Es ist mehr als nur schade, dass der Berliner Senat nun die Pläne für ein freies WLAN in Berlin gestrichen hat und das Projekt damit als “vom Tisch” betrachtet. Für Touristen, Unternehmer und Freiberufler ist dies mehr als nur ärgerlich.
Jahrelang wurde das Projekt vom Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke) angekündigt, ein flächendeckendes Funk-Internet-Netz (WLAN) einzuführen. Leider konnten sich aber die daran beteiligten Senatsverwaltungen Wirtschaft und Stadtentwicklung nicht auf ein gemeinsames Konzept verständigen.
In den vergangenen Monaten gab es mehrere Verhandlungstermine, gescheitert seien die Verhandlungen allerdings daran, dass die meisten Straßenlaternen aus städtebaulicher Sicht wegen technischer Schwierigkeiten nicht für die nötigen Sendeantennen zur Verfügung stünden. Von offizieller Seite heißt es in der Senatsvorlage der Wirtschaftsverwaltung für die kommende Senatssitzung am 12.Januar 2010: “Der Senat beschließt, die Durchführung eines Wettbewerbsverfahrens zur Errichtung eines privat finanzierten und betriebenen öffentlich zugänglichen WLAN im Berliner Innenstadtbereich unter exklusiver Nutzung der öffentlichen Verkehrsanlagen (Lichtmasten der Straßenbeleuchtung und Lichtsignalanlagen) nicht weiter zu verfolgen.”
Nach weiteren Informationen sieht sich die Verwaltung für Stadtentwicklung nicht in der Lage, die Standorte für die rund 5000 notwendigen Funksender zu bemennen. Nach einem Pilottest der Firma Airdata, dem letzten Unternehmen im Berliner WLAN Projekt, würden die Funksender den Betrieb und die Funktion der Ampelanlagen nicht beeinträchtigen.
Aus meiner Sicht werden hier angebliche Probleme vorgeschoben um das Projekt zu ersticken. Dabei ist gerade im heutigen Zeitalter der Zugang zum Internet um so wichtiger. Ich finde es mehr als nur schade, dass hier kein Protest der Berliner zu Stande kommt und fordere auch die Piraten auf hier klar Stellung für die Umsetzung eines solchen Projektes zu beziehen! Ich begrüße ein solches Projekt als Pirat und sehe hier für uns klaren Handlungsbedarf. Klarmachen zum Ändern!


