Wie so viele andere habe auch ich mir Windows 7 Beta heruntergeladen und habe all meinen Mut zusammen genommen und es sogar auf DVD gebrannt und installiert. Da Windows 7 nicht so viel Leistung wie Windows Vista brauchen soll, hab ich dafür direkt mein etwas in die Jahre gekommenes Notebook – einen Intel Celeron M 370 mit 1,5 GHz und 512 MB RAM – genutzt.
Der Beginn der Installation hat mich direkt an den von Windows XP erinnert – man darf direkt nachdem der Rechner von der DVD gelesen hat eine Taste drücken um von DVD zu starten. Tut man das nicht, wird das System ganz normal gebootet und somit bei den meisten wohl von der Festplatte.
Wenn man dann, wie gewohnt, auf eine Taste haut dann kommt man in den Installationsvorgang. Dieser beginnt dann direkt einmal der üblichen Monochronen Darstellung die einem wie schon bei Windows XP anzeigt das er etwas wie z.B. Dateien des Setups läd. Verfeinert wird das ganze dann noch mit dem ebenso Monochromen Ladebalken, der von Links nach Rechts geht und damit den Fortschritt anzeigt. Bis hier soweit nichts neues gegenüber Windows XP, ausser das wir nun trotz deutscher Versionen Englische Anzeigen beim Ladevorgang haben. Der Satz das man eine Taste drücken soll um von DVD – anstatt CD bei Windows XP – zu starten ist allerdings auf Deutsch wie er bei der deutschen Version auch sein sollte.
Um den eingefleischten XP Nutzer nicht zu sehr an XP zu erinnern, kommt hier nun allerdings nicht wie beim XP Setup ein blauer Hintergrund mit weisser Schrift sondern ein “Loading Windows” mit dem hübschen grünen Ladebalken – ähnlich wie beim Bootvorgang von Windows XP Home Edition.
Nachdem er dann geladen hat, kommt eine in Blau gehaltene Grafische Oberfläche – mich persönlich spricht diese allerdings kein bisschen an – eher im Gegenteil. Ich finde es wirkt Billig und zudem Erinnert es mich an einen Theme für GNOME.
Der erste Schritt in der GUI ist dann dann auswählen der Sprache, Uhrzeit und Währungsformat und das Auswählen der Tastatur oder Eingabemethode. Nachdem man dort dann nach genauer Prüfung das für sich passende – also wohl voreingestellte – gewählt hat geht es mit einem Klick direkt weiter.
Im nächsten Schritt kann man dann direkt auf “Jetzt installieren” klicken oder sich Alternativ Wissenswertes vor der Installation oder Reperaturoptionen geben lassen. Da ich weder einen Allgemeinen Standardtext lesen, noch eine eh nicht funktionierende Reperatur ausführen wollte, habe ich meinen Mauszeiger direkt auf “Jetzt installieren” bewegt und den Klick in den Wahnsinn für die Installation gemacht.
Man erhält dann erst einmal – natürlich auf Grafischer Oberfläche – die Meldung “Setup is Starting”. Bei mir hielt diese Meldung etwa 30 Sekunden, bis er dann mit dem üblichen Geplänkel Teil 1 ankommt.
Zuerst einmal, setzt man uns die Lizenzbedingungen vor, die wir dann natürlich ausführlich lesen und mit setzen eines Haken bestätigen.
Da auf dem Notebook noch Windows XP installiert war, hat mich das Setup dann direkt vor die Wahl gestellt, ob ich ein Upgrade durchführen möchte oder doch lieber die Benutzerdefinierte Installation bevorzuge. Da Standard jeder kann und ich Upgrades von Betriebssystemen bei Windows noch nie mochte (und Sie bei mir Grundsätzlich nur Probleme brachten) entschied ich mich also direkt für die Benutzerdefinierte Installation. Die Entscheidungshilfe die man sich dort noch antun durchlesen kann um das richtige auszuwählen ist übrigens für deutsche Endbenutzer mit schlechten Englischkenntnissen äußerst praktisch – so haben Sie direkt einen Grund die nächstgelene VHS in einem Englischkurs zu besuchen. Auch die Beschreibungen unter den Überschriften “Upgrade” und “Benutzerdefinierte Installation” sind in gut lesbarem und für jeden Verständlichem Englisch gehalten.
Weiter geht’s – wohl wegen der Auswahl der Benutzerdefinierten Installation – mit der Auswahl der gewünschten Partition bzw. der Partitionierung der Festplatte. Ich habe an dieser Stelle die entsprechende Partition ausgewählt und – damit nicht doch ein Upgrade gemacht wird – direkt per Mausklick formatiert. Da es nur wenige Sekunden dauerte, wählt Microsoft hier wohl die Schnellformatierung. Im Setup von Windows XP kann man immerhin noch selbst entscheiden, ob nun schnell oder ganz normal Formatiert werden soll – bei Windows 7 eben nicht.
Mit einem dezenten Klick auf “Weiter” beginnt das das, was man als eigentliche Installation bezeichnen kann:
- Dateien werden kopiert
- Dateien werden expandiert
- Funktionen werden installiert
- Updates werden installiert
- Die Installation wird abgeschossen abgeschlossen
Nach den ersten 15 Minuten ist er – in meinem Fall – damit durch gewesen und hat das Notebook direkt neu gestartet. Hier hatte ich die Auswahl, ob ich wie schon im XP Setup 15 Sekunden warte, oder ob ich auf eine Taste haue damit er sofort neu startet. Ich entschied mich dafür zu warten
Nach dem Neustart kommt – beim starten von Festplatte – zuerst eine nette Schrift mit der Info das er die Registry Einstellungen updated. Kurz danach erscheinen vier nette kleine leuchtende Punkte in den Farben des Windows Logos, die sich dann zum leuchtenden Windows Logo zusammen bauen. Am unteren Bildschirmrand findet man natürlich das obligatorische Copyright von Microsoft, das in keinem Haushalt fehlen darf.
Wenn er dann mit dem vorherigen Schritt soweit fertig ist, dann bekommen wir wieder die schon oben beschriebene Grafische Oberfläche – ein echtes Highlight – zumindest für bisherige DOS 5.0 Nutzer ohne GUI. Es geht dort dann weiter mit dem letzten Schritt, den er auch schon vor dem Neustart hatte. Die Installation wird abgeschlossen
Nach kurzer Zeit – bei mir waren es 5 Minuten – kommt dann wieder einmal die Registry und einiges anderes Zeugs dran und er startet nochmal – wie von Windows gewohnt – das Notebook neu.
Nach dem Neustart bekommen wir dann wieder unsere 4 Punkte in den Farben des Windows Logos und das leuchtende Windows Logo was sich darauf zusammen baut. Dazu gibt’s frische Texte, die aber schnell wieder verschwinden, da es weiter geht.
Im nächsten Schritt, natürlich mit GUI, haben wir dann Setup Geplänkel Teil 2. Angefangen mit dem Benutzer- und Computernamen geht’s über die Eingabe von Kennwort und Hinweis für Kennwort weiter zur Eingabe der SerienNr., die man – so das Setup – einfach vom Product Key Aufkleber ablesen kann.
Product Key Aufkleber? Hä? WTF? Ganz ruhig!
Microsoft hat sich nicht die Mühe gemacht und das für die Beta angepasst – schließlich hat man den Product Key auf der Webseite von Microsoft erhalten und kann Ihn dort nun eingeben. Wer an dieser Stelle geschlampt hat und die SerienNr. nicht aufgeschrieben hat und nicht wie ich mehrere Rechner hat, dem sei an dieser Stelle viel Glück gewünscht
Ich für meinen Teil habe bei der Eingabe der S/N den Haken für’s automatische Aktivieren entfernt. Die Gründe dafür lagen ganz einfach darin, dass das Notebook gar keine Internetverbindung hatte und ich solche dinge lieber selbst mache – ich bin eben nicht so der Typ der Software die er nicht kennt alles selbst machen lässt.
Direkt nach Eingabe der S/N dürfen wir dann Auswählen, wie wir es mit den Updates für Windows 7 halten möchten. Da ich, wie schon geschrieben, von der vollständigen Automatisierung nicht viel halte wähle ich natürlich “später erneut Nachfragen” und nicht Empfohlene Einstellungen oder nur wichtige Updates.
Zu guter letzt dürfen wir dann noch das Datum, die Zeit und die Zeitzone überprüfen bzw. ggf. sogar Einstellen und mit einem direkten Klick auf “Weiter” unseren ersten neu installierten Windows 7 Desktop zu sehen bekommen.
Mir ist beim neuen Desktop gleich die in hübscher “Sprechblase” dargestellte “wichtige Meldung” aufgefallen, welche “Click to view messages” lautete. Ich muss sagen, wirklich gutes Übersetzung
Der Ordnung halber habe ich das System dann noch einmal heruntergefahren und wieder gestartet, so das ich direkt einen sauberen Start hatte.
Starten tut das neue Windows 7 Standardmäßig ebenfalls mit den 4 Farbpunkten die dann zum Windows Logo werden. Kurz nachdem man dieses leuchtende Logo betrachten darf geht’s auch schon weiter – man darf sein Kennwort eingeben und auf Return/Enter hauen: Willkommen – Sie haben den Wahnsinn Windows 7 erfolgreich installiert.
Zusammenfassend kann ich sagen, das mich das ganze Setup sehr an die einzigste Windows Vista Installation die ich mal durchgeführt habe erinnert. Um Ehrlich zu sein habe ich mich gefragt, wo denn überhaupt der Unterschied zwischen der Installation von Vista und Windows 7 ist. Da Windows 7 jedoch gegenüber Windows Vista keine wirklichen Neuerungen enthalten soll, ist wohl Windows 7 nur ein “besseres” Vista, wobei das besser momentan noch dahin gestellt sei. Vielleicht ist Windows 7 aber auch nur eine abgespeckte verbesserte Version von Vista, da Microsoft nach dem Vista Flop mal wieder etwas auf dem Markt bringen musste – das weis man aber wohl nur bei Microsoft.
Als erste negative Merkmale musste ich allerdings feststellen, das weder mein WLAN (Intel Chip) funktioniert, noch das die Auflösung von 1280×800 Pixeln (Widescreen) nach dem übernehmen auch tatsächlich übernommen wird. Vielmehr geht er auf 800×600 Pixel. Ich muss mich daher wohl erst einmal mit 1024×768 Pixeln zufrieden geben in der Testumgebung – weil mehr ist Windows 7 für mich nicht und wird es wohl auch nie werden.
Man wird sehen zu was es führt oder besser gesagt: Ich werde sehen, wann ich Windows 7 wieder lösche oder das Notebook aus dem Fenster werfe – die Installation selbst lief ja ohne Probleme durch.