Apr
26

Der Mehrfach-Selbstmord-Attentäter

By pyloor  //  Die Welt und ich, Politik  //  No Comments

Auf Spiegel.de ist ein Interview mit dem Bundesinnenminister abgedruckt. Friedrich will den Etat für Videoüberwachung aufstocken und begründet das folgendermaßen:

SPIEGEL ONLINE: Verhindern konnte die breite Videoüberwachung in den USA die Anschläge nicht. Vielmehr scheinen sich die Täter der Überwachung völlig bewusst gewesen zu sein.

Friedrich: Einen Selbstmordattentäter, der seinen eigenen Tod bei der Planung der Tat einkalkuliert, werden auch Videokameras nicht abschrecken.

SPIEGEL ONLINE: Also sind die Kameras gegen Terror unwirksam?

Friedrich: Das wäre ein falscher Schluss. Wenn wir zum Beispiel den Täter nach dem ersten Mal verhaften, kann er kein zweites oder drittes Mal zuschlagen. Allein das ist schon ein Erfolg. Zudem können wir Planungen für Anschläge durch Kameras im Vorfeld aufklären. Ich bleibe dabei: Die Videoüberwachung, wohlgemerkt als Teil einer komplexen Sicherheitsstrategie, ist ein wichtiges Mittel für uns.

Bitte wie? Die Selbstmordattentäter, die ihr eigenes Draufgehen mit einplanen kommen also als Zombies wieder und bomben sich an einem anderen Ort nochmal weg? Na herzlichen Glückwunsch… Und sowas sorgt für die Sicherheit in Deutschland…

Feb
17

popen2 deprecated–use subprocess

By pyloor  //  Python, Technik  //  No Comments

In Python ist seit der Version 2.6 das popen2 Modul als deprecated markiert. Dennoch sieht man es hier und da noch durch die Quelltexte geistern und einige Neulinge fragen sich wie man den altgedienten popen2 Code umschreiben kann.

Hier ein Beispiel:

Um diesen Code nun auf das neue subprocess umzuschreiben, folgender Code:

Damit hat man das selbe erreicht wie mit dem alten popen2 Code.

Wie immer alle Angaben ohne Gewähr und auf eigene Gefahr :)

Feb
17

Squid 3–pam_auth

By pyloor  //  Linux, Software, Technik  //  No Comments

squid_logo

Squid eignet sich hervorragend als Proxy zu Privatisierungszwecken. Da ich mich seit geraumer Zeit damit auseinander setze, kam auch der Punkt auf, dass der Squid eine Benutzerauthentifizierung haben soll.

Squid bringt dafür einen einfach zu verwendende Methode über PAM mit. Die Konfiguration ist in ein paar Handgriffen erledigt:

Zuerst legt man die Authentifizierungsparameter fest, danach die ACL und zum Schluss die HTTP Zugriffsregel:

Doch unter Debian gibt es einen kleinen Kniff. Der Squid war fertig konfiguriert, doch die Authentifizierung wollte nicht klappen und wurde mit folgendem Fehler quittiert:

Damit es funktioniert muss zum einen eine Datei “squid” unter /etc/pam.d/ erstellt werden. Folgender Inhalt muss darin zu finden sein:

Und danach muss folgender Befehl ausgeführt werden:

Ab dem Zeitpunkt an, funktionierte auch die Authentifizierung für Squid :)

Nov
15

Folge der weißen Ledercouch

By pyloor  //  Die Welt und ich, Politik  //  No Comments

who_has_the_white_couch_who

“WHO LET THE COUCH OUT –
WHO WHO WHO WHO WHO”

So oder so ähnlich könnte der neue Werbespot der Piraten für die kommende Bundestagswahl lauten. Warum? Das verrät dieser Blogbeitrag: Unflauschiges Ende der FlauschCon

Zusammengefasst:

Die Piraten haben einmal keinen Bundesparteitag mit 1500 Anträgen gemacht, die niemand bearbeitet geschweige denn liest, sondern eine Flauschveranstaltung bei der sich die Shitstormgesellschaft getroffen hat um im Bällebad zu hocken. Nachdem man Teppich an die Wände (oder zumindest den Kleber dafür) und Boden gepappt hatte, hat jemand still und heimlich eine weiße Ledercouch entwendet. Ich meine so eine weiße Ledercouch trägt man auch lässig im iPad Täschchen davon und keiner merkt was. Das Ende vom Lied bzw. dem Flauschabend ist, dass man wie man es bei den Piraten gewohnt ist rechtliche Schritte gegen selbst ernannte Eventmanager prüft, einen Batzen Rechnungen hat, die niemand bewilligt hat und man deswegen weit von sich weg schiebt und die Transparenz, die man immer hoch hält, in dem Punkt mal wieder wie folgt ausgelegt wird:

“Transparenz – das fordern wir von anderen und nicht von uns”

Na dann wünsche ich dem Ledercouch-Piraten fröhliches sitzen und warten auf den BGE Zuschuss :)

Nov
13

DPD – echte Konkurrenz für DHL Express

By ReBeLL  //  Die Welt und ich, Servicewüste  //  1 Comment

DPDKonkurrenz lauert bekanntlich an vielen Ecken, so auch im Logistikbereich: Nachdem wir an anderer Stelle schon etwas über die vollkommen bescheuerte von hoher Kompetenz zeugende Arbeitsweise von DHL Express gelernt haben, übertrifft DPD diese noch um welten.

Dabei lässt DPD es sich nicht nehmen, dem Empfänger einer Sendung noch Dinge bei zu bringen, die er bisher nicht wusste. Es ist schon interessant was heutzutage alles möglich ist: Da ist ein aus Stein gebautes Gebäude, in dem man sich zu dem Zeitpunkt auch noch aufhält, auf einmal vorübergehend scheinbar nicht mehr da. Einfach weg. Mit samt Namensschildern und Hausnummer. Die ganze Straße muss weg gewesen sein, denn scheinbar war auch kein Nachbar da, bei dem man hätte ein Paket abgeben können.

Zumindest ist das der Schluss den ich daraus ziehe, das eine Adresse an die am gleichen Tag die Deutsche Post bzw. DHL problemlos etwas zustellen konnte laut DPD schlicht falsch ist. Selbst Herpes Hermes hat es letzte Woche geschafft ein Paket zuzustellen, nur DPD tat sich schwer.

Schauen wir mal ob der Schleppknecht Zusteller von DPD es beim zweiten Versuch schafft das Paket zuzustellen … und ob er mir dann zufällig auch noch erklären kann, warum die Adresse gut eine Woche später dann doch nicht falsch ist. Das der Zusteller einfach nur keine Lust das Paket beim Empfänger abzuliefern ist natürlich auch eine Möglichkeit vollkommen abwegig.

Nov
5

Gemeinsamkeiten: Große deutsche Bank und Amazon

Solang bei Amazon alles so läuft das es in deren Automatismen passt und das die Leute im Support Fragen von Kunden aus der FAQ beantworten können ist alles wunderbar, sobald man ein Problem hat das davon nicht mehr abgedeckt ist dauert es relativ lange überhaupt mal eine Antwort zu erhalten. Im konkreten Fall geht es um eine Auseinandersetzung mit einem Amazon Marketplace Händler, der infolge einer Auseinandersetzung wegen einer Retoure sowohl Ware als auch Geld einbehält und lediglich mit Ignoranz reagiert. Die Auskunft nach § 34 (1) Nr. 1-3 BDSG erteilt man natürlich Ordnungswidrig auch nicht.

Ich hatte mich daher mit einer Schilderung der Sache und der meiner Meinung nach einfachen Fragen, ob Amazon hier vermitteln könne, an Amazon gewandt. Nachdem ich nach mehreren Tagen der angeblichen Bearbeitung meiner eMail an Amazon noch immer keine Antwort erhalten habe, habe ich einfach mal im Live Chat nachgefragt:

Ich: Was dauert denn an der gestellten Frage, ob Amazon.de hier vermitteln kann, so lange?
I*** P*****: Das kann ich ihnen leider nicht sagen, da Ihr Fall in einer Fachabteilung ist und es gestern und heute Feiertage im Bundesgebiet gab.
Ich: und welche Fachabteilung ist das? Rechtsabteilung? 2nd Level Support? Die für Marketplace zuständigen?
I*** P*****: Hierzu kann Ihnen leider keine Auskunft geben. Sobald der Fall zuende bearbeitet wurde, werden Sie von uns informiert werden.

“Was können Sie überhaupt?” wäre nun sicherlich eine geeignete Frage – die habe ich mir aber lieber gespart, nicht das man dort dann den Bildschirm aus’m Fenster wirft und ich dafür die Rechnung bekomme. Bei einer großen deutschen Bank mit gelben Logo, die eine andere Bank übernommen hat, führte sowas immerhin dazu das man den Hörer derart aufs Telefon knallte, dass das Telefon wohl dann um 7. UG zu finden war.

Aber dann klären wir das mit Oliver Kluge als verantwortlichen Inhaber des Unternehmens (Marketplace Händler) eben auf andere Weise. Würde mich an seiner Stelle ja ärgern wenn ich Kosten tragen müsste die den Streitwert übersteigen …..

Okt
12

Gemeinsamkeiten: Piraten und CCC

By pyloor  //  Die Welt und ich  //  No Comments

Was haben die Piratenpartei und der CCC gemeinsam? Nein, nicht dass sie sich für Netzthemen interessieren. Was viel einfacheres:

Beide haben die Verwaltung nicht im Griff… Neuanmeldungen funktionieren oder funktionieren nicht. Bei den Piraten war das lange Zeit so und beim CCC ist das immer noch so.

Wie ich darauf komme? Ganz einfach: Ich habe einen Neuantrag an den CCC gesendet. Per Post, mit ausreichend Porto, ausgedruckt(!) und ausgefüllt; natürlich auch unterschrieben. Und was passiert? Richtig: Nichts. Totenstille, als hätte ich nie einen Brief dorthin geschickt.

Eine Nachfrage an die “Office” Emailadresse brachte ebenfalls keine Erleuchtung, denn auch auf der Emailadresse wird einfach geschwiegen und niemand antwortet. Also ihr da vom CCC: Wie kann es sein, dass der Beitrag irgendwo bei 72 € ist und dennoch die Verwaltung scheinbar so unterbesetzt ist, dass noch nicht einmal ein Autoresponder eingerichtet werden kann, mit dem zurück gesendet wird, dass man doch bloß nicht nach seinem Neuantrag fragen soll ;)

Aber wisst ihr was: Steckt euch eure Mitgliedschaft in den A***, dann werde ich eben kein Mitglied. Den Spass, dass ich meiner Mitgliedschaft nun nachrennen muss hatte ich schon vor meiner Zeit als Generalsekretär bei den Piraten, das brauch ich jetzt nicht nochmal.

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