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	<title>schwarz-weiss.cc &#187; Piraten</title>
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	<description>Vom Wandel zwischen Kurzbefehlen und sozialer Paranoia</description>
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		<title>Zum Gedenken an die Loveparade Opfer</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 19:57:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Es sollte eine Veranstaltung werden, die der Stadt Duisburg und der verbundenen Region vor allem ein Imageplus bringen sollte. Jahrelang war die Loveparade in Berlin angehalten worden, bis man sie dort nicht mehr haben wollte. Die Loveparade zog somit ins Ruhrgebiet um, bis es zum tragischen Ereignis am vergangenen Sonntag in Duisburg kam, an dem [...]]]></description>
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<p><a href="http://schwarz-weiss.cc/wp-content/uploads/2010/07/Loveparade_logo.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-2425 alignleft" style="margin: 2px 5px 2px 0px; display: inline;" title="Loveparade_logo" src="http://schwarz-weiss.cc/wp-content/uploads/2010/07/Loveparade_logo-150x150.jpg" alt="Logo der Loveparade" width="150" height="150" align="left" /></a>Es sollte eine Veranstaltung werden, die der Stadt Duisburg und der verbundenen Region vor allem ein Imageplus bringen sollte.</p>
<p>Jahrelang war die Loveparade in Berlin angehalten worden, bis man sie dort nicht mehr haben wollte. Die Loveparade zog somit ins Ruhrgebiet um, bis es zum tragischen Ereignis am vergangenen Sonntag in Duisburg kam, an dem 19 Menschen starben und 511 verletzt wurden.<br />
Tragisch aber dennoch konsequent ist weiterhin die Einstellung der Loveparade durch den Veranstalter selbst. Mit diesem Ereignis hat sich die Loveparade keinen Gefallen getan, es w&#252;rde noch viele Jahre an dem Namen kleben, von Feierlaune w&#228;re da nichts mehr zu sp&#252;ren, wie auch am vergangenen Sonntag.</p>
<p>Nachdem am Wegesrand die ersten Toten lagen, ging die Parade zun&#228;chst weiter, um nicht eine noch gr&#246;&#223;ere Massenpanik auszul&#246;sen als es bereits war. Die Ordnungsh&#252;ter als auch die Hilfskr&#228;fte vor Ort waren &#252;berfordert und zugleich &#252;berlastet, obwohl sie von mehreren Dienststellen aus der ganzen Region unterst&#252;tz wurden. Als Fazit bleibt nun die l&#252;ckenlose und offene Aufkl&#228;rung, eine verfr&#252;hte Schuldzuweisung halte ich nicht f&#252;r sachdienlich. Es muss gekl&#228;rt werden, warum auf ein Gel&#228;nde das nur 250 000 Menschen fassen konnte, bis zu 1,4 Millionen eingelassen werden sollten, das durch eine schmale Rampe von 2 Tunnels beschickt wurde. Die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits wegen der fahrl&#228;ssigen T&#246;tung gegen Unbekannt, hoffen wir dass die Ermittlungen nicht verw&#228;ssert oder gar erfolglos eingestellt werden, denn die Verantwortung hat hier jemand zu &#252;bernehmen.</p>
<p>F&#252;r die betroffenen Familien und deren Angeh&#246;rige der Verungl&#252;ckten w&#252;nsche ich nun alle Kraft den Schmerz zu &#252;berwinden und dr&#252;cke mein tiefstes Beileid aus. Weiterhin ist zu hoffen dass durch die Ermittlungen die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.</p>

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		<title>Inkasso Arnold &#8211; AGB &#196;nderung</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 20:32:12 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das Inkassounternehmen Arnold, von dem ich vor wenigen Tagen berichtete hat scheinbar die Zeichen der Zeit erkannt und nunmehr seine AGB angepasst. Gl&#252;cklich muss man dar&#252;ber nicht sein, vor allem beweisen sie aber wunderbar die totale Unkenntnis der Rechtslage des Inkassobetreibers. Langsam mache ich mir ernsthafte Gedanken ob man den f&#252;r ihn zust&#228;ndigen Landgerichtspr&#228;sidenten nicht [...]]]></description>
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<p>Das Inkassounternehmen Arnold, von dem ich vor wenigen Tagen berichtete hat scheinbar die Zeichen der Zeit erkannt und nunmehr seine AGB angepasst. Gl&#252;cklich muss man dar&#252;ber nicht sein, vor allem beweisen sie aber wunderbar die totale Unkenntnis der Rechtslage des Inkassobetreibers. Langsam mache ich mir ernsthafte Gedanken ob man den f&#252;r ihn zust&#228;ndigen Landgerichtspr&#228;sidenten nicht einmal kontaktieren sollte um die fachliche Eignung f&#252;r die Fortf&#252;hrung des Inkassounternehmens pr&#252;fen sollte.</p>
<p>1) AGB und die Ausk&#252;nfte</p>
<p>Es wurden also die AGB um folgenden Passus erweitert:</p>
<blockquote><p>Die vom IB zur Verfuegung gestellten Bonitaetsinformationen stammen nicht aus eigenem Datenbestand, sondern aus dem Bestand allgemeiner, zugaenglicher Quellen, auf § 33 BDSG wird ausdruecklich hingewiesen, der Schutz personenbezogener Daten wird beachtet. Wird dennoch eine Anfrage gestellt, kann diese nur bearbeitet bzw. beantwortet werden, wenn: a) diese hier per Post eingeht; b) ein Identit&#228;tsnachweis (Kopie Personalausweis) beiliegt, c) <strong>ein an sich selbst adressierter u. ein ausreichend frankierter Freiumschlag (f&#252;r Einschreiben mit Rueckschein) beiliegt</strong>. Besteht entspr. BDSG keine Pflicht zur Auskunftserteilung, erfolgt diese nicht. <strong>Anfragen per EMail- oder per Fax sind nicht erlaubt (§7 UWG) </strong>und werden nicht bearbeitet bzw. beantwortet.</p></blockquote>
<p>Fangen wir vorne an:</p>
<p>a) Wann gelten AGB?<br />
Allgemeine Gesch&#228;ftsbedingungen sind Vertragsbestandteil aber nur dann wenn auch ein Vertrag geschlossen wird. Bei einer Auskunftsabfrage die ich im Sinne meiner Rechte nach dem BDSG einmal pro Jahr durchf&#252;hre kommt kein Vertrag zu stande, da ich ein Recht nutze das mir per Gesetz zusteht und keine Vertragsgrundlage ben&#246;tigt. Daher ist die von Inkasso Arnold durchgef&#252;hrte AGB &#196;nderung schlichtweg sinnfrei, denn sie wird niemals zur Geltung kommen, ausser ich bin Kunde bei dem Unternehmen und fordere eine Auskunft an.</p>
<p>b) Rechtskenntnisse eines Inkassozulassungstr&#228;gers<br />
Wer nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) eine Zulassung zum Betrieb eines Inkassounternehmens und damit verbunden die Beschaffung fremder Rechtsgesch&#228;fte, in diesem Fall die Beitreibung ausstehender Zahlung durchf&#252;hrt, muss eine entsprechende Qualifikation vorweisen k&#246;nnen. Es sind Kenntnisse aus dem BGB sowie auch aus der ZPO von N&#246;ten um ein Mahnverfahren entsprechend rechtssicher durch zu f&#252;hren. Auch ist nach meiner Einsch&#228;tzung Wissen im Allgemeinen Gesch&#228;ftsbedingungen Recht notwendig, um die Mandanten bzw. Kunden entsprechend korrekt zu vertreten. Als Inkassounternehmen muss er die AGB seines Mandanten n&#228;mlich ber&#252;cksichtigen um die notwendigen Schritte korrekt durchzuf&#252;hren. Da er aber scheinbar seine eigenen AGB noch nicht einmal auf die Reihe bekommt, mache ich mir da gro&#223;e Sorgen.</p>
<p>Als Inkassounternehmer muss er einfach wissen wann ein Vertrag zu stande kommt und wann nicht, denn sonst kann er kein Verfahren das ihm &#252;bergeben wird auch nur ansatzweise pr&#252;fen und feststellen ob &#252;berhaupt eine Forderung entstanden ist. Unter der Hand: Das interessiert sowieso kein Inkassounternehmen, man &#252;bergibt die F&#228;lle und die werden einfach blind angemahnt. Es findet keinerlei Pr&#252;fung durch die Unternehmen statt, ein Makel den ich dringend behoben wissen m&#246;chte.</p>
<p>c)  Anfragen per EMail- oder per Fax sind nicht erlaubt (§7 UWG)<br />
Auch hier haben wir einen gro&#223;en Schwachfug. Das UWG gilt nur f&#252;r Unternehmen untereinander und nach aussen hin. Das bedeutet, eine Privatperson im Sinne des §13 BGB kann nach UWG gar nicht belangt werden, da sie nicht im Wettbewerb mit anderen steht. Ausserdem trifft diese Klausel so oder so nicht zu, da nach Gesetz ein Auskunftsanspruch in Textform besteht. Es ist nicht weiter im Gesetz definiert, dass zB die Anfragen nur per Fax zu erledigen sind. Wenn also ein Auskunftssuchender per Fax schreibt, ist die Textform erf&#252;llt und damit der Auskunftswunsch deutlich gemacht dem auch Folge geleistet werden muss.</p>
<p>d) &#8220;werden nicht bearbeitet bzw. beantwortet.&#8221;&#8216;<br />
An der Stelle von Inkasso Arnold h&#228;tte ich diesen Passus aus den AGB, die ja immerhin sowieso nicht gelten, gestrichen. Denn damit leistet er Zeugnis, dass er seiner Auskuftspflicht nicht nachkommen wird, auch wenn diese nach den Vorgaben aus dem Gesetz erfolgt ist. Textform umschlie&#223;t also Fax und E-Mail. Die Festlegung der Schriftform nach §126 BGB kann er nicht festlegen wenn kein Vertrag vorhanden ist.</p>
<p>Fazit:<br />
Inkasso Arnold gl&#228;nzt mit rechtlicher Unkenntnis bzw. verschlimmert die Angelegenheit nur noch anstatt diese zu verbessern. Es fehlt an eklatantem Wissen &#252;ber Vertragsschluss sowie der Anwendung der geltenden Gesetze. Jedem der sich &#252;berlegt dort Kunde zu werden um seine Forderungen beitreiben zu lassen, kann ich nur dringend davon abraten.</p>

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		<title>Die kleine Welt von Inkasso Arnold</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Apr 2010 10:41:28 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Seit kurzem steht jedem Verbraucher nach §34 I IV BDSG das Recht zu einmal pro Jahr kostenfrei Ausk&#252;nfte &#252;ber die von ihm gespeicherten Merkmale zu erhalten. Binnen k&#252;rzester Zeit fluppten Portale aus dem Boden, die es mittels weniger Klicks dem Nutzer automatisiert erm&#246;glichen diese Abfragen zu erledigen. Besonders positiv ist mir der Dienst &#8220;selbstauskunft.net&#8221; aufgefallen, [...]]]></description>
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<p>Seit kurzem steht jedem Verbraucher nach §34 I IV BDSG das Recht zu einmal pro Jahr kostenfrei Ausk&#252;nfte &#252;ber die von ihm gespeicherten Merkmale zu erhalten. Binnen k&#252;rzester Zeit fluppten Portale aus dem Boden, die es mittels weniger Klicks dem Nutzer automatisiert erm&#246;glichen diese Abfragen zu erledigen. Besonders positiv ist mir der Dienst &#8220;<a href="selbstauskunft.net">selbstauskunft.net</a>&#8221; aufgefallen, der die Schreiben auch noch per Fax versendet.</p>
<p>Unter den abzufragenden Unternehmen befindet sich die Firma Inkasso Arnold, ein Einzelunternehmen bzw. einzelner Inkassodienstleister nach RDG (Rechtsdienstleistungsgesetz). Dieser hat scheinbar von der Neuerung noch nichts mitbekommen, allein dies finde ich mehr als befremdlich, so dass man sich nun anschickt schlappe 59,50 € von jedem Anfragenden f&#252;r die Nutzung der Faxnummer zu verlangen. Au&#223;erdem wird der Onlinedienst selbstauskunft.net ebenfalls mit Kosten in H&#246;he von 75 € / Fax bedient. Die Begr&#252;ndung folgt auf dem Fu&#223;:</p>
<blockquote><p>Wir stehen mit Ihnen in keiner Gesch&#228;ftsbeziehung und haben Ihnen nicht erlaubt, uns derartige Schreiben zu &#252;bersenden. Die hier durch Ihren Fax-Versand eingehende Schreiben hindern unseren gesch&#228;ftlichen Ablauf derma&#223;en, dass wir es als unerlaubte Nutzung unserer Kommunikationseinrichtung ansehen und u.U. eine strafrechtliche &#220;berpr&#252;fung vorsehen.</p></blockquote>
<p>Auf die Auskunftsanfrage selbst geht man gar nicht ein, sondern pr&#228;sentiert gleich die Rechnung die binnen einer kurzen Frist auszugleichen w&#228;re.</p>
<p>Nun, das Unternehmen muss derart viel zu tun haben, dass ein kleines Faxschreiben das ganze B&#252;ro in eine tiefe schwerwiegene Krise st&#252;rzt die mit der Massenk&#252;ndigung bei Quelle vergleichbar ist und einen derart enormen Aufwand erzeugt, dass die papierherstellenden Firmen nun kurzerhand die Produktion verdreifacht haben; Grund ist der massive Papierverbrauch von Inkasso Arnold.</p>
<p>Zur rechtlichen Situation sehe ich mehrere M&#246;glichkeiten auf deren Bedienung ich mich schon freue:</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">1) Finanzamt</span><br />
Die ausgestellten Rechnungen entsprechen in keinster Weise den Vorgaben f&#252;r Rechnungen im Gesch&#228;ftlichen bereich. Noch dazu wird Schadensersatz mit einer Umsatzsteuer belegt obwohl dieser keinen Leistungsaustausch darstellt. Ferner sei angemerkt, dass der Schadensersatz scheinbar pauschal und gesch&#228;tzt angegeben wird. Der Hinweis, dass es dem Empf&#228;nger der Schadenersatzrechnung freistehen muss einen niedrigeren nachweisen zu d&#252;rfen, fehlt g&#228;nzlich.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">2) Schaden selbst</span><br />
Der Schaden selbst ist in meinen Augen noch nicht einmal entstanden, denn das Inkasso bietet auf der Internetseite seine Faxnummer an und signalisiert damit die Bereitschaft zur Kontaktaufnahme. Vergleichbare Urteile gibt es vor allem bei Ordnungswidrigkeitsverfahren hinsichtlich der Verpflichtungen nach EHuG (elektronisches Handels und Genossenschaftsregister). Wer Kontaktdaten zur Verf&#252;gung stellt, muss auch damit rechnen dass diese genutzt werden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">3) Auskunft</span><br />
Die angeforderte Auskunft wird trotz der Geb&#252;hr nicht geleistet. Somit geht es scheinbar rein darum, das vermutlich finanziell angeschlagene Unternehmen zu sanieren und noch schnell einen M&#228;rker abzuziehen. Somit sehe ich einen Versto&#223; gegen die Auskunftspflicht; ist allerdings nur eine Ordnungswidrigkeit.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">4) Tatbestand der N&#246;tigung</span><br />
Der Tatbestand der N&#246;tigung im Sinne des §240 StGB ist nach meiner Einsch&#228;tzung erf&#252;llt, das erkenne ich vor allem daran, dass mein mir zustehendes Recht eine solche Auskunft zu erhalten f&#252;r die Zukunft unter Androhung eines empfindlichen &#220;bels unterbunden wird und man mir somit mein gesetzlich zustehendes Recht nimmt. Ferner fordert man eine Unterlassungserkl&#228;rung. Ob man diese auch durchsetzt ist derzeit unklar. Ausserdem sollte sich der Inhaber viel mehr einmal die M&#252;he machen seine Internetseiten aufzur&#228;umen, denn ich habe 2 Seiten gefunden die der Impressumspflicht nach §5 TMG nicht Gen&#252;ge leisten und somit ebenfalls abmahnf&#228;hig sind.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">5) Zulassung</span><br />
Aus meiner Sicht ist hier grob die Sorgfaltspflicht sowie Zuverl&#228;ssigkeit des Unternehmens in Frage zu stellen. Anstatt sich fort zu bilden und den aktuellen Auskunftspflichten nachzukommen hagelt es Rechnungen. Ein Schreiben an den f&#252;r die Zulassung zust&#228;ndigen Gerichtspr&#228;sidenten sollte auf jeden Fall in Erw&#228;gung gezogen werden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">6) Auftreten des Inkassounternehmens ist unseri&#246;s</span><br />
Das Auftreten des Unternehmens in Summe ist mehr als unseri&#246;s. Man bietet auf seiner Seite unter anderem Partnerprogramme, Freundschaftswerbung und Links zu einer Druckerei an. F&#252;r mich hat das ganze Gebilde eines Hilfsversuchs einer Webseite mehr den Touch eines Auftritts aus dem Jahre 1990, als so mancher noch vor seinem Frontpage sa&#223; und sich dar&#252;ber freute, dass nun im Internet Explorer 5 eine &#220;berschrift &#252;ber den Bildschirm rennt.<br />
Zudem scheint das Unternehmen es noch nicht bis zu sicheren Verschl&#252;sselungsstandards, wie z.B. SSL f&#252;r die &#220;bertragung von sensiblen Daten geschafft zu haben; einige Formulare &#252;ber die Antr&#228;ge zur Bearbeitung eingestellt werden k&#246;nnen, sind ungesch&#252;tzt.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Meine Empfehlung</span></strong></p>
<p>Jeder der von dem Inkasso eine Auskunft anfordert und eine Rechnung erh&#228;lt sollte diese auf keinen Fall bezahlen. Nicht zu reagieren ist allerdings ebenfalls der falsche Weg. Statt dessen empfehle ich ein Schreiben aufzusetzen in dem man sich gegen die unberechtigte Forderung ausspricht und die Weigerung der Zahlungsleistung ausspricht. Damit ist die Sache dann erst einmal erledigt. Er selbst kann zwar einen Mahnbescheid beantragen, allerdings darf er diesen nicht als Unternehmer bzw. Inkassodienstleister durchf&#252;hren, da nur unstrittige Forderungen nach den Ma&#223;gaben des RDG von ihm bearbeitet werden d&#252;rfen. Er muss somit einen Rechtsanwalt mit der Klage beauftragen &#8211; und das wage ich stark zu bezweifeln dass er das macht.</p>
<p>Wichtig ist aber dass der Widerspruch gegen die Rechnung schriftlich ausgesprochen wird und man die Weigerung der Zahlung klarstellt!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Formulierungshilfe</strong></span></p>
<p><em>Sehr geehrte Damen und Herren von Inkasso Arnold,</em></p>
<p><em>unter Bezugnahme auf Ihr Schreiben vom XX.XX.XXXX teile ich Ihnen nachfolgend mit, dass gegen den von Ihnen geltend gemachten Schadensersatz Widerspruch erhoben wird. Ferner erkl&#228;re ich die geforderte Summe nicht leisten zu wollen. Sofern Sie die gestellte Rechnung gegen mich durchsetzen wollen, empfehle ich das streitige Verfahren. Einer Datenspeicherung in eigenen Datenbanken zum Zwecke der Bonit&#228;tsauskunft als auch einer &#220;bermittlung an Dritte, z.B. Auskunfteien stimme ich im &#220;brigen nicht zu, da das Verfahren strittig und somit eine Speicherung bzw. &#220;bermittlung von Negativmerkmalen unzul&#228;ssig ist.</em></p>
<p><em>Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en</em></p>
<p><em>Maria von Zahl-ich-net</em></p>

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		<title>Zimmer f&#252;r BTP 2010.1 in Bingen zu vergeben</title>
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		<description><![CDATA[Eine liebe Piratin hat ein Doppelzimmer f&#252;r den kommenden Bundesparteitag 2010.1 in Bingen zu vergeben. Das ist die Chance f&#252;r alle die, die noch keine Unterkunft haben. Wer Interesse hat, melde sich bitte kurz via Kommentar in meinem Blog oder sende eine Nachricht per Twitter Mention an @Neejle &#196;hnliche Beitr&#228;ge16.03.2010 -- Parteisch&#228;digung deutlich gemacht…11.03.2010 -- [...]]]></description>
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<p>Eine liebe Piratin hat ein Doppelzimmer f&#252;r den kommenden Bundesparteitag 2010.1 in Bingen zu vergeben. Das ist die Chance f&#252;r alle die, die noch keine Unterkunft haben. Wer Interesse hat, melde sich bitte kurz via Kommentar in meinem Blog oder sende eine Nachricht per Twitter Mention an @Neejle</p>

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		<title>Parteisch&#228;digung deutlich gemacht…</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 01:52:36 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[… am Beispiel Sarrazin. Jeder der in der letzten Zeit die Medien um den umstrittenen Exsenator Thilo Sarrazin verfolgt hat, wird die Frage nach Parteisch&#228;digung anhand seiner &#196;usserungen &#252;ber Kopftuchm&#228;dchen und anderen Entgleisungen mit Ja beantwortet haben. Als Piratenparteimitglied hat man diese Frage nicht nur bejaht sondern das Ja gleich &#252;ber alle Berge und T&#228;ler [...]]]></description>
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<p>… am Beispiel Sarrazin. Jeder der in der letzten Zeit die Medien um den umstrittenen Exsenator Thilo Sarrazin verfolgt hat, wird die Frage nach Parteisch&#228;digung anhand seiner &#196;usserungen &#252;ber Kopftuchm&#228;dchen und anderen Entgleisungen mit Ja beantwortet haben. Als Piratenparteimitglied hat man diese Frage nicht nur bejaht sondern das Ja gleich &#252;ber alle Berge und T&#228;ler geschrien.</p>
<p>Warum das so ist?   <br />Nun, wie ich neulich auch getwittert habe, die einen haben Sarrazin, die anderen Aaron K&#246;nig – jeder hat so sein P&#228;ckchen zu tragen. Bei beiden wurden &#196;usserungen festgestellt die nicht mit der Parteiseele &#252;bereinstimmten, beide wurden mit den drohenden Buchstaben PAV bedroht, im Fall Sarrazin kam es sogar zur Verhandlung, bei den Piraten wurde ein Klageantrag kurzerhand per Wiki erstellt, dass dieser allerdings a) substantiiert genug und b) ordentlich dem Schiedsgericht zugegangen ist sei dahin gestellt.</p>
<p>Die Landesschiedskommision der SPD hat nun ein Urteil gef&#228;llt und ich finde, dass man sich dieses genau durchlesen sollte, vielleicht denkt der ein oder andere Pirat noch einmal nach, bevor er nach Parteiausschluss schreit.</p>
<p>Im Urteil der Schiedskommission wurde best&#228;tigt, dass Rassismus innerhalb der SPD nicht geduldet werde, Sarrazins &#196;u&#223;erungen aber die Voraussetzungen daf&#252;r nicht erf&#252;llen w&#252;rde, da er im Falle der Kopftuchm&#228;dchen sich rein auf Araber und T&#252;rken bezogen h&#228;tte, die eine “produktive Funktion f&#252;r den Obst- und Gem&#252;sehandel” h&#228;tten und zudem st&#228;ndig “neue Kopftuchm&#228;dchen” produzieren w&#252;rden. Die Definition des Rassismus erfordert es dar&#252;ber hinaus, dass alle Migrantengruppen gleicherma&#223;en abgewertet werden; Sarrazin hob aber hervor, dass Vietnamesen und Osteurop&#228;er integrationswillig seien, br&#228;chten &#252;berdurchschnittliche Erfolge in zweiter Generation zu Tage. Bei Juden stellte er sogar einen 30 Punkte h&#246;heren Intelligenzquotienten dar.</p>
<p>Er hatte es in seiner damaligen Aussage also lediglich auf Araber und T&#252;rken abgesehen.</p>
<p>Das Schiedsgericht kritisierte weiter, dass Sarrazin auf den ersten Blick gegen das Menschenbild des Grundsatzprogramms versto&#223;e: Seine &#196;u&#223;erungen zeugten “von einem sehr pessimistischen Menschenbild”, er gebe n&#228;mlich 20 % der Bev&#246;lkerung verloren und sei der Meinung, diese m&#252;ssten sich “auswachsen”. Die Schiedskommission beanstandete im Gegenzug die &#196;u&#223;erungen Sarrazins nicht, dass alle zugezogenen Ausl&#228;nder auch die deutsche Sprache beherrschen m&#252;ssten. In der Entscheidung ist zu lesen: “Die Praxis anderer anerkannter Rechtsstaaten, wie etwa der Vereinigten Staaten, die ein anderes System des Zuzugs praktizieren, sollte auch innerhalb der SPD offen diskutiert werden k&#246;nnen.”</p>
<p>Und wo ist nun die Parallele zur Piratenpartei?</p>
<p>Das ist einfach: Wie ich schon fr&#252;her geschrieben habe, erlebe ich immer wieder, dass sobald ein Parteimitglied gleich welchem Organ es angeh&#246;rt, eine &#196;u&#223;erung oder Handlung macht, die der Parteibasis widerf&#228;hrt, direkt nach Parteiausschluss, Rauswurf und drastischen juristischen Ma&#223;nahmen gebr&#252;llt(!) wird. Dabei wird vor allem das Wort: Parteischaden, als universelle Waffe verwendet um ein Argument f&#252;r den Rauswurf zu haben. Doch was ist letztlich Parteischaden? &#220;ber diese Begrifflichkeit sollten sich viele erst einmal bewusst werden. Gerade das Beispiel Sarrazin zeigt, das selbst solche krassen &#196;u&#223;erungen die er vom Stapel gelassen hat, eben nicht als Parteisch&#228;digung gewertet wurden und damit den Rauswurf aus der SPD bef&#252;rwortet h&#228;tten.</p>
<p>Was ist also Parteischaden?</p>
<p>Um Parteischaden festzustellen, muss man sich auf die Suche nach dem Schaden machen. Als Beispiel k&#246;nnte ich mir nun vorstellen, dass es zu einer Handlung kommt die schwerwiegend gegen die Parteidogmen der Piratenpartei versto&#223;en; die Presse dies aufnimmt und uns durch den Dreck zieht.   <br />Und mit Presse meine ich nicht solche G&#252;lleblogs wie Fix!MBR (auf Link extra verzichtet), sondern auf Presse (Spiegel, FAZ, …).    <br />Ferner ist eine Sch&#228;digung eingetreten, wenn massenhaft aufgrund der geschehenen Handlung Mitglieder austreten und auch bei Versuchen hier noch g&#252;tliche Gespr&#228;che zu f&#252;hren, diese auch nicht wieder eintreten. Unter massenhaft verstehe ich im &#220;brigen mehr als 10 ;). Ein weiteres deutliches Signal kann sein, wenn die Landesverb&#228;nde sich geschlossen von dieser Handlung distanzieren, es also zu einer Abstandshaltung durch Verb&#228;nde und Gliederungen kommt.</p>
<p>Jeder, dem nun eine Handlung oder Aussage in Zukunft missf&#228;llt m&#246;ge bitte vorher sich die Frage im Geiste stellen: Wo ist der Parteischaden und wie weise ich diesen nach?</p>
<p>Erst wenn diese Frage einwandfrei beantwortet werden kann, man die Beweise daf&#252;r gesichert und eine Klageschrift auch substantiiert w&#228;re, sollte zum Wort Parteiausschluss und Parteischaden greifen, alles andere ist reine Demagogie, die uns vermutlich mehr schadet als die eigentliche Handlung – Warum das so ist werde ich in meinem baldigen Blogeintrag “Ursache und Wirkung in der Piratenpartei” noch einmal genauer klarstellen.</p>

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		<title>Stellungnahme des KV N&#252;rnberg</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 21:48:15 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Vor einigen Tagen trudelte nachts klammheimlich eine Stellungnahme des Vorstandes des Kreisverbandes N&#252;rnberg (nach LV Bayern Vorstand Beschluss aberkannt) ein. Darin las ich nachfolgenden Text: Ahoi D., wie du vielleicht mitbekommen hast, gibt es rund um die Gr&#252;ndung des KV N&#252;rnbergs einige Bedenken des Landesvorstandes. Dieser hat in seiner Sitzung am 03.02.2010 beschlossen, die KV-Gr&#252;ndung [...]]]></description>
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<p>Vor einigen Tagen trudelte nachts klammheimlich eine Stellungnahme des Vorstandes des Kreisverbandes N&#252;rnberg (nach LV Bayern Vorstand Beschluss aberkannt) ein. Darin las ich nachfolgenden Text:</p>
<blockquote><p>Ahoi D.,<br />
wie du vielleicht mitbekommen hast, gibt es rund um die Gr&#252;ndung des KV N&#252;rnbergs einige Bedenken des Landesvorstandes. Dieser hat in seiner Sitzung am 03.02.2010 beschlossen, die KV-Gr&#252;ndung nicht anzuerkennen. Die in der uns am 07.02.2010 zugegangenen Begr&#252;ndung genannten Bedenken des LVs sind rein formaler Natur, k&#246;nnen von uns nicht nachvollzogen werden und haben ausdr&#252;cklich nichts mit der Region N&#252;rnberg oder uns als gew&#228;hlten Vorstand zu tun.</p></blockquote>
<p>Einige Bedenken rund um die Gr&#252;ndung des KV N&#252;rnberg? &#196;hm, ich darf mal kurz zusammen fassen was in meinen Augen einige Bedenken sind: Ich habe seit dem 17 Januar 2010 hier sachen erlebt, die gibt es noch nicht einmal bei der NPD. Da werden S&#228;tze gesprochen wie: “Ich nehm mal 500€ und such mir Piraten um einen Bezirksparteitag zu erzwingen” (Nur so am Rande, der Satz wurde am 22. Januar 2010 ausgesprochen, Parteitag war am 24. Januar 2010). Auch am Parteitag selbst wurde von “symbolischen Gegenreden” gegen die Wahl des Wahlleiters der in Mittelfranken nur noch “der Antragssteller”, “Pirat G.” oder “Herr G.” genannt wird, nicht halt gemacht. Kompromissf&#228;higkeit wie ich diese von den Piraten gewohnt war? – Weit gefehlt, Zwang, Druck und Drohungen beschrieben 1 Woche Spie&#223;rutenlauf vor dem Parteitag. Zwischenzeitlich ist Mittelfranken am Hund, die anderen Bezirke schaun uns doch schon gar nicht mehr mit dem Arsch an, alles was wir an Ruhm, Lob und Zuspruch im Wahlkampf erarbeitet haben, ist weggewischt, andere Bezirke twittern sogar wie cool doch der Landesvorstand ist und den KV N&#252;rnberg aberkannt hat. Und all das nennt man “einige Bedenken” (auch wenn es im Zusammenhang mit der Entscheidung des LV BY steht)?</p>
<blockquote><p>Da weder Bezirks- noch Kreis-Vorstand diesen Beschluss des Landesvorstandes akzeptieren, da dies dem auf der Gr&#252;ndungsversammlung ausgedr&#252;ckten Mehrheitswillen zu widerlaufen w&#252;rde und die AG Recht der Piratenpartei uns sowohl die Rechtsm&#228;&#223;igkeit der Gr&#252;ndung als auch die M&#246;glichkeit, auf eine eigene Satzung f&#252;r den KV zu verzichten, best&#228;tigte, werden wir das Landesschiedsgericht anrufen.</p></blockquote>
<p>Es ist richtig dass am 17. Januar 2010 etwas gegr&#252;ndet wurde. Das erkenne ich auch nicht ab, denn ich war sogar Versammlungsleiter. Es hat sich auch ein Kreisverband gegr&#252;ndet, allerdings wurde dieser so gegr&#252;ndet, dass in meinen Augen &#252;ber die Satzungslosigkeit des Kreisverbandes nicht gen&#252;gend aufgekl&#228;rt wurde und man sich vor allem so verhalten hat, als w&#228;re eine Satzung vorhanden! Es ist mehr als nur schade, dass es scheinbar in unserer Partei momentan Usus ist, f&#252;r alles gleich einen Rechtsanwalt, die Laien-Schiedsgerichte oder sonstige juristische Keulen raus zu holen. Ich bin dar&#252;ber hinaus gespannt, wann die Abmahnerei bei uns in der Partei losgeht, denn das fehlt noch.</p>
<p>Mehr als interessant finde ich hier vor allem die Aussage nun doch das Landesschiedsgericht anrufen zu wollen, das man vorab noch als befangen abgestempelt hat und sich in einem Meinungsbild (<a href="http://wiki.piratenpartei.de/Mittelfranken/Vorstand/Protokoll_2010-02-06" target="_blank">Link zum Wiki</a>) gegen selbiges aussprach.</p>
<p>Weiterhin bin ich strikt dagegen dass der Beschluss des Landesverbandes Bayern einfach ignoriert wird. Das gilt sowohl f&#252;r den Bezirksvorstand als auch f&#252;r den Kreisvorstand. Es kann nicht sein, dass Beschl&#252;sse, gleich welcher Art diese sind, einfach &#252;bergangen und ignoriert werden, daf&#252;r haben wir Schiedsgerichte die dann umgehend sofort anzurufen sind. Dort bringt man sein Klagevorbringen vor und verlangt nach M&#246;glichkeit auch gleich den Erlass einer einstweiligen Anordnung um die Wirkung eines Beschlusses zu hemmen. Wenn es bereits jetzt derart losgeht, dass wir mal eben Beschl&#252;sse die jemanden nicht passen, dann sehe ich schwarze Zeiten auf uns zukommen.</p>
<blockquote><p>Unabh&#228;ngig davon werden wir weiterhin versuchen, den Landesvorstand davon zu &#252;berzeugen, dass er bei seiner Beschlussfassung von falschen Voraussetzungen ausgegangen ist und daher seinen Beschluss revidieren sollte.</p></blockquote>
<p>Ist das ein Aufruf zur Lobbyarbeit anstatt das Thema auf sachlicher kommunikativer Ebene mit Einr&#228;umung von Kompromissen <strong>auf beiden Seiten </strong>zu behandeln?</p>
<blockquote><p>Da aus pers&#246;nlichen Gr&#252;nden Lina Nodes, die Ihr zur Schatzmeisterin gew&#228;hlt habt, zur&#252;ckgetreten ist, &#252;bernimmt vorl&#228;ufig Nico Hofmann, Beisitzer im KV-Vorstand,  die Funktion des Schatzmeisters.</p></blockquote>
<p>Wie dr&#252;ckte das mein liebster Ultraformalist im Landesverband Bayern doch so sch&#246;n aus: INSTAFAIL <img src='http://schwarz-weiss.cc/wp-content/plugins/smilies-themer/tango/face-smile.png' alt=':)' class='wp-smiley' /> – Denn mit diesem Satz verst&#246;&#223;t man nun gegen jegliche Regeln der Kunst. Ich dr&#246;sel das mal auf:</p>
<p>1) Variante keine Satzung</p>
<p>Der letzte Stand den ich wahrgenommen habe war, dass der KV N&#252;rnberg daf&#252;r einstand, dass mindestens die Satzung der Piratenpartei gelten w&#252;rde, da es immerhin ein Kreisverband der Piratenpartei ist. Damit lesen wir nun im gro&#223;en Buch der Satzungen, dass ein Vorstand nach den Regeln der BzV Satzung (das ist die n&#228;chste &#252;bergeordnete Satzung) mindestens 5 Piraten im Vorstand haben muss und weiterhin 2 Beisitzer, die dann im Rahmen der sog. Kooption ein ausscheidendes Vorstandsmitglied ersetzen. In dem Fall des KV N&#252;rnberg haben wir 5 Vorst&#228;ndler, keine weiteren, damit ist die Kooption flach gefallen, denn sie k&#246;nnen keinen ersetzen.</p>
<p>2) Variante Gr&#252;ndungsversammlungsbeschluss</p>
<p>Die Gr&#252;ndungsversammlung hat beschlossen, dass der Vorstand aus 5 Piraten bestehen soll. Weitere Kooptionsregelungen wurden nicht getroffen, einer ist gegangen, damit haben wir nur noch 4 – Willen der Gr&#252;ndungsversammlung nicht eingehalten</p>
<p>Fazit:</p>
<p>Es muss Vorstandswahlen geben und der KV N&#252;rnberg ist in meinen Augen jetzt handlungsunf&#228;hig. Dabei ist f&#252;r mich erst einmal irrelevant ob dieser nun anerkannt war oder nicht.</p>
<blockquote><p>Wenn die Situation des KV gekl&#228;rt ist &#8211; durch allseits akzeptierten Spruch des Landes- oder Bundes-Schiedsgerichts oder durch R&#252;cknahme des LV-Beschlusses &#8211; werden wir Vorstands-Neuwahlen ansetzen, da wir der Meinung sind, dass die auf uns wartenden politischen Aufgaben f&#252;r 4 Personen im Vorstand zu viel sind und wir euch die Gelegenheit geben wollen, uns erneut euer Vertrauen &#8211; <strong>oder auch nicht</strong> &#8211; auszusprechen.</p></blockquote>
<p>Diesen Absatz muss man genau lesen, denn da steckt so einiges an Informationen drin. Zum ersten warten wir nun einen “allseits akzeptierten Spruch eines Gerichts” ab. Aus meiner Sicht w&#228;re das der erste Schiedsspruch bei den Piraten der allseits anerkannt wird, aber ich bin durchaus lernf&#228;hig. Zudem bedeutet dieser Satz f&#252;r mich ein Mega-Zeitfenster, denn bis auch das letzte Schiedsgericht endlich einen Richterspruch (&#252;brigens am Bundesschiedsgericht hat man noch nicht mal Fachliteratur wie Ipsen oder Rixen als Kommentar zu liegen, man male sich daher schon mal die Qualit&#228;t des Urteils aus) spricht, wird viel Zeit ins Land und Wasser die Pegnitz hinab gehen. Der Landesverband Bayern wird seinen Beschluss nicht zur&#252;ck nehmen, ergo heisst es warten. Was passiert denn w&#228;hrend der Zeit an politischer Arbeit? Wird man von den Piraten in N&#252;rnberg auch ohne Faschingsumzug noch etwas lesen? Also weiter im Text: Nachdem wir dann einen endg&#252;ltigen Richterspruch haben, sollen Vorstandswahlen angesetzt werden (auch hier haben wir wieder Einladungsfristen – obwohl moment… welche Fristen? Ist ja nichts geregelt…) und dann den N&#252;rnberger Piraten die Gelegenheit gegeben, das Vertrauen dem alten Vorstand f&#252;r die neue Amtszeit nochmal zu geben oder nicht.</p>
<p>Das “oder auch nicht” zeigt mir bereits, dass man sich scheinbar seiner Sache doch nicht mehr so sicher ist? Kann ich mir gut vorstellen, dass dem ein oder anderen Zweifel gekommen sein m&#246;gen, denn ich w&#228;re mir in der jetztigen Situation nicht mehr sicher ob ich noch das Vertrauen der N&#252;rnberger h&#228;tte. Es w&#252;rde mich aber brennend interessieren, mal ein Meinungsbild einzuholen und genau danach zu fragen:</p>
<p>- Wer ist der Meinung dass die Entscheidung mit all den verbundenen Konsequenzen richtig war?</p>
<p>- Wie will er das Blut das die Strasse hinabflo&#223; wieder auffangen und alle aus der Lethargie holen?</p>
<p>Weiterhin fehlen mir in der Stellungnahme die immerhin seit 6 Wochen heiss angek&#252;ndigt wird und in meinen Augen keine Stellungnahme ist, sondern lediglich eine Zusammenfassung der n&#228;chsten Schritte, die Beantwortung der eklatanten Fragen:</p>
<p>- Welche Entscheidungskraft haben die an der Gr&#252;ndungsversammlung beschlossenen Mitgliederversammlungen?</p>
<p>- Wie wird zu diesen Versammlungen eingeladen? Per Facebook, Twitter oder Rauchzeichen?</p>
<p>- Wie stelle ich einen Antrag an den Vorstand?</p>
<p>- Wo finde ich die Protokolle der Vorstandssitzungen (es gab immerhin schon 2)?</p>
<p>- Was plant der KV N&#252;rnberg an politischen Aktionen um in N&#252;rnberg am &#8220;Ball&#8221; zu bleiben?</p>
<p>- Was will er f&#252;r die Transparenz tun die er im moment gegenteilig lebt?</p>
<p>Ich k&#246;nnte diese Liste meterlang fortf&#252;hren, Fragen &#252;ber Fragen und keine Antworten. Ich hoffe insgeheim, dass die n&#228;chsten Vorstandswahlen oder der n&#228;chste Parteitag schnell kommt und endlich die allen N&#252;rnbergern zustehenden Antworten l&#252;ckenlos liefert!</p>

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		<title>Prozess gegen Tauss beginnt am 18.Mai 10</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 19:35:17 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Vor dem Landgericht in Karlsruhe wird am 18. Mai 2010 das Strafverfahren gegen J&#246;rg Tauss er&#246;ffnet. Nachdem die Ermittlungen abgeschlossen sind, hat die Staatsanwaltschaft das &#246;ffentliche Interesse bejaht und die Klageschrift ausgefertigt. Der Termin, der &#252;brigens von Tauss selbst getwittert wurde, ist von einem Sprecher der Staatsanwaltschaft gegen&#252;ber Heise.de best&#228;tigt worden. Die Dauer der Verhandlung [...]]]></description>
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<p>Vor dem Landgericht in Karlsruhe wird am 18. Mai 2010 das Strafverfahren gegen J&#246;rg Tauss er&#246;ffnet. Nachdem die Ermittlungen abgeschlossen sind, hat die Staatsanwaltschaft das &#246;ffentliche Interesse bejaht und die Klageschrift ausgefertigt. Der Termin, der &#252;brigens von Tauss selbst <a href="http://twitter.com/tauss/status/10016294286" target="_blank">getwittert</a> wurde, ist von einem Sprecher der Staatsanwaltschaft gegen&#252;ber Heise.de best&#228;tigt worden. Die Dauer der Verhandlung wird auf 4 Tage anberaumt.</p>
<p>Zu den Vorw&#252;rfen selbst will ich mich hierzu nicht &#228;u&#223;ern, ich denke er hat bereits genug mediale Verurteilung erfahren. Ich w&#252;nsche mir f&#252;r ihn ein faires Verfahren.</p>
<p>Sollte er wider erwarten verurteilt werden, wird man sehen m&#252;ssen, wie sich dies auf die Piratenpartei auswirkt und ob er dann sein Parteibuch zur&#252;ckgibt.</p>

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		<title>Weserspucker P&#246;belknechte</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 10:43:43 +0000</pubDate>
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<p>Dieser Begriff fiel mir just in dem Augenblick ein, als ich &#252;ber Twitter nachfolgendes Bild in meiner Timeline wahrnahm:</p>
<p><a href="http://schwarz-weiss.cc/wp-content/uploads/2010/03/dIGGQmbc6TaR1SDa.jpg"><img style="border-right-width: 0px; display: block; float: none; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; border-left-width: 0px; margin-right: auto" title="dIGGQmbc6TaR1SDa" border="0" alt="dIGGQmbc6TaR1SDa" src="http://schwarz-weiss.cc/wp-content/uploads/2010/03/dIGGQmbc6TaR1SDa_thumb.jpg" width="520" height="393" /></a></p>
<p>Das in dem Artikel geschriebene ist der geistige Erguss eines kleinen P&#246;belknechts der scheinbar nicht nur schlecht informiert sondern auch noch derartig politisch ungebildet ist, dass ein solcher Beitrag verfasst wurde. Der Chefredakteur der Zeitung kann einem richtig leid tun, wenn er zu seinen Mannen einen solchen Autoren z&#228;hlen muss. Ich habe mir nun schnell eine Email zur Hand genommen und folgende Zeilchen verfasst:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrter Herr Lohmann,      <br />sehr geehrter Herr G&#246;tte,       <br />sehr geehrte Damen und Herren, </p>
<p>soeben habe ich Ihren in meinen Augen ketzerischen Artikel &#252;ber die Piratenpartei Deutschland in ihrem Blatt &quot;Wesersprucker&quot; wahrgenommen. Es ist schockierend, dass ein solcher Artikel &#252;berhaupt &#252;ber die Pr&#252;fungen durch die Redaktion hinaus, es geschafft hat in den Druck zu gelangen. </p>
<p>Die in dem Artikel vorgebrachten &#196;u&#223;erungen stellen f&#252;r mich zum einen eine massive Beleidigung dar, da Sie die Piratenpartei in Verbindung mit P&#228;dophilie und P&#228;derasten in einem Satz nennen, zudem stelle ich aber auch die Verletzung des rechtsstaatlichen Gebots der Unschuldsvermutung f&#252;r unser Parteimitglied J&#246;rg Tauss fest. Von den abwertenden Andeutungen gegen&#252;ber internetaffiner Menschen, m&#246;chte ich hier gar nicht weiter sprechen, da es ihnen aus meiner Sicht nicht geschadet h&#228;tte, vorher noch einmal in die B&#252;cher zum Leitfaden f&#252;r Qualit&#228;tsjournalismus zu &quot;glotzen&quot;, dem es scheinbar ihrem Autoren sowie der Redaktion geh&#246;rig fehlt. </p>
<p>Zu den Beleidigungen sei angemerkt, dass Sie sich damit l&#252;ckenlos in die Reihen der Ex-Familienministerin von der Leyen oder Herrn von und zu Guttenberg einreihen, der all jenen unterstellt hat, dass selbige p&#228;dophil sein k&#246;nnten, die lediglich in der Lage seien ihren PC derart zu bedienen, dass eine Umgehung der DNS Sperren f&#252;r kinderpornographische Inhalte m&#246;glich ist. Es ist weiterhin bedauerlich, dass hier nicht auf Qualit&#228;t in der Recherche wert gelegt wurde, sondern reine Polemik das &quot;Geschreibsel&quot; bestimmt hat. Ob dies ein gutes Licht auf ihr &quot;Blatt&quot; wirft sei dahin gestellt; schon jetzt sehe ich aber den Namen darin begr&#252;ndet, dass Sie scheinbar vorgeben was mit diesem Papier am besten zu tun ist: einfach darauf zu spucken und in die Weser oder vergleichbares Abwasser zu werfen. </p>
<p>Hinsichtlich der Missachtung der Unschuldsvermutung zu unserem Parteimitglied J&#246;rg Tauss, verliere ich wenigstens die Worte, dass solange er nicht rechtskr&#228;ftig verurteilt ist, eine mediale Verurteilung, wie diese bereits geschehen ist, verachtungsw&#252;rdig ist. Ich hoffe, dass sofern Sie selbst einmal in Verlegenheit hinsichtlich eines Vergehens gelangen, ihnen nicht selbiges widerf&#228;hrt. </p>
<p>Mit freundlichem Gru&#223; </p>
<p>Dominique Schramm      <br />Parteimitglied</p>
</blockquote>
<p>Mal sehen ob auf diese Email eine Erwiderung eingeht, gerne werde ich dazu wieder berichten.</p>

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		<title>Vorratsdatenspeicherung gekippt &#8211; Ohrfeige f&#252;r Gesetzgeber</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 09:47:22 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Deutschland hielt den Atem an. Heute um 10.00 Uhr war die Verk&#252;ndung des Urteils des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe zu der umstrittenen Vorratsdatenspeicherung. Die Vorgaben selbst kommen dabei von der EU, die eine Speicherung zu Strafverfolgungszwecken erlassen hat, wie diese umgesetzt wird obliegt aber wieder den L&#228;ndern selbst. Deutschland hat hier durch die Regelungen in den [...]]]></description>
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<p>Deutschland hielt den Atem an. Heute um 10.00 Uhr war die Verk&#252;ndung des Urteils des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe zu der umstrittenen Vorratsdatenspeicherung. Die Vorgaben selbst kommen dabei von der EU, die eine Speicherung zu Strafverfolgungszwecken erlassen hat, wie diese umgesetzt wird obliegt aber wieder den L&#228;ndern selbst. Deutschland hat hier durch die Regelungen in den §§113a,b TKG allerdings zu viel zur Speicherung veranlasst.</p>
<p>Das Bundesverfassungsgericht hat in seiner Urteilsverk&#252;ndigung festgestellt, dass</p>
<blockquote><p>1. Die Gesetze in der derzeitigen Form verfassungswidrig und damit nichtig sind</p>
<p>2. Die bisher gespeicherten Daten s&#228;mtlich zu l&#246;schen sind</p></blockquote>
<p>Damit ist die Vorratsdatenspeicherung gekippt, die Daten m&#252;ssen gel&#246;scht werden und die Aktivisten die jahrelang gegen dieses Vorhaben gek&#228;mpft haben, ernten einen dicken Sieg am Punktekonto. Auch ich habe mich an der Verfassungsbeschwerde als einer von &#252;ber 34000 Beschwerdef&#252;hrern beteiligt. Besonderer Dank gilt aber vor allem dem Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung die bis zur Selbstaufgabe tag t&#228;glich mit Infost&#228;nden und vielen Aktionen gegen dieses Vorhaben gek&#228;mpft haben.</p>
<p>Dennoch, um die Euphorie ein wenig zu bremsen, wird eine Form der Speicherung von Verbindungsdaten auf uns zukommen. Das Bundesverfassungsgericht hat zwar die bereits verabschiedeten Gesetze, mit dem st&#228;rksten Mittel, n&#228;mlich der Nichtigkeitserkl&#228;rung, gekippt, einer generellen Nichtigkeit der Richtlinie die aus Br&#252;ssel stammt, folgt das Gericht nicht. So muss jetzt unter den strengen Vorgaben, die das Gericht gegeben hat, eine neue Version der Vorratsdatenspeicherung aufgelegt werden, die dann aber ausschlie&#223;lich im Rahmen der Strafverfolgung zu nutzen ist. Das bedeutet, dass bei Er&#246;ffnung eines Ermittlungsverfahrens wegen eines schweren Verbrechens durchaus die Speicherung stattfinden kann und aus meiner Sicht auch soll, eine verdachtsunabh&#228;ngige Speicherung ist und bleibt aber unzul&#228;ssig.</p>
<p>Zur Speicherung von Verbindungsdaten bei Verbrechen habe ich pers&#246;nlich nichts, aber auch da, und diese Vorgaben machte auch das Bundesverfassungsgericht, haben Regularien zu gelten, die einen besonderen Umgang mit diesen Daten beschreiben. Auch wenn die Vorratsdatenspeicherung nun erst einmal vom Tisch ist, so werden wir Piraten und auch der AK Vorrat dennoch weiterhin die Sache im Blick haben, damit nun nicht unter dem Deckmantel der Terrorbek&#228;mpfung nicht doch wieder eine &#228;hnliche Art der gekippten Vorratsdatenspeicherung eingef&#252;hrt werden wird.</p>

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		<title>Kommunikation in der Piratenpartei</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 13:53:57 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wer am Ende des Beitrages angelangt ist und sich diesen ersten Satz noch einmal durchliest, wird mir beipflichten, dass dieser Beitrag &#252;ber die Kommunikation innerhalb der Piratenpartei eher kritischer Natur ist, als dass er lobend geschrieben wurde. Hintergrund ist nicht ein Versuch der Bew&#228;ltigung von Unstimmigkeiten, die ich durch j&#252;ngste Entwicklungen mit meiner Partei habe, [...]]]></description>
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<p>Wer am Ende des Beitrages angelangt ist und sich diesen ersten Satz noch einmal durchliest, wird mir beipflichten, dass dieser Beitrag &#252;ber die Kommunikation innerhalb der Piratenpartei eher kritischer Natur ist, als dass er lobend geschrieben wurde. Hintergrund ist nicht ein Versuch der Bew&#228;ltigung von Unstimmigkeiten, die ich durch j&#252;ngste Entwicklungen mit meiner Partei habe, sondern vielmehr der klare Fingerzeig auf Umst&#228;nde die mir als Pirat aufgefallen.</p>
<p>Bevor ich mich nun in die Kritik st&#252;rze, will ich mir die Zeit nehmen, die verschiedenen Kommunikationskan&#228;le der Piraten einmal zusammen zu fassen. Es sei angemerkt, wer aktiver Pirat ist, weiss wie schwierig das ist.</p>
<p><strong>     <br />Existierende Kommunikationskan&#228;le</strong></p>
<p><strong>1) Mailinglisten</strong></p>
<p>Mailinglisten sind der heilige Gral der Piraten. Es gibt viel zu viele davon. Jede AG, jede Gemeinschaft zur Ver&#246;ffentlichung eines offenen Briefes und selbst jedes Orgateam er&#246;ffnet als erste “Amtshandlung” eine Mailingliste. W&#252;rde man alle Mailinglisten der Piraten abonnieren wollen, w&#252;rde man sich einer Flut von gesch&#228;tzten 200 000 Mails am Tag aussetzen, die man dann aber auch alle entsprechend zu lesen hat, denn es ist immerhin das Hauptkommunikationsmittel der Piraten auf dem alles – und ich meine wirklich alles – besprochen wird.    <br />Doch woher kommt dieser Mailinglistenfetisch, denn anders kann ich es nicht bezeichnen, wenn man sich an ein Kommunikationsmedium derart heftet? Nun ich bin der Meinung, dass der Hang zu den Mailinglisten vor allem in unserer Herkunft der Mitglieder begr&#252;ndet ist. Sehr viele Piraten, auch ich nehme mich davon nicht aus, haben ihren Ursprung in der IT Welt. Gerade im unixoiden Umfeld sind Mailinglisten, bzw. die monochrome textbasierte Variante der Kommunikation vorzufinden. Dies kann ich allein damit erkl&#228;ren, dass ich selbst als Systemadministrator auf unz&#228;hligen Linux- und Sicherheitsmailinglisten angemeldet bin. Ein Forum mit Oberfl&#228;che kommt in diesem Bereich einfach nicht zu tragen, da die Hardcore Admins mit ihrem geliebten Mutt bzw. irssi f&#252;r IRC Chats eben noch im textbasierten Umfeld h&#228;ngen, dort auch gar nicht wegwollen und damit andere ebenfalls dazu anhalten ihre Kommunikation auf gerade solche Kommunikationsmedien zu verlagern. Zugegeben es gibt Ausnahmen, auch wenn diese selten sind.</p>
<p>Ich bin mir aber – und vermutlich formieren sich schon einige die nun zum Gegenschlag gegen einen Mailinglisten&#228;chter ausholen – sicher, dass Mailinglisten eben genau nicht als Kommunikationsmittel, welches wir als <strong>Partei</strong> f&#252;r politische Arbeit ben&#246;tigen geeignet sind, sondern vielmehr als fl&#252;chtiges organisierendes und verteilendes informatives Medium genutzt werden sollen. Konkret meine ich damit, dass Mailinglisten lediglich zur Planung von Aktionen, ob nun auch z.B. das WLAN wirklich funktioniert, bzw. zur Ank&#252;ndigung eines Nicht-Flashmobs in Unterhosen an Flugh&#228;fen genutzt werden sollen, Themenkomplexe wie Bedingungsloses Grundeinkommen oder sozialere Marktwirtschaft haben aber allein schon aufgrund ihrer Tragweite den Anspruch auf Diskussion mittels eines geeigneteren Mediums.</p>
<p>Ein weiterer Minuspunkt der den Mailinglisten vorgemerkt ist, ist die Art der Diskussion. Aufgrund der Distanz eines Absenders und Schimpfboldes auf einer Mailingliste zu dem Empf&#228;ngerkreis mit Publikum aber auch dem direkten Empf&#228;nger in einer heissen Wutdiskussion, erlaubt es diesem einen Diskussionsstil zu f&#252;hren, der in einem normalen Gespr&#228;ch von Bierglas zu Bierglas nicht m&#246;glich w&#228;re. Ich habe des &#246;fteren pers&#246;nliche Attacken als auch Beschimpfungen der niedersten Kategorie auf solchen Listen wahrnehmen m&#252;ssen. Dadurch dass Mailinglisten nicht moderiert werden, zumindest habe ich bisher noch keine Moderation wahrgenommen, haben Diffamierungen und &#228;hnlich gelagertes hier eine B&#252;hne die von einigen Unholden gerne genutzt werden. Ich spreche mich nun aber nicht f&#252;r die Zensur bzw. Moderation auf Mailinglisten aus, gebe aber zu bedenken, dass diese Listen a) f&#252;r jedermann lesbar sind, b) eine Mitst&#246;rerhaftung auch f&#252;r die Partei entstehen kann und c) wir damit den Beweis der mangelnden Diskussionskultur liefern, auch wenn dieser durch einzelne, die mit derartigen w&#252;sten Emails auf sich aufmerksam machen, den eigentlichen Beweis f&#252;r die ganze Partei liefern.</p>
<p><strong>2) Newsserver</strong></p>
<p>Seit kurzem wird in einem Projekt namens “Syncom” (ich komme sp&#228;ter noch drauf zu sprechen) ebenfalls zu den Mailinglisten ein Newsserver angeboten. Letztlich ist dies nichts anderes als das einigen sicherlich noch bekannte Usenet und dabei spreche ich nun nicht von UseNext Zug&#228;ngen, um Bin&#228;rdateien zu beziehen. Ansonsten spiegelt der Newsserver selbiges wie die Mailinglisten wieder, nur dass er &#252;ber einen anderen Client bedient wird, sowie auch besondere Regelungen in der Vorhaltezeit von Nachrichten hat, ohne auf die technischen Details weiter eingehen zu wollen. Es verh&#228;lt sich also in diesem Punkt wie bei den Mailinglisten.</p>
<p><strong>3) Forum</strong></p>
<p>Jeder der sich jetzt schon freut, dass ich auf den k&#252;rzlich geschehenen Forumtransfer eingehe, wird zum jetzigen Zeitpunkt bitter entt&#228;uscht werden, da ich dazu derzeit mich &#246;ffentlich bis zur vollst&#228;ndigen Kl&#228;rung aller Umst&#228;nde nicht &#228;ussern werde. Es kann mich bei R&#252;ckfragen zur Sache selbst jeder gerne direkt kontaktieren.</p>
<p>Das Forum der Piraten wird unabh&#228;ngig von den Mailinglisten betrieben. Damit haben wir somit eine Trennung zwischen den Diskutanten auf Mailinglisten und Forum. Dieser Graben wird auch von den jeweiligen Seiten aufrecht erhalten, da die Anh&#228;nger des heiligen Grals von diesem nicht weichen, die Forenj&#252;nger ebenfalls von ihrem Maulwurfsh&#252;gel nicht abr&#252;cken. Ich kann damit mit Recht behaupten, dass wir Themen durch die Unabh&#228;ngigkeit beider Kommunikationsmedien doppelt diskutieren, die Ergebnisse aber nicht gegeneinander abgleichen sondern im schlimmsten Fall zweierlei Meinungen entstehen, die sicherlich diskutiert wurden, allerdings ohne die Argumente des anderen Lagers mit einzubeziehen.    <br />Die Vorteile eines Forums liegen dabei klar auf der Hand: W&#228;hrend man f&#252;r eine Mailingliste eine Emailadresse mit unbegrenztem Postfach (ich erinnere an die 200 000 Mails / Tag) ben&#246;tigt, sowie eine intensive Beziehung zu allen Funktionen seines Mailprogramms, ist ein Forum frei von diesem H&#252;rden und bietet daher die Einfachheit der Diskussion an. Anmelden, einloggen und Beitr&#228;ge schreiben. Auch die Lesbarkeit an sich ist ein wichtiger Punkt, bei Mailinglisten darf man noch jede Email einzeln lesen und muss sich vorangegangene Emails auch merken um der Diskussion folgen zu k&#246;nnen, die dann durch falsches oder zerrissenes Zitieren ad absurdum gef&#252;hrt wird, im Gegensatz zu einem Forum bei dem ich mir die Beitr&#228;ge en bloc zusammenh&#228;ngend durchlesen kann.     <br />Allerdings haben auch Foren ihre Kehrseite: Die Trolle w&#252;ten auch hier gleicherma&#223;en wie in den Mailinglisten. Der einzige Vorteil ist dabei dass man Benutzer deren Hauptaufgabe das Sammeln von &lt;°(((&gt;&lt; (Heringen) ist, durch Deaktivierung ihrer Accounts etwas abk&#252;hlen kann, auch wenn die K&#252;hlphase nur bis zur n&#228;chsten Sockenpuppe reicht.     <br />Ein weiterer Punkt der nicht ausser Acht gelassen werden sollte ist die Archivfunktion eines Forums, denn ein Forum ist von seiner Grundstruktur darauf ausgelegt, dass alle Beitr&#228;ge erhalten bleiben, diese indexierbar und nachlesbar sind. F&#252;r so manchen Diskutanten kann dies schnell ungem&#252;tlich werden, wenn alte Beitr&#228;ge herausgefischt und vorgehalten werden.</p>
<p><strong>4) Syncom</strong></p>
<p>Das Projekt Syncom, welches ich gerne einmal bildlich beschreiben w&#252;rde, obgleich ich Sprache und Abwasserkanalisation ungern in einen Satz presse:</p>
<p><em>Bezeichnet man die Mailinglisten, Newsserver und das Forum jeweils als Abwassersyphon f&#252;r Diskussionen, so ist Syncom die Vereinigung selbiger ohne Kl&#228;ranlagenfunktion obwohl diese dem System angedacht war und ist.</em></p>
<p>Um diese Aussage von mir nun verstehen zu k&#246;nnen, liefere ich ein paar Hintergrundinformationen zum Projekt Syncom. Die Idee des Projekts halte ich nicht f&#252;r grunds&#228;tzlich verkehrt, allerdings bin ich der Auffassung dass die Projektidee nicht gegen die Mentalit&#228;t der Piraten innerhalb der Partei gelinkt wurde. Das Syncom Projekt hat als erstes den Ansatz, dass alle drei Medien – Newsserver, Mailinglisten und Forum – miteinander verbunden werden, um eine einheitliche und gemeinschaftliche Diskussion zu zulassen. Gerade f&#252;r Diskutanten die nicht mit dem Emailprogramm Tag und Nacht arbeiten und sich eine penible Organisationsstruktur zur Verwaltung der ganzen Mailinglisten angeeignet haben, damit eher das Forum nutzen, mag dies ein gro&#223;er Schritt zur Vereinfachung an der Teilnahme von Diskussionen sein. Zus&#228;tzlich werden wir allen Lagern, sowohl den Mailinglistenanh&#228;ngern, Forenj&#252;ngern und Usenetgro&#223;eltern gerecht und bieten eine gemeinsame Basis um zu diskutieren.    <br />Bis hier hin folge ich gerne der Idee, doch nun wird es schwierig. Ein Problem der Piraten ist, dass auf Mailinglisten und anderen Kommunikationsmedien viel diskutiert wird, die Ergebnisse und auch die Essenz aus den Diskussionen dann aber auf den Mailinglisten gerne versiegen. Ich erkl&#228;re dies gerne bildlich damit, dass ein Entwickler alle Energie in die Entwicklung einer Anwendung steckt, f&#252;r die Dokumentation meist aber nur eine schmucklose Textdatei mit technisch-kyrillischen Anweisungen herhalten muss. Die Piraten halten dies &#228;hnlich, diskutiert wird viel, Ergebnisse im Wiki sind dann eher d&#252;nn besiedelt.</p>
<p><strong>5) Wiki</strong></p>
<p>Das Wiki, eigentlich ebenfalls mit einem Satz beschreibbar: </p>
<p><em>Eine von Vogonisten gef&#252;llte Datencloake ohne Struktur und &#220;bersicht.</em></p>
<p>Auch hier liefere ich gerne die Erkl&#228;rung dazu. Als erstes sind die Vogonisten hier nicht mit den Vogonen aus dem Film “Per Anhalter durch die Galaxis” zu vergleichen, sondern dies ist eine Wortsch&#246;pfung eines rhetorisch begabten Piraten. Er hat den Begriff Vogonismus erschaffen um damit auszudr&#252;cken, was im Wiki Alltag geworden ist: Informationen werden durch &#220;berf&#252;lle und mangelnde Organisation, obgleich diese &#246;ffentlich und f&#252;r jeden auffindbar eingepflegt, dennoch versteckt sind. Wer einmal im Wiki eine Information, die er dringend ben&#246;tigt, gesucht hat, wird mir best&#228;tigen k&#246;nnen, dass er mindestens einmal daran gescheitert ist. Dabei ist gerade das Wiki ein sehr wichtiges Element unserer Partei, da es das zentral-kollektive Gehirn der Piraten darstellt. Alles Wissen und jegliche Informationen sind im Wiki zu finden – ausser sie wurden auf einer Mailingliste diskutiert und niemand hat es eingetragen. Aber auch das zeigt, wie wichtig das Wiki ist. Und gerade weil es so wichtig ist, darf eine Strukturierung sowie auch Aufbereitung der Daten im Wiki unter keinen Umst&#228;nden fehlen. Die notwendigen Erweiterungen auf technischer Ebene sind vorhanden, doch kann diese noch lange nicht jeder bedienen. Damit wir aber Informationen nicht im Rohformat aufnehmen m&#252;ssen ist es unabdingbar mit &#220;bersichten, grafischen Elementen und Ansichten zu arbeiten die eine leichte Auffassung der Informationen erm&#246;glichen.</p>
<p>Ein gutes Beispiel ist die von Markus aka Anthem entwickelte Antragsfabrik. Damit wird es erstmalig m&#246;glich die Satzungs- und Programm&#228;nderungsantr&#228;ge &#252;bersichtlich aufbereitet aufzunehmen, zu durchdenken und dann entsprechend eine Meinung durch Zustimmung, Enthaltung oder Ablehnung zu geben. Und genau solche Ansichten w&#252;nsche ich mir an weiteren Stellen im Wiki.</p>
<p><strong>6) Twitter</strong></p>
<p>Ja auch ich nutze unter @NetAndroid_BY einen Twitteraccount – und das sogar aktiv. Dennoch halte ich Twitter lediglich als Ank&#252;ndigungsmedium f&#252;r geeignet. Mehr nicht. Im Endeffekt ist Twitter auch nichts anderes als SMS, nur mit 140 statt 160 Zeichen. Zudem sehe ich in Twitter auch die Gefahr, dass die Kommunikation miteinander in Mitleidenschaft gezogen wird, denn seit SMS und Twitter erlebe ich es immer wieder dass es einigen in direkten Gespr&#228;chen doch merklich schwer f&#228;llt einen Satz mit mehr als zwei Kommas und einer Apposition zu bilden, geschweige den meinen geliebten Schachtels&#228;tzen zu folgen.</p>
<p>Die Piraten nutzen Twitter sehr stark, seitdem ich bei den Piraten bin, weiss ich selbst erst wie man den Dienst richtig nutzt. Alle hei&#223;en Infos laufen dar&#252;ber und l&#246;sen oft hitzige 140 Zeichen Wortgefechte aus. Da das Medium selbst zur Diskussion g&#228;nzlich ungeeignet ist, wie schon viele aktive User gemerkt haben, kommt der Dienst hier ganz gut davon, da ich es als Ank&#252;ndigungsmedium durchaus sch&#228;tze – mehr aber auch nicht.</p>
<p><strong>7) IRC / Jabber</strong></p>
<p>Ich selbst nutze kein IRC, von daher kann ich dazu wenig sagen. Allerdings nutze ich aktiv Jabber, da es f&#252;r mich freundlicher daherkommt, als die IRC Dienste. Auch hier haben wir letztlich nichts anderes als textbasierende Diskussionen, die fern jeder emotionalen und gestikativen Ebene sind. Auch hier haben wir die &#252;blichen Netzgestalten die auf Fischfang ihre Angeln ausgeworfen haben. Ich reihe daher diesen Punkt neben die Mailinglisten mit ein, ausser dass es in IRC Kan&#228;len sogenannte OPs (Operatoren) gibt, die bei massiven &#220;bertretungen eine Form der Moderation anwenden um wieder Ruhe in die Menge zu bekommen. Es gibt aber auch unmoderierte Kan&#228;le auf denen dann der Troll toben darf.</p>
<p><strong> <img src='http://schwarz-weiss.cc/wp-content/plugins/smilies-themer/tango/face-cool.png' alt='8)' class='wp-smiley' /> Telefonkonferenzen / Mumblesitzungen</strong></p>
<p>Nachdem wir uns nun ausf&#252;hrlich den textbasierten Kommunikationsmedien gewidmet haben, folgen nun die Medien die mit gesprochener Sprache genutzt werden: Telefon- oder Mumblekonferenzen. Auch hier haben wir als Unterschied zwischen beiden Arten der Konferenzen eine rein technische Unterscheidung, die man ganz einfach auf fernm&#252;ndliche Konferenzen herunter brechen kann. Hier ist der gemeine Pirat nun gefordert durch Wortwahl und gesprochene Sprache aufzutreten. In einer Telefonkonferenz kann man eben nicht mehr wie auf einer Mailingliste entsprechend niederem Schreibstil f&#252;r Aufruhr sorgen, sondern bekommt bei Nichtgefallen seines Gegen&#252;bers direkt Paroli. Trolle wird man in solchen Sitzungen kaum bis gar nicht finden. Solche Konferenzen halte ich f&#252;r das erste taugliche Medium um auch Politik “machen” zu k&#246;nnen.    <br />Nur durch die lebendige Diskussion, durch Schlagabtausch und Argumentationsf&#252;hrung entsteht hinterher ein Ergebnis das sich sehen lassen kann und es ist auf jeden Fall effektiver als textbasierte Medien.Nat&#252;rlich sind, diese Erfahrung habe ich selbst gemacht, Konferenzen dieser Art viel anstrengender. In der Diskussion muss ich a) Argumente vorbringen, b) diese auch begr&#252;nden k&#246;nnen und c) Argumente eines Gegners aufs Korn nehmen k&#246;nnen um ihn von meiner Meinung &#252;berzeugen zu k&#246;nnen, nachdem ich ihm gezeigt habe, dass seine Argumente wertlos sind. Ich betrachte solche Konferenzen ein wenig wie Kampfsport ohne Gewalt anzuwenden. Vor allem bringen diese Konferenzen den Piraten mehr als Mailinglisten oder &#228;hnliches, denn der politische Gegner wird nicht erst eine Mailingliste er&#246;ffnen, wenn er uns im politischen Alltag an die W&#228;sche will.</p>
<p><strong>9) Stammtische / Reale Treffen</strong></p>
<p>Stammtische, Versammlungen, Treffen vor Ort sind die <strong>einzige </strong>und zugleich <strong>beste </strong>Art und Weise Politik zu machen. Wir Piraten m&#252;ssen lernen dass gerade Politik durch gesprochene Sprache in Debatten vor Ort stattfindet und nicht &#252;ber Mailinglisten ausgefochten wird. Man stelle sich nur einmal einen Plenarsaal vor, in dem zwar Abgeordnete sitzen, die Debatten aber &#252;ber die beliebten technischen Tools durchgefochten werden und keiner eine lebhafte Rede vorn am Pult h&#228;lt. Ist das Politik? Nein! Wir m&#252;ssen noch viel mehr Versammlungen, Treffen und Vor-Ort Gespr&#228;che abhalten als bisher, auch wenn es den Kellerkindern, von denen ich mich nicht ausnehme, schwerf&#228;llt unter dem Geschrei der V&#246;gel, der Frischluft und gleisenden Sonnenlicht durch die Stra&#223;en zum Treffpunkt zu huschen. Als Einschub dazu, es ist bezeichnend dass die Gesch&#228;ftsstelle der Piraten in Mittelfranken im “Keller” liegt.</p>
<p><strong>da war aber noch…</strong></p>
<p>Ja ich bin mir sicher, dass ich noch einiges vergessen habe, die Liste oben hat auch keinen Anspruch auf Vollst&#228;ndigkeit, sondern zeigt vielmehr, dass die Liste doch schon viel zu lang ist. Wer soll diese ganze Informationsflut beherrschen, geschweige denn lesen? Das schafft nur jemand, der sich 24 Stunden mit den Piratenkan&#228;len besch&#228;ftigt und so jemanden wird es, das behaupte ich nun einmal frech, nicht geben.</p>
<p><strong>Und die L&#246;sung?</strong></p>
<p>Wie ich bereits beim Syncom Projekt habe durchblicken lassen, hat der derzeitige Vorstand Bestrebungen das Projekt auch g&#228;nzlich umzusetzen. Nach Aufassung einiger Satzungsanh&#228;nger, die die Regeln zu 100% klar auslegen, darf der Vorstand uns Piraten auch das Kommunikationsmedium vorgeben, das heisst aber noch lange nicht, dass wir uns das auch gefallen lassen. Das Vorhaben mit Syncom und der Begrenzung der Vorhaltezeit von Diskussionen als Druckmittel zu nutzen um mehr Ergebnisse ins Wiki einfliessen zu lassen, klingt erst einmal vern&#252;nftig, da der Vorstand dazu gew&#228;hlt wurde, die Parteistruktur so zu gestalten, dass diese effektiv f&#252;r die ganze Partei ist. Solange aber nicht es als Selbstverst&#228;ndnis eines jeden Piraten geworden ist, zur Erhaltung und weiteren Nutzung seiner gewonnen Informationen, diese auch ins Wiki zu stellen, wird der Zwang nicht f&#246;rderlich sein sondern wird sicherlich einige Lager hervorbringen, die sich dagegen aufb&#228;umen – und das aus meiner Sicht auch zurecht. Eine Vernichtung von Diskussionen durch automatische L&#246;schung halte ich grunds&#228;tzlich f&#252;r falsch, sondern der Vorstand sollte das Bewusstsein der Piraten vor allem darin st&#228;rken, dass er ihnen klar macht, dass es unabdingbar ist, dass &#252;ber gewonnene Erkenntnisse das Ganze im Wiki, f&#252;r andere auch nutzbar, eingetragen wird. Als Piraten haben wir n&#228;mlich im Wahlkampf uns f&#252;r verteiltes Wissen, das jedem zug&#228;nglich ist, eingesetzt. Eine beendete Diskussion die nicht im Wiki landet ist kein geteiltes Wissen in dem Sinne, sondern lediglich Wissen innerhalb einer Gruppe der Diskutanten auf der Mailingliste bzw. dem Medium auf dem es diskutiert wurde. Damit es letztlich Wissen wird, dass uns Allen zur Verf&#252;gung steht muss es ins Wiki eingetragen werden, damit wir darin eine Datenbasis an Informationen aufbauen k&#246;nnen. Nur dann k&#246;nnen wir im n&#228;chsten Schritt uns einen &#220;berblick aller Daten und im Folgeschritt Wissen aneignen. Hierzu verwende ich gerne zur Veranschaulichung eine Wissenspyramide.</p>
<p><a href="http://schwarz-weiss.cc/wp-content/uploads/2010/02/Wissenspyramide.gif"><img style="border-right-width: 0px; display: block; float: none; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; border-left-width: 0px; margin-right: auto" title="Wissenspyramide" border="0" alt="Wissenspyramide" src="http://schwarz-weiss.cc/wp-content/uploads/2010/02/Wissenspyramide_thumb.gif" width="500" height="347" /></a></p>
<p>Genau genommen fehlt dieser Pyramide aber noch eine Schicht, in der befinden wir uns n&#228;mlich gerade: Unterhalb der Daten, denn wir wissen noch nicht einmal was wir alles an “Daten” haben. Oder findet sich hier in den Reihen jemand der die Frage nach den Daten beantworten kann? So trete er hervor. </p>
<p>Ich habe mir, da man das sicherlich von mir auch erwartet, wenn ich schon einen solchen Beitrag verfasse, Gedanken gemacht wie man die Kommunikation innerhalb der Piraten verbessern kann.</p>
<p><strong>1) Pirat</strong></p>
<p>Als erstes steht ein jeder Pirat auf der Liste. Solange wir uns nicht klar werden, dass unsere Kommunikation, so wie sie derzeit l&#228;uft eher den Niragara Wasserf&#228;llen gleicht, die wir nicht unter Kontrolle haben, ist an Kommunikationsstrukturierung noch gar nicht zu denken. Daher sollten wir im Vorfeld uns zusammen setzen und die derzeitige Problematik erkennen, denn nur wenn wir die Fehler erkannt haben, k&#246;nnen wir diese auch beheben. Wir werden sicherlich nicht alle 12000 Piraten die es derzeit sind, an einen Tisch bekommen um dar&#252;ber zu diskutieren, aber eine gr&#246;&#223;ere Gruppe die sich dazu ernsthaft Gedanken macht und auch das Selbstverst&#228;ndnis eines jeden Piraten sch&#228;rft muss es doch sein.</p>
<p><strong>2) Mailinglisten</strong></p>
<p>Den Mailinglisten w&#252;rde ich als erstes jeglichen Anspruch auf Diskussionsmedium entziehen und diese zu einem reinen Ank&#252;ndigungsmedium verst&#252;mmeln. &#220;ber diese Listen laufen nur Ank&#252;ndigungen und kleinere organisatorische Absprachen um eine Aktion oder Vorhaben zu planen.</p>
<p><strong>3) Forum</strong></p>
<p>Das ist das einzige Medium dem ich eine Diskussionserlaubnis zubilligen w&#252;rde und das obwohl ich auch der heiligen Kuh “Mailingliste” verfallen bin. In einem Forum kann ich aufgrund der besseren Darstellung viel einfacher diskutieren als auf Mailinglisten. Wir erm&#246;glichen zudem auch nicht so begabten Internetnutzern die M&#246;glichkeit der Teilnahme an der Dikussion ohne sie auszuschlie&#223;en.</p>
<p><strong>3.1) Syncom</strong></p>
<p>Zugegeben durch das Projekt Syncom kann man nun die Sucht einiger nach Diskussion &#252;ber eine Mailingliste, dadurch dass alles auch &#252;ber ein Forum abrufbar ist, stillen, da alles miteinander verbunden ist. Ich r&#228;ume das insoweit ein. Allerdings sehe ich darin eine andere Gefahr. Zum einen werden nicht alle Mailinglisten angeschlossen sein, da dies die Entscheidung einer jeden Mailingliste selbst ist, zum zweiten halte ich es f&#252;r bedenklich wenn auf einer Kreismailingliste die im Syncom angeschlossen und im tiefen Bayern sitzt, pl&#246;tzlich jemand aus Mecklenburg-Vorpommern meint gute Ratschl&#228;ge f&#252;r b&#252;rgernahe Politik geben zu m&#252;ssen. Ohne auf die Lokalit&#228;ten (diese dienen hier nur als F&#252;llworte) einzugehen, sehe ich das Problem darin, dass jemand aus der anderen Ecke Deutschlands doch gar nicht beurteilen kann, wie es in einem fernen Ort mit b&#252;rgernaher Politik (um beim Beispiel zu bleiben) aussieht. Auch sehe ich ein Problem darin, dass dadurch dass auf den Mailinglisten ein rauer und ungehobelter Ton einzelner herrscht, dies schnell zu Rangeleien quer Partei f&#252;hren kann, denn es ist durch die Forenoberfl&#228;che f&#252;r jeden einsehbar. Auch sehe ich mit einem Klick was aktuell diskutiert wird, wo ein Thema mal wieder mit hohen Wellen schl&#228;gt. Trolle k&#246;nnen direkt mit einsteigen und die Phosphorfakeln in die Pulverf&#228;sser dr&#252;cken. Ohne moderativen Eingriff wird dies zum Pulverfass f&#252;r die ganze Partei; eine hochexplosive Diskussionsmischung.</p>
<p><strong>4) Telkos / Mumble / RL Treffen mit Hausaufgaben</strong></p>
<p>DAS ist das Kommunikationsmedium auf das wir uns fokusieren sollten, dabei besonders wichtig sind die Hausaufgaben. Wenn ich mir die verschiedenen Arbeitsgruppen ansehe, dann finden dort viele Diskussionen statt, welche auch den ganzen Tag laufen, allerdings sind die Ergebnisse nicht so effizient entstanden wie man es gestalten k&#246;nnte. Meine Vorstellung von effizientem Arbeiten ist, dass man ein Treffen, egal ob Telko oder real vor Ort, abh&#228;lt, sich eines Themas annimmt, die Diskussion f&#252;hrt und nach Ende des Treffens auch eine Hausaufgabe mit nimmt, die man bis zum n&#228;chsten Treffen auch zu erf&#252;llen hat. Der Vorteil liegt auf der Hand, man hangelt sich nicht von Treffen zu Treffen, sondern muss sich auch ausserhalb der Veranstaltungen mit dem Thema besch&#228;ftigen, 5 Minuten vorher schnell drei Gedanken dazu reichen eben nicht um voran zu kommen! Die Frequenz solcher Versammlungen sehe ich nun nicht t&#228;glich, sondern es k&#246;nnen ruhig eine oder zwei Wochen dazwischen liegen, denn wie geschrieben durch die Hausaufgabe muss man sich auch zwischen den Treffen damit besch&#228;ftigen. Allein damit wird es gar nicht m&#246;glich sein, dass man in zig Arbeitsgruppen mitarbeitet, da das Arbeitspensum derart imens w&#228;re, dass man es gar nicht mehr schaffen kann. Qualit&#228;t statt Quantit&#228;t ist hier das Credo f&#252;r effektives Arbeiten.</p>
<p><strong>5) Ergebnisse ins Wiki</strong></p>
<p>Jeder Schritt der erarbeitet wurde, muss ins Wiki einfliessen und dort a) dokumentiert und b) ver&#246;ffentlicht werden. Nicht der Transparenz Willen, sondern dem Willen des verteilten Wissens, des zug&#228;nglichen Wissens. Es kann nicht sein, dass wir hier Informationen anderen vorenthalten, nur damit eine Arbeitsgruppe hier einen Tusch arrangieren kann, weil genau sie die L&#246;sung im Hinterzimmer in 4 Monaten ausgebr&#252;tet hat, h&#228;tten andere davon Kenntnis erlangen k&#246;nnen, h&#228;tte es nur zwei Monate gedauert. Ich bin mir sicher, dass wir viele kluge K&#246;pfe in unserer Partei haben, doch wie werden diese aktiviert? Durch eine Arbeitsgruppe beginnt die Aktivierung aber gerade durch abrufbare Ergebnisse erm&#246;glichen wir noch uns unbekannten Hellgeistern mit einzusteigen und uns auf vielleicht totalen Unsinn hinzuweisen.</p>
<p><strong>Abschluss</strong></p>
<p>Der Blogbeitrag ist nun etwas ausgeartet und wurde l&#228;nger als ich es erwartet habe. Dabei hat der Beitrag selbst noch gar nicht den Anspruch auf Vollst&#228;ndigkeit. Es gibt sicherlich noch einige Punkte die disktuiert werden m&#252;ssen und von Lesern auch anders betrachtet werden. Wer es bis hier hin geschafft hat, dem danke ich f&#252;r die Aufmerksamkeit und schliesse mit den Worten</p>
<p><em>Mein Name ist Dominique und ich bin PIRAT</em></p>

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