Archive for the ‘ Netzwelt ’ Category

MeinProf gewinnt vor Gericht

Nach Auffassung des zuständigen Richters hat der klagende Dozent keinen Anspruch auf Löschung seiner Daten. Mit diesem Statement geht ein weiterer Sieg auf das Konto der Betreiber von Bewertungsportalen. Die Regensburger Richter haben die Klage eines Hochschullehrers gegen die Beurteilung seiner Lehrveranstaltung abgewiesen, nachdem dieser auf Löschung seiner Daten aus dem Portal von MeinProf gefordert hatte.

Bereits im April hatte der Berliner Datenschutzbeauftragte Alexander Dix gegen das Portal ein Bußgeld verhängen wollen. Nach Ansicht des Datenschützers rechtfertige das Recht auf freie Meinungsäußerung nicht das Recht der Bewerteten auf informationelle Selbstbestimmung generell als nachranging einzustufen.

Dix warf dem Verein 2 Ordnungswidrigkeiten vor, die jeweils mit bis zu 25.000 EUR bestraft werden können. Die Betreiber dagegen wollen gegen den Bescheid vorgehen.

In Frankreich aber zB haben die Bewerteten mehr Chancen, so wurde durch ein Gericht in Paris festgestellt, dass Lehrerbenotungen unzulässig wären.

Firefox 3.1 Beta 3 is out

Heute wurde eine neue Betaversion des beliebten Mozilla Browsers FireFox veröffentlicht.

Die aktuelle Shiretoko Beta Version verfügung über einen aktualisierten Private Browsing Modus, der auch die Möglichkeit anbietet, gezielt Seite aus der History des Browsers zu löschen.

Ausserdem wurde die neue JavaScript Engine TraceMonkey weiter verbessert. Damit ist sie nun stabiler und auch schneller geworden. Neben der Engine wurden auch die Web-Worker, mit denen man JavaScript im Hintergrund ausführen lassen kann, weiter verbessert.

Mozilla plant noch mindestens eine weitere Beta Version, welche dann auch in die Version 3.5 umbenannt werden wird, wie neulich bereits berichtet wurde.

Der neue FireFox steht zum Download als Testversion unter mozilla.com zur Verfügung. Der Einsatz für Produktivsysteme ist dabei nicht angedacht, ich selbst nutze diesen aber bereits seit der Beta 1 und habe keine Probleme damit.

Beachten: Nicht alle Addons funktionieren auf Anhieb, da die Addon-Entwickler ggf. erst neue Versionen veröffentlichen müssen.

Debian Projekt Leiter Kandidaten

Die Kandidaten für den Posten des Projektleiters stehen fest. Die stimmberechtigten Entwickler haben 2009 die Wahl zwischen 2 Kandidaten, die ihr Wahlprogramm nun vorgestellt haben.

Hintergrund:
Der Debian Projektleiter ist ein Amt welches durch Wahl vergeben wird und auf 1 Jahr begrenzt ist.

Der aktuelle Projektleiter Steve McIntyre steht auch 2009 erneut zur Wahl. Sein Konkurrent ist Stefano Zacchiroli, der in Debian selbst auch für die Pakete vim und verschiedene XML-Pakete verantwortlich ist.

Auf ihrer Wahlkampfplattform präsentieren McIntyre und Zacchiroli ihr Programm.

IE8 abschalten reicht nicht

Der CEO von Opera hat sich zu der Änderung bei Windows 7 in Bezug auf die Deaktivierung von InternetExplorer geäußert. Seiner Auffassung geht der Schritt nicht weit genug. Mit Operas Beschwerde bei der EU will der Softwarehersteller aus Norwegen erreichen, dass der Nutzer bei der Installation bereits einen anderen Browser als den Internet Explorer auswählen kann.

Dennoch ist der Schritt von Microsoft bereits in die richtige Richtung, ob das Unternehmen allerdings den Schritt weitergehen werde ist fraglich.

Dem Opera Chef geht der Schritt allein aus dem Grund nicht weit genug, dass der Nutzer ja den Internet Explorer brauchte um einen alternativen Browser aus dem Internet zu laden. Es klingt also danach, dass Opera erreichen will, dass alternative Browser bereits dem Windows beigelegt werden, wie das bei Linux der Fall ist.

Derzeit ermittelt die EU-Komission noch gegen Microsoft weil der Verdacht besteht, dass der Softwaregigant aus Redmond dem Browsermarkt geschadet habe.

gs_wolfram_alpha Die Köpfe des namhaften Computeralgebrasystems "Mathematica" arbeiten an einer völlig neuen Art von Suchmaschine. Dabei verfolgen die Entwickler nicht zuletzt das Ziel, dem aktuellen Marktführer Google das Feld streitig zu machen. Die neue Suchmaschine arbeitet nicht mit den üblichen Verfahrensweisen, sondern nach Eingabe des Suchkriteriums kann die Software echte Antworten auf gestellte Fragen geben.

Ein Name wurde auch schon ausgesucht für das Vorhaben: Wolfram Alpha. Wenn man die Internetseite besucht, findet man einen Hinweis auf das Startdatum der neuen Suchmaschine: May 2009

Bald soll also der Suchmaschinen Markt revolutioniert werden, mit einem völlig neu verfolgten Ansatz: Die Antworten kommen nicht aus einer Datenbank wie bei Google sondern werden entsprechend berechnet und dann ausgegeben. Somit hätte man eine Suchmaschine ohne Wartezeit bis die Website im Index aufgenommen ist.

Neu ist das Produkt aus dem Hauswe Wolfram Research nicht, denn es arbeitet ein Team aus über 100 Mitarbeitern schon länger an dem Produkt. Die Informationen dazu haben sich aber in Grenzen gehalten, so dass bisher nur wenige etwas davon gehört haben.