jfritzl Das Verfahren gegen den Inzesttäter von Amstetten in Österreich soll sich einem schnellen Ende zuführen. Das Urteil wird bereits für Donnerstag erwartet, anstatt erst am Freitag. Während des Prozesses wird Josef F. von einem Psychiater versorgt. Sicherheitsmaßnahmen verhindern das er sich das Leben nehmen kann.

Am heutigen 2. Verhandlungstag in St. Pölten war der Tag des Opfers. Seine Tochter hatte ihre Aussage auf Video aufgezeichnet. Sie wurde von Ihrem Vater 24 Jahre in einem fensterlosen Keller bzw. Verlies gefangen gehalten und zahllose Male vergewaltigt.

Das Verfahren findet in Österreich vor dem Schwurgericht mit 12 Geschworenen statt, welche weite Teile des Videos zu sehen bekamen. Die Öffentlichkeit wurde allerdings wegen der sehr persönlichen Details von der Verhandlung ausgeschlossen.

Wie der 73-jährige allerdings auf die Aussage seiner Tochter reagierte ist nicht bekannt, da die Öffentlichkeit ausgeschlossen wurde, dürfen über diesen Part des Verfahrens auch keine Auskünfte gegeben werden.

Am Donnerstag werden nun auch die Plädoyers gehalten und laut einem Pressesprecher des Landgerichts, dann Nachmittags die Entscheidung fallen. Laut Cutka (der Pressesprecher) soll ausserdem ab Mittwoch die Öffentlichkeit wieder zum Verfahren zugelassen werden. Dann stehe nämlich das psychologische Gutachten des Beklagten an, danach werden dann nur noch technische Gutachten verlesen.

Fritzl selbst versteckt sich fortan hinter einem Aktenordner und verbirgt somit seine Fratze vor der Öffentlichkeit. Auf Fragen hat er nicht reagiert, kein Wort war aus ihm herauszubekommen.

Als Schuldspruch kommt eine lebenslange Haftstrafe in Betracht, Verurteilungen wegen Vergewaltigung und Sklaverei hätten ebenfalls langjährige Haftstrafen zur Folge. Das Gutachten bescheinigt dem Alten aber eine Zrechnungsfähigkeit und eine besondere Abartigkeit. Die Anklage beantragte weiter eine Verwahrung in einer Sicherungsanstalt.

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