Google veröffentlicht Chrome 3

51 Entwickler haben seit dem letzten Jahr an der neuen Version von Chrome gearbeitet. Unzählige Zeilen Quellcode wurden hinzugefügt und bringen damit auch neue Funktionen mit.

Aber nicht nur an den Funktionen wurde gefeilt, auch die Geschwindigkeit wurde weiter verbessert: Chrome 3 sammelt in der neuen Version fast 2,5-mal so viele Punkte wie noch die erste Beta Version und ist rund 25 % schneller als Chrome 2 (V8-Benchmark).

Des Weiteren arbeitet Chrome nun intelligenter bei der Priorisierung von HTTP-Anfragen, wenn mehrere Websites parallel geöffnet werden. Das neue Geschwindigkeitsgefühl runden dann DNS-Caching, effizientere DOM-Bindings und die Verwendung von V8 zur automatischen Proxy-Konfiguration ab.

Tabs wurden neu gestaltet

Chrome 3 bring eine neu gestaltete Seite für Tabs mit. Die Thumbnails der meistbesuchten Websites lassen sich nun neu anordnen und einzelne auch gezielt anpinnen. Zudem lassen sich Teile verstecken oder die Seite in eine reine Listendarstellung umwandeln. Neu eingeführt wurde auch eine Liste mit Tipps.

Verbessert wurde zudem auch die Omnibox, in der Urls und Suchabfragen gleichzeitig eingegeben werden. Für mich Operaner nichts neues, denn diesen Genuss kenne ich schon länger ;). Damit der Nutzer in Zukunft noch leichter unterscheiden kann, ob es sich um Google Suche Vorschläge, Bookmarks oder Seiten aus der History handelt werden die Ergebnisse mit Icons versehen.

HTML5

Chrome 3 bringt bereits jetzt die Unterstützung für die Audio- und Videotags mit, sowie einige weitere Teile aus HTML 5. Damit lassen sich Videos und Audiodateien direkt im Browser ohne weitere Plugins abspielen. Google hat dabei den Codec Ogg Theora und H.264 in den Browser eingebaut.

Themes

Wer wert auf Eyecandy legt wird sich zudem nun freuen dass Chrome mit Themes anrückt. Nun kann der User entscheiden wie sein Chrome aussieht, in dem er einfach ein Theme auswählt.

Unter google.com/chrome kann man den Browser herunterladen.

Empfehlung

Wie wir alle wissen ist Google ja eine Datenkrake und speichert bei der Nutzung des Chrome Browsers so einige Daten. Daher wird auf den Browser Iron verwiesen, der auch als Unterbau den Chrome Code verwendet, allerdings wurden alle Datenspionagetools ausgebaut. Der Iron Browser ist zu erreichen unter: http://www.srware.net/software_srware_iron_download.php

Nicht nur im Twitter ist es heute herum gegangen wie ein Lauffeuer. Die Piratenpartei bzw. Andi Popp hat dem rechtslastigen Blatt “Junge Freiheit” ein Interview gegeben.

Wer das Blatt nicht kennt, sollte sich zunächst auf Wikipedia informieren um was es geht: Junge Freiheit. Dort steht ganz klar, dass einige Politikwissenschaftler das Blatt als Sprachrohr der neuen Rechten einordnen, mit einer “Scharnier-“ oder “Brückenkopf”-Funktion zwischen demokratischem Konservatismus und Rechtsextremismus.

Es gab bereits auch einen Entscheid vom Bundesverfassungsgericht Mai 2005, allerdings für das Blatt, da es den Verfassungsschutzbehörden einiger Länder untersagte, dass es dort unter der Rubrik Rechtsextremismus geführt werde.

Das Ganze bahnte sich nun als “eilige Interviewanfrage” an unseren stellv. Bundesvorstand Andi Popp an. Der Name der Zeitung war ihm nicht näher bekannt und es ist auch nachvollziehbar dass man nicht erst stundenlang in Wiki und im Internet nachliest wer denn ein Interview haben wolle und warum.

Das Interview wurde nicht vor Ort geführt sondern scheinbar per e-Mail. Es wurden seltsame Vorträge gehalten und versucht dem Befragten etwas unterzuschieben. Es wurde ein Transkript erstellt welches auch von Popp gegengelesen wurde. Nach Informationen aus dessen Blog, tat er dies unter großer Überarbeitung bzw. Schlafmangel. Er selbst schreibt weiter, dass er sich dachte lieber ein ausgebessertes Transkript zurückzusenden, als gar keines.

Ich gehe auf gar keinen Fall davon aus dass die Piraten etwas mit dem Blatt zu tun haben wollen, noch sich damit identifizieren. Hier wurden einfach Unwissenheit und Überarbeitung ausgenutzt um an ein Interview zu kommen und dies dann abzudrucken.

Die mediale Wirkung beginnt allerdings bereits zu wirken, denn Sixtus und Lobo werden nun wieder die Partei in der Luft zerreisen, immerhin war Sixtus auch einer der Ersten der es direkt getwittert hat, bzw. gleich einen negativen Piraten Hashtag gesetzt hat.

Schade dass man sich nicht die Mühe macht nach den Gründen zu schaun, aber so funktioniert Journalismus bzw. die Verbreitung von Informationen ja nicht ;)

Tag der Zensur: 18.06.2009

Dieses Datum sollte in meinen Augen mit einem Nationalfeiertag verachtet gewürdigt werden. Gestern Abend zwischen 19.00 und 20.00 Uhr wurde das Zugangserschwerungsgesetz in 2. und 3. Lesung verabschiedet. Eine Ermächtigung zur Einrichtung einer Filteranlage für kinderpornographische Auswüchse aus dem Internet, die mit einem tollen Stoppschild nun verziert und vertuscht werden.

Löschen statt Sperren lag in den letzten Tagen in aller Munde, zumindest derer die noch bei vollem Bewusstsein sind. Alle anderen bliesen mit Frau von der Leyen, der Gallionsfigur für die Schaffung einer Zensurinfrastruktur, wie sie in China und Irak bereits ebenfalls vorherrscht, in ein Horn.

Einer der wenigen noch reell denken Abgeordneten und zugleich der letzte der sich so stark dagegen eingesetzt hat, ist und war Jörg Tauss. In seiner persönlichen Anmerkung zur Verabschiedung des Gesetzes, die er nach der Abstimmung halten durfte, machte er viele der Punkte klar, für die auch andere Parteien, wie die Piratenpartei einstehen. Er scheint die Kompetenz zu haben, diese Punkte nachvollziehen zu können, während von der Leyen ihrem Namen alle Ehre macht, denn sie habe über die angesprochenen Punkte der kritischen Sachverständiger keine Erkenntnisse. Obwohl Sie scheinbar Leyenaie in Sachen Technik und Zensur des Internets ist, zog Sie es vor der Diskussion fern zu bleiben. Das Mindeste wäre aber doch gewesen, dass Sie sich genau dieser Diskussion anschließe, denn sie hat den Mist ja auch verzapft.

In Tauss’ Rede kam auch dieser Punkt zur Sprache den ich unterstütze. Schade ist allerdings dass man scheinbar einen der letzten Freidenker der SPD nun durch die Vorwürfe des Besitzes von kinderpornographischem Material öffentlich allein durch das Ermittlungsverfahren bereits verurteilt hat. Selbst wenn er später rehabilitiert werden sollte, bzw. unschuldig sein sollte, die Mediengesellschaft wird das nicht mehr interessieren. Es wurde gegen ihn ermittelt, das ist Strafe genug.

Tauss selbst wird zur nächsten Bundestagswahl nicht mehr zur Verfügung stehen, sondern zieht sich aus dem Abgeordnetenhaus zurück, wird aber, so hoffe ich, auch weiterhin sein technisches und politisches Verständnis der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen und für den Rechtsstaat Deutschland einstehen. Vielleicht sogar demnächst in einer anderen Partei ;) auch wenn er dies in einem Twitterstatus bereits von sich gewiesen hat. Er ist halt SPD’ler.

Die Debatte gestern brachte an sich keine merklichen Neuerungen in dem Thema mehr hervor. Unbequeme Tendenzen des Gesetzes wurden entweder nicht behandelt oder einfach ausgelassen. So schwor man sich auf den Gesetzestext ein, dass ankommende Anfragen auf den Stopp-Servern zwar nicht mehr für die Strafverfolgung genutzt werden dürfe (und somit das Präventivstrafrecht außen vor gelassen wurde) allerdings dass die ankommenden Anfragen auch nicht gespeichert werden, wurde nicht besprochen.

Es ist also damit zu rechnen, dass alle ankommenden Anfragen an den Servern doch gespeichert und weiterverarbeitet werden. In welchem Ausmaß diese dann allerdings vielleicht doch über eine wissenschaftliche Studie (oder zu deutsch: Auswertung der Logdateien) an die Strafverfolgungsbehörde weitergeleitet wird, bleibt wohl reine Spekulation.

Ein weiteres Placebo das der Bevölkerung zum Fraß vorgeworfen wurde ist die Tatsache, dass das Gesetz ja einem Terminus ausgesetzt ist, nach Ablauf von 3 Jahren, also am 31.12.2012 soll es klammheimlich wieder von der Bildschirmoberfläche verschwinden. Und die Verträge mit den Providern ? Wo verschwinden diese ? Werden diese gar aufgelöst ? Oder wird dann die Debatte geführt, dass ja gerade wegen der Verträge nun das Gesetzt weitergeführt werden muss, da ja sonst die Verträge ohne Rechtsgrundlage wären, die man den Providern mehr als nur abgenötigt habe ?

Zum Abschluss sei angemerkt, dass das Gesetz noch keine 24 Stunden alt ist und die CDU/CSU ihren Einwurf, dass man ja nun auch Killerspiele sperren könne, verstärkt. Damit wäre dann das Versprechen, dass man sich mit dem ZugErschwG nur auf Kinderpornos beschränken will, auch wieder nur weiße Salbe gewesen.

Zensurgesetz verhindern – Jetzt !

Am kommenden Donnerstag, den 18. Juni, wird im Bundestag die zweite und dritte Lesung zum “Gesetz zur “Bekämpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen” stattfinden. Wie bereits bei der ersten Lesung am 6. Mai wird die Piratenpartei auch hier wieder sehr genau hinhören und die Debatte kritisch beobachten. Christian Koch, Vorsitzender der Piratenpartei Niedersachsen erklärt dazu: “Die Diskussionen in den letzten Tagen ließen uns ein wenig Hoffnung, dass dieses Zensur-Gesetz den Bundestag doch nicht passiert, sondern dahin kommt, wo es hingehört: In den Papierkorb. Wir können es nicht oft genug wiederholen, und hoffen, dass nun endlich auch CDU/CSU und die SPD es verstehen: Dieses Gesetz dient nur dazu, eine Zensur in Deutschland zu etablieren. Es schützt kein Kind vor sexuellem Missbrauch und unterbindet nicht die Verteilung von kinderpornografischem Material.” Daran ändern auch die von der Familienministerin immer neu erfundenen Märchen nichts, die schließlich auch durch die kleine Anfrage der FDP endgültig entkräftet wurden. Selbst die Bundesländer versagen schon ihre Zustimmung im Bundesrat. “Frau von der Leyen sollte endlich zu allen Bürgern in Deutschland und auch sich selbst ehrlich sein, sich entschuldigen und das Gesetzesvorhaben aufgeben. Dies ist der einzige Weg mit dem Sie ihre Glaubwürdigkeit nicht vollends verliert und dem Ansehen ihrer Partei und ihrem eigenen nicht noch mehr Schaden zufügt als bereits geschehen.” so Koch weiter. Es ist absehbar, dass selbst bei einem Scheitern des Gesetzes auf Bundesebene, die Pläne zur Zensureinführung noch nicht vom Tisch sind. Denn nun hat sich auch die SPD auf ihrem Bundesparteitag am vergangenen Wochenende endgültig blenden und einbinden lassen, und wird das Gesetz nicht grundsätzlich ablehnen. Es wird also weiter mit allen Mitteln versucht werden, eine Zensur über den Bundestag oder das europäische Parlament zu etablieren. Letzteres haben die Innenminister der 27 EU-Staaten gerade erst vergangene Woche erneut bekräftigt. Es gilt also für uns alle, die die Grundrechte achten und wahren, aufzupassen und aktiv zu werden, um diese Zensurmaßnahmen zu verhindern. Der Kampf für den Erhalt unserer demokratischen Maxime ist noch nicht vorbei. Koch abschließend: “Wir empfehlen allen Politikern, am Donnerstag im Bundestag gegen die Einführung dieses Gesetzes ihre Stimme zu erheben und es zu verhindern. Wir fordern, dass im Sinne der Bürger, der angehörten Experten und der Petenten gestimmt wird – gegen die Einführung der Zensur in Deutschland!”

— Diese Pressemitteilung finden Sie im Internet unter:

http://piratenpartei.de/node/770

Pressekontakt: Jens Seipenbusch
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Piratenpartei Deutschland
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Die Piratenpartei Deutschland (PIRATEN) beschäftigt sich mit den entscheidenden Themen des 21. Jahrhunderts. Das Recht auf Privatsphäre, eine gläserne Verwaltung, eine Modernisierung des Urheberrechtes, freies Wissen und freie Kommunikation sind di

Am vergangenen Donnerstag war in Bayern Fronleichnam. Das ist ein katholischer Feiertag an dem an die Gegenwart Christi im Abendmahl erinnern soll. Der Feiertag ist aber kein bundesweiter Ruhetag sondern nur in einigen Bundesländern vertreten. Thüringen zählt dazu nicht.

Aufgrund des Feiertages, der folglich arbeitsfrei ist, war auch in Bayern niemand da das Landesdatennetz wieder zu richten. Der Servicedienstleister hatte nämlich frei. Dies bedeutete das Suchanfragen nicht funktionieren, der e-Mail Verkehr ebenfalls kurzzeitig nicht verfügbar war. Die Landtagsverwaltung teilte auf Nachfrage mit, dass es wohl an einem Defekt im Rechenzentrum gelegen haben soll.

Der SPD-Abgeordnete Rolf Baumann hingegen kritisierte das Fehlen eines Notfallplans. Er donnerte weiter, dass es um Zentausende vergeudete Arbeitsstunden sowie einen immensen Schaden für das Land ginge. Den Schaden mag ich noch nachvollziehen, die Zehntausende an Arbeitsstunden bringe ich beim besten Willen nicht in 24 Stunden Ausfall unter. Im Haushaltsausschuss will er dies zur Sprache bringen, während ich mich immer noch frage: Wer ist Rolf Baumann, und was hat er vorher gemacht ?