrt im letzten Wagon mir jemand etwas &#252;ber den Deckel zieht und mich ausraubt, wird mir die Kamera nicht viel helfen <img src='http://schwarz-weiss.cc/wp-content/plugins/smilies-themer/tango/face-wink.png' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>

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		<title>BverfG zu Ehe, Familie und Lebenspartnerschaft</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 21:46:44 +0000</pubDate>
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<p>Das Bundesverfassungsgericht hat heute seinen Beschluss vom 07.07.2009 &#8211; 1 BvR 1164/07 &#8211; ver&#246;ffentlicht. Danach muss die „Versorgungsanstalt des Bundes und der L&#228;nder“ (VBL) hinterbliebenen Lebenspartnern dieselbe Hinterbliebenenrente gew&#228;hren wie hinterbliebenen Ehegatten. Dazu erkl&#228;rt <strong>Manfred Bruns</strong>, Sprecher des „Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland“ (LSVD):</p>
<p>Das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes ist ein Durchbruch in der Diskussion um die rechtliche Stellung von Eingetragenen Lebenspartnerschaften. Zur Begr&#252;ndung der Ungleichbehandlung von Lebenspartnerschaften, so das Gericht, sei der Verweis auf den verfassungsrechtlichen Schutz von Ehe und Familie nicht ausreichend. Der besondere Schutz durch Artikel 6 Abs. 1 GG rechtfertige keine Diskriminierung. Da es um die Ungleichbehandlung von Personengruppe gehe, sei eine Ungleichbehandlung nur in engen Grenzen m&#246;glich.</p>
<p>Die Gleichbehandlung sei aufgrund des Gleichbehandlungsgrundsatzes des Art. 3 Abs. 1 GG geboten. Aus dem Auftrag und der Befugnis, die Ehe zu f&#246;rdern, gehe kein Recht zur Benachteiligung einher, da die Pflichten gleich und die Partnerschaftsformen vergleichbar seien. Auch die Begr&#252;ndung, die Ehe sei typischerweise zur Kindererziehung gegr&#252;ndet, weist das Gericht zur&#252;ck, da nicht jede Ehe auf Kinder angelegt ist. Gleichzeitig betont das Verfassungsgericht, dass auch in zahlreichen gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften Kinder aufwachsen.</p>
<p>Die Erw&#228;gungen des Gerichtes gelten in gleicher Weise f&#252;r alle anderen Benachteiligungen von Lebenspartnern. Da Lebenspartner in gleicher Weise f&#252;reinander einstehen m&#252;ssen wie Ehegatten, m&#252;ssen sie auch bei allen Rechten gleich behandelt werden.</p>
<p>Der LSVD hat deshalb umgehend die Verhandlungskommission von CDU und FDP gebeten, im Koalitionsvertrag zu vereinbaren, dass die Koalition das gesamte Bundesrecht auf der Grundlage des neuen Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts &#252;berpr&#252;fen und gleichheitswidrige Benachteiligungen von Lebenspartnern abbauen wird.</p>
<p>Der neue Beschluss des Bundesverfassungsgerichts gilt nat&#252;rlich auch f&#252;r das Recht der Bundesl&#228;nder sowie die Satzungen der berufsst&#228;ndischen Versorgungswerke der freien Berufe. Jetzt ist endlich Schluss mit der Diskriminierung der lesbischen B&#252;rgerinnen und schwulen B&#252;rger Deutschlands!</p>
<p>Das <a title="Opens external link in new window" href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rs20090707_1bvr116407.html" target="_blank">Urteil </a>(1 BvR 1164/07)</p>
<p>(via LSVD Newsletter)</p>

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