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Globales Interpol by Kaspersky
“Jeder Nutzer muss im Internet identifizierbar sein”, diese Aussage könnte so vom Antivirenhersteller Kaspersky Labs, besser gesagt seinem Gründer Eugene Kaspersky stammen. Wortwörtlich hat er das nicht gesagt, allerdings gemeint. Nach seiner Vorstellung dürfe das Internet nicht länger anonym sein, sondern jeder Benutzer des Internets muss eindeutig identifizierbar sein.
Damit wird der Ruf nach Internetpässen, Globalen Interpols als auch starke Überwachung laut. Nach Auffassung Kasperskys war das Internet nie dazu gedacht überhaupt netzneutral zu sein, denn als es ursprünglich erfunden wurde, war dies nur ein kleiner Kreis von Menschen die es genutzt haben. Und dabei hätte es auch bleiben sollen, denn Eugene Kaspersky ist der Meinung, dass die Vorstellung des Internets an die Öffentlichkeit ein großer Fehler war.
Bei diesen Worten würde unser Rolli jubeln vor Freude, denn es spielt den Ball genau in seine Richtung. Mir als Internetnutzer dreht es dabei nur den Magen herum. Ausserdem zeigt es auch, dass man scheinbar nicht verstanden hat, dass das Internet keineswegs anonym ist. Man hinterlässt genug Spuren, gewollt (zB durch diverse Soziale Netwerke) oder ungewollt (durch Analytictools die die IP mitloggen). Auch frage ich mich wie die ganzen “Raubkopierer” vor deutschen und amerikanischen Gerichten verknackt werden konnten wenn das Internet doch so anonym ist.
Das die Firma Kaspersky heute wahrscheinlich russische Gieskannen verkaufen würde, weil es ja keine Hacker und Virencoder gäbe, sieht Eugene scheinbar auch nicht. Denn wer ist schon so verrückt und setzt in einem überwachten und mit Internetpass betretenen Internet einen Virus aus, da kann man auch direkt vor der nächsten Polizeidienststelle mit einem Schild um den Hals tanzen auf dem groß geschrieben steht: “Buchtet mich ein, ich wars”.
Dem Zwang nach Überwachung aber noch nicht genug, Eugene geht einen Schritt weiter. Alle Länder auf dieser Welt müssten ein internationales Abkommen treffen, dass sie sich der Überwachung beteiligen, denn sonst werden diese vom Netz getrennt und dürfen nicht mehr online. Erpressung 2.0 nenne ich soetwas, bzw. hat da wohl jemand zu viel ScFi Filme gesehen, denn ansonsten kann ich mir solche seltsamen Vorstellungen nicht erklären.
Wie gut dass diese Vorstellung nur ein Interview war und nicht so schnell Realtität werden wird, auch wenn die Bundesregierung schon über Internetpässe nachgedacht hat.

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5 Comments to “Globales Interpol by Kaspersky”
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[...] http://schwarz-weiss.cc/2009/10/19/globales-interpol-by-kaspersky/ a few seconds ago from api [...]
[...] die Kriminalität einzudämmen – befürwortet, dürfte die Umsetzund des Orwellschen Gedanken nur noch eine Frage der Zeit [...]
[...] wies er zugleich darauf hin, dass eine solche Maßnahme nur dann funktionieren könne, wenn alle Staaten mitmachen. Um dieses Ziel zu erreichen, müsste man gegebenenfalls dazu bereit sein, einige Staaten [...]
hmm … da kommt man ja ins Grübeln, die gekauften Lizenzen nächstes Jahr nicht mehr zu verlängern…
Ich bin schon lange von Kaspersk weg und habe zu ESET gewechselt