Archive for the ‘ Software ’ Category

Google Chrome und Proxy Switchy

11001Ich habe Chrome für meine Verhältnisse lang genutzt, da ich auch sehr zufrieden war. schneller Seitenaufbau, gute Kompatibilität zu Frontpage Quellcode und schlankes Design. Da ich allerdings seit langem gegen die Internetwerbeflut einen Privoxy im Einsatz habe, der mir einige Vorteile bringt, anstatt den üblichen AdBlockern, war es mir auch für Chrome wichtig diesen dort unterbringen zu können.

Und da wartet bereits der erste Nachteil. Chrome nutzt die Windows Interneteinstellungen (erreichbar über Internet Explorer). Sobald man dort einen Proxyserver einträgt gilt dieser für das gesamte System. Als Plugin zur einfacheren Verwaltung, auch zum Whitelisting einzelner Domains habe ich mir Proxy Switchy näher angesehen, das einen recht soliden Eindruck macht.

Proxy Switchy arbeitet mit einem automatisch generierten PAC File das als Konfigurationsscript in den Windows Einstellungen hinterlegt wird. Und damit beginnen auch die Probleme: Selbst wenn man die Domains die der Rechner über andere Programme und Dienste aufruft im Proxy Switchy einstellt, reagiert der Rechner nicht mehr so wie man es erwartet; nicht alle Dienste funktionieren mit einem Proxy und es kommt zu unerwartetem Fehlverhalten.

Auch beschlich sich mir das Gefühl, dass nach einer gewissen Zeit Windows Probleme mit dem ständigen Wechsel zwischen Proxy und Direct Connection bekam und der Seitenaufruf irgendwann doppelt so lang dauerte wie bisher. Auch Tweetdeck brachte öfters Fehlermeldungen dass die Twitter Api nicht erreichbar oder gar überlastet wäre; ohne Proxyeinstellungen funktionierte alles tadellos.

Die Entwickler von Chrome wurden auf diese Probleme bereits von anderen Usern hingewiesen, gar ein Bug wurde eröffnet, der schnell wieder geschlossen wurde mit dem Hinweis, dass dies nicht behoben wird. Die Entwickler setzen wohl auf eine einfache Konfiguration, bzw. sehen es als nicht notwendig an, eigene LAN Einstellungen im Chrome zu verbauen. Schade dass man da nicht mehr Bereitschaft erwarten konnte.

Mozilla Weave Server

Mozilla-weave-logo

Nachdem ich die Nase gestrichen von Google Chrome und dem Addon Proxy Switchy habe, bin ich wieder zum guten alten Firefox heimgekehrt. Da ich mittlerweile auf 3 Geräte meine Bookmarks etc. syncen muss, war ich nun bei Firefox auf der Suche nach einem passenden Synctool.

Es bot sich daher an, Mozilla Weave genauer unter die Lupe zu nehmen. Auf der Wikiseite wird empfohlen den Mimimal zu installieren, da die Vollversion wohl zu kompliziert wäre.

Ja genau, ich installier auch ne Minimal Version. Nix da, Vollversion gezogen und rein ins Getummel. Nach rnd. 4 Stunden, bin ich nun um die Erkenntnis reicher, dass die Version einen Bug im Authentifizierungsmodul hat, man sich deswegen am Server nicht anmelden kann. Super :) So sind die Daten sicher, man kann sich gar nicht erst anmelden um welche hochzuladen.

Der Minimal Server, den ich mir danach angesehen habe, arbeitet mit einer schlichten SQLite Datenbank, in der per md5 Hash die Daten eingespeist werden. Die SHA256 Funktion, sowie die salted Passwörter fehlen gänzlich. Schade, denn ich verstehe nicht, warum man diese Funktionen rausgeräumt hat, da die Minimalversion auch nur abgespeckt ist.

Alles in Allem ist der Weave Server in der Vollversion noch verbuggt und muss noch einmal auf die Werkbank um überarbeitet zu werden. Die Minimalversion empfehle ich ebenfalls nicht, da die md5 Hashfunktion aus meiner Sicht lange ausgedient hat und ich nicht nachvollziehen kann, warum man beim Abspecken der Voll- auf die Minimalversion dieses Feature gleich mit entfernt hat.

Doch Mozilla bietet auch eigene Server an auf die man die Daten hochladen kann. Ich habe mir dazu die Spezifikation angesehen und bin der Meinung dass es sicher genug ist, die Daten dort zu parken. Man muss allerdings bedenken, dass sicherlich Statistiken aus den Daten gezogen werden, auch wenn diese nach dem Schema von GPG verschlüsselt sind. Ob man diese Daten preisgeben möchte ist jedem selbst überlassen.

Seit kurzem ist die neue Version von PLESK verfügbar; und ich bin richtig erstaunt dass man es bereits in der 5. Version von PLESK 9 geschafft hat endlich Postfix stabil einzubinden. Heureka.

Zusammen mit Amavis und dem ClamAV als Virenfilter hat man nun eine Weboberfläche die sich sehen lassen kann – zumindest für Kunden die Eyecandy mögen.

ODF Plugin kostet Lizenzgebühr

Als Sun noch Sun war und nicht dem Imperium Oracle angehörte, war das ODF Plugin zum Öffnen und Bearbeiten von OpenDocument Dokumenten noch kostenfrei. Doch das war einmal: Mit der Übernahme von Sun blieb auch das kostenfreie Addon nicht verschont und wird nunmehr mit Gebühren von 90 US-$ bzw. 65 € belegt.

Auf Anfrage durch heise.de bei Sun wurde mitgeteilt, dass das Plugin nie OpenSource war und daher durchaus mit Gebühren belegt werden kann. Kostenfrei blieben nur OpenSource Produkte. Das ist aber noch lange nicht alles, denn Oracle lässt es sich nicht nehmen nebenbei noch 14,21 € zusätzlich zu verdienen. Diese Kosten entsprechen 22% des Softwarepreises und dienen als Supportgebühr. Damit kommt die Software auf rnd. 80 €.

Zum Vergleich: Ein aktuelles Microsoft Office kostet ebenfalls in dieser Preiskategorie, was die Frage aufwirft: Warum sollte man für ein solches Plugin bezahlen wenn man doch dafür direkt MS Office erhalten kann? Abgesehen davon ist MS Office bereits in der Lage ODF1.0 Dokumente zu lesen, so dass das Plugin überflüssig wird.

Opera 10.51 RC

Entweder hat Opera einen ganzen Batzen Entwickler eigestellt um noch schneller entwickeln zu können oder man bezahlt Überstunden doppelt, denn die derzeitige Entwicklungswut kann ich mir anders nicht mehr erklären.

Vor kurzem ist die 10.50 von Opera erschienen und schon gibt es eine weitere Version in der die neue Java-Engine Caracas verbessert und stabiler wurde. Ich habe mir die neue Version direkt geladen und bin diese am testen.

Mit einem Satz: Einfach ein Gedicht. Während man bei Firefox mittlerweile das Gefühl hat auf einem Bobbycar durchs Internet zu rutschen, so legt man bei Opera den Turbo ein.

Ich kann nur jedem empfehlen sich den Browser genauer anzusehen und sich genau zu fragen, ob er die ganzen Addons die er in Firefox installiert hat überhaupt braucht.